Automatische Heilfürsorge zum Ausbildungsbeginn bei der Polizei Hamburg?

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4 Antworten

Hallo DanChr1,

ich muss die bisherigen Antworten etwas berichtigen.

Ein Polizeibeamter hat in Hamburg Anspruch auf Heilfürsorge für die Ausbildung und für die darauffolgende aktive Dienstzeit. Bei Eintritt in den Ruhestand, endet die freie Heilfürsorge und dann wird die private Krankenversicherung aktiviert nach dem jeweiligen Beihilferecht.

Bedeutet als Versorgungsbeamter (im Ruhestand)  bekommt der Polizeibeamte 70 % Beihilfe.

Dies bedeutet für die aktive Dienstzeit sollte der Polizeibeamte eine Anwartschaftsversicherung mit 30 % abschließen und natürlich die Pflegepflichtversicherung.

Die freie Heilfürsorge deckt aber keine privatärztliche Versorgung im Krankenhaus bzw. 2-Bett-Zimmer ab und somit solltest du zu der Anwartschaftsversicherung zusätzliche Tarife die folgende Absicherung darstellen abschließen.

Stationäre Heilbehandlung mit Chefarztbehandlung im 2-Bett-Zimmer zu 100 %;

eine Kurtagegeldversicherung;

eine Beihilfeergänzungsversicherung mit folgenden Leistungen, Zusatzversicherung für Zahnersatz, Heilpraktikerbehandlung, Zusatzversicherung für benötigte Brillen und eine Auslandsreisekrankenversicherung.

Denn hier bestehen Leistungskürzungen bei der freien Heilfürsorge.

Wenn ich dir einen Kollegen aus Hamburg vermitteln soll, der dir dazu einen guten Tarif anbieten kann, bitte melden.

Viele Grüße,

Norbert Uhrig

Bezirksvertretung der DBV.

catweazle01 02.07.2017, 13:32

aufgemerkt, das sind die Zeilen von jemandem, der das verkaufen will.

den ganzen Kram braucht man nicht wirklich. Chefarztbehandlung? Wozu?

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Apolon 02.07.2017, 13:56
@catweazle01

@catweazle01,

ich werde mit Sicherheit, dem TE hier nichts verkaufen.

Denn dazu gehört eine Beratung die man mit Augenkontakt vornehmen sollte und dafür ist mir eine Fahrt nach Hamburg viel zu weit (ca. 650 km).

Aber ich rate jedem Polizeibeamten eine Zusatzversicherung für eine privatärztliche Versorgung im Krankenhaus.

Denn diese Jungs stehen in vorderster Front um Terroristen, Gaunern und sonstige Übeltäter zu bekämpfen und für unsere Sicherheit zu sorgen.

Und somit ist es immer möglich im Einsatz verletzt zu werden und dann sollte für sie auch die best-möglichste Versorgung und Behandlung im Krankenhaus zur Verfügung stehen.

Gruß Apolon

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Von dem Tag an, bei dem du bei der Polizei deinen Dienst aufnimmst, unterliegst du der freien Heilfürsorge. Du solltest aber dann bereits parallel dazu, eine Anwartschaftsversicherung abschließen. Diese kosten nur ein paar €.

Damit bleibt dein Eintrittsalter und auch dein Gesundheitszustand auf diesem Status quo

Und von der gesetzlichen Krankenkasse (so bereits vorhanden), musst du dich natürlich auch abmelden.

Die Polizei Hamburg versorgt ihre Beamten mit freier Heilfürsorge. Das heißt, als Beamter bist Du automatisch versichert und musst nichts weiter tun. Du kannst zum Arzt gehen und bekommst Medikamente.

Brillen zum Beispiel muss man selbst bezahlen, aber man kann sie bei der Heilfürsorge einreichen und bekommt manchmal einen Teil erstattet.

Auch wenn Du jetzt erst mit dem Beruf anfängst, solltest Du eine Anwartschaft abschließen. Das musst Du selber in die Wege leiten. Wenn Du das nicht tust, irgendwann mit Ü60 in Pension gehst, werden all die Alterskrankheiten, die Du dann hast, einbezogen und Du musst sehr hohe Krankenversicherungsbeiträge bezahlen, weil die freie Heilfürsorge dann nicht mehr gilt.

Wenn Du jetzt eine Anwartschaft abschließt, dann wirst Du behandelt wie jetzt, also ohne Krankheiten und ohne Gebrechen. Die monatlichen Versicherungsbeiträge sind dann viel geringer. Und da man als Pensionär ja weniger Gehalt bekommt als als Beamter, möchte man ja möglichst viel Geld für sich übrig behalten


Apolon 02.07.2017, 11:44

ohne Anwartschaftsversicherung bekommt man bei einer PKV die gesetzliche  Pflegeversicherung nicht.

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Die Polizeihochschulen melden ihre Anwärter für die Freie Heilfürsorge an. Allerdings hat man in Hamburg nur für die Dauer der Ausbildung volle Heilfürsorge. Wenn du nach dem Vorbereitungsdienst in den aktiven Dienst übernommen wirst, bekommst du nur noch 50% Beihilfe und musst die andere Hälfte über eine Private Krankenversicherung abdecken.

Die Anwartschaft sichert dir hier in der entsprechenden KV bereits einen Platz. Dein gesundheitlicher Status wird dann nicht mehr geprüft. Du bekommst die Tarife, als würdest du JETZT eintreten und sie müssen dich nehmen, egal, was dann los ist.

Diese Anwartschaft macht auch bei einer Kasse dauerhaft Sinn, weil es ja sein kann/wird, dass man nicht mehr beihilfeversichert ist. Da werden die PKV zu teuer und man sichert sich dann einen Platz in einer normalen KK.

Du musst dich aber von Anfang an um eine Pflegeversicherung kümmern. Die ist Pflicht und die musst du auch immer selbst bezahlen.

Bei deiner bisherigen Krankenkasse kündigst du oder - wenn du familienversichert warst - das jeweilige Elternteil. Da man in der BRD krankenversichert sein MUSS, werden die einen Nachweis verlangen. Dafür reicht vorerst die Dienstantrittsverfügung und später die Ernennungsurkunde.

Das ist alles recht komplex. Man kann noch eine Dienstunfähigkeitsversicherung abschließen, eine Diensthaftpflicht usw. Da muss man sich einfach mal die Leute ins Haus holen und deren Angebote (kritisch) prüfen.

Gruß S.



Apolon 02.07.2017, 00:51

Wenn du nach dem Vorbereitungsdienst in den aktiven Dienst übernommen wirst, bekommst du nur noch 50% Beihilfe und musst die andere Hälfte über eine Private Krankenversicherung abdecken

Falsch - in Hamburg bekommen die Polizeibeamten freie Heilfürsorge bis zur Versetzung in den Ruhestand.

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Sirius66 02.07.2017, 08:43
@Apolon

Dann muss ich meinen Informanten ersetzen ....

Gruß S.

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