Autokauf Rechtslage?

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5 Antworten

Einfach gegeneinander aufrechnen durftest du das nicht. Der Kaufvertrag undund die Mängerüge sind zwei unterschiedliche Rechtsgeschäfte. Die Aufrechnung ist nur im gegenseitig schriftlich veeinbarten Einversändnis möglich.

NegierigEr 02.11.2012, 19:44

Ach?

Voraussetzung für eine Aufrechnung sind gem. §§ 387ff. das Bestehen einer Aufrechnungslage (Gegenseitigkeit von Forderungen, Gleichartigkeit, Fälligkeit und Erfüllbarkeit), eine Aufrechnungserklärung und kein wirksamer Ausschluss der Aufrechnung.

Die Aufrechnung ist ein Gestaltungsrecht und setzt nicht das Einverständnis oder die Zustimmung des Aufrechnungsgegners voraus. Im Gegenteil müsste die Aufrechnung wirksam vertraglich ausgeschlossen sein, damit sie nicht greift.

Vorliegend dürfte es aber an einem Anspruch auf Kaufpreisminderung (und somt Kaufpreisrückzahlung) fehlen. Es wurde gekauft wie gesehen.

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Eichbaum1963 02.11.2012, 20:15
@NegierigEr

Es wurde gekauft wie gesehen.

Nur das diese Formulierung auch für Privatverkäufer nicht mehr ausreicht um die Sachmängelhaftung auszuschließen, leider.

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Eichbaum1963 02.11.2012, 21:25
@NegierigEr

Für den schon. ;) Aber allgemein ist es halt nicht so gut für Verkäufer.^^

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Hasenbaby123 02.11.2012, 22:00
@NegierigEr

Eine Aufrechnung ist, wie du sagst, schon möglich.

Das Problem liegt hier meines Erachtens nach eher in der vom Käufer bereits vorgenommenen Beseitigung der Mängel. Er hätte dem Händler zuerst die Möglichkeit einräumen müssen den Mangel selbst zu beseitigen. Denn der Verkäufer muss nacherfüllen/nachbessern und nicht der Kunde. Wenn ich mich richtig an das erinnere was ich im Studium gelernt habe, müsste sein Anspruch durch die eigene Mäneglebeseitigung verfallen sein.

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Eichbaum1963 02.11.2012, 22:41
@Hasenbaby123

Genau darin sehe ich übrigens auch den Hasen im Pfeffer liegen: das eigenmächtige Reparieren lassen, ohne dem Verkäufer die Möglichkeit auf Mängelbeseitgung zu geben.

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Eichbaum1963 03.11.2012, 00:55
@Eichbaum1963

Uuups ich schreib vom "Hasen im Pfeffer" und dein Nick ist Hasenbaby... öha, seh ich jetzt erst. :D

Und nein, es war keine Anspielung auf deinen Nick sondern in der Tat Zufall. ;)

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Pech für Dich. Sofern er einen Mangel nicht ARGLISTIG verschwiegen hat, dann hast Du wenig Chancen. Für die von Dir bezahlten Rechnungen ist es so, Du hättest ihm das VORHER mitteilen müssen, gegebenenfalls auf Preisminderung, Reparatur oder Wandlung/Rücknahme des Wagens klagen müssen. Das ist eben der Vorteil, wenn man beim Händler kauft....Garantie Gewährleistung etc.

Wenn du nachweisen kannst, dass er die Mängel gekannt hat und beim Weiterverkauf nichts gesagt hat, ist das ein Betrug. Die Klausel "...gekauft wie gesehen" greift dann nicht. Es wird aber schwierig ihm das nachzuweisen. Gibt es ein Kundendienstheft oder Nachweise über Werkstattbesuche, das wäre evtl. hilfreich.

Er hat von den Mängeln nichts gesagt als er das Auto verkauft hat . Ist eine Privatperson und hat zusätzlich geschrieben gekauft wie gesehn ... Wie ist die Rechtslage ?

Die Rechtslage sieht so aus, dass du gem. § 433 (2) BGB noch den Restkaufpreis schuldest.

du schuldest dem verkäufer geld

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