Autohaus bestellt im Internet BilligProdukte und auf Rechnung,steht Original..Macht man sich wegen übler Nachrede oder Geschäftsschädigung strafbar?

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4 Antworten

"Da ich öfters mehrere Werkstattbesitzer zusammen sehen,vermute ich, dass
dieser Zufall, auch was mit Absprachen zu tun haben könnte. "

Das wäre eine Variante, ich erzähle dir die eine andere. Es gibt nämlich Kunden, die ein Ersatzteil "weil ist ja billiger" im Netz kaufen, dann einbauen lassen wollen und es passt nicht. Kunde jault natürlich ... Wir haben in der Umgebung eine Werkstatt, die mit einer speziellen Sportwagen Marke gut verheiratet ist und auch deren Oldies repariert. Die kennen diese Sorte Pappenheimer. Nett sein zu Kunden kann auch nach hinten losgehen ...

Ach ja, wer übernimmt wofür welche Verantwortung, wenn ein Unglück geschieht? Würdest du die Haftungsrisiken für die einwandfreie Funktion eines Ersatzteiles übernehmen? Und wenn nein, übernimmst du die Kosten für den Austausch? Sei froh, wenn du bislang jemand hattest, der das so gehandhabt hat. Wohlgemerkt, nicht für den korrekten Einbau, das wäre nach wie vor ja die
Sache der Werkstatt.

Und was macht dich so sicher, den Ursprung der Ware genau zu kennen? Wie schützt du dich vor Produktpiraterie?


"Das Autohaus wirbt damit , nur Original-teile zu verwenden."
Wobei der Kauf anderer Teile ja nicht beweist, dass sie in Kundenfahrzeugen verwendet worden sind. Sie wurden nur billig  gekauft. Das nur mal als Anregung, falls du das veröffentlichen möchtest.

Natürlich sollte man solchen Methoden an den Pranger stellen, aber dann wappne dich.


Lesetipp: http://www.kfz-innung-meiningen.de/aktuelles/95-haftung-der-werkstatt-bei-ersatzteilen-von-kunden

Nachtrag: aus obigem Link:


"Bei normalen Wartungsarbeiten gilt inzwischen, dass so genannte
„qualitativ gleichwertige Ersatzteile“ (Identteile) jetzt auch der
Markenbetrieb einsetzen darf. Der Hersteller kann nicht mehr generell
vorschreiben, dass nur seine ‚Original-Ersatzteile’ zum Einsatz kommen.
Um als „qualitativ gleichwertig“ zu gelten, muss der
Ersatzteilehersteller jederzeit bescheinigen können, dass ihre Qualität
der Qualität der Bauteile für die Produktion eines bestimmten Kfz
entspricht, das heißt, in der Erstausrüstung zum Einsatz kommen könnte.
Andere Teile darf ein solcher Betrieb nicht einsetzen."




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Kommentar von KaeFunYou
15.09.2016, 13:58

Danke für die ausführliche Erklärung..

gegen eine Werkstatt anzutreten ist ohnehin schwierig.. Zb war ich zufällig anwesend , als in einer Werkstatt M-ÖL eingefüllt wurde..Man steh dabei ohne böse zu ahnen. Plötzlich lief es unten aus der undichten Ablassschraube heraus.. 

Der Monteur in hecktig sofort Auto hoch....Eimer mit einer Hand drunter..Schraube raus.. Dabei stieß er mit dem Eimer an die Karosse und ICH  !! sah wie ein Klumpen Dreck von der Karosse in den Eimer plumpst. Die Spritzer trafen den Monteur sogar ins Gesicht.

Neue Ablassschraube / Dichtung -- Auto abgelassen .. will er das Öl aus dem Eimer erneut in das Auto gießen ..Ich schreite ein und warne ihn..sage dem Inhaber bescheid..

Der glaubt mir nicht , holt aber trotzdem einen Sieb um Kundenfreundlich zu sein... und siehe da..im Sieb bereits aufgelöster Dreck und ein noch etwas festerer Klumpen.

Was meinst du , wäre ich eine Woche später ? mit einem Motorschaden stehen geblieben.. hätte man mir nun erzählt ? 

Ich pers kaufe nur original oder top Markenware.. sollte es nicht passen , stehe ich auch zum Mehraufwand.. 

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Das die Werkstätten angeliefertes Material nicht verbauen kann ich gut verstehen.

Zum einen ist deren Marge an den verkauften Ersatzteilen im Gewinn einkalkuliert und fehlt dann.

Dann ist immer das (Haftungs)Risiko, wenn irgend etwas mit den angelieferten Teilen ist. Die wenigsten Kunden werden mit den hochpreisigsten Teilen kommen. 

Das die Werkstatt jetzt preiswerte Artikel ordert und einbaut muss nicht zwingend schlecht sein. Nur die Preise sagen eh garnichts, die können aufgrund von Rabattstaffeln etc. deutlich unter Deinen liegen.

Und es gibt teilweise auch sehr gute oder sogar bessere Ersatzteile von Zulieferen als vom Fahrzeughersteller. Man muss nur wissen, was man verbaut. 

Die Werkstatt meines Vertrauens sagt z. B.: Teil x kaufe ich nur direkt bei VW, es gibt nichts besseres. Teil y nehme ich fabrikat a, das hat das Beste Preis-Leistungs-Verhältnis, Teil z nehme ich Fabrikat B, weil es das Beste ist und Teil xyz nehme ich von Hersteller c, denn das ist das Originalteil, nur viel billiger.

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Kommentar von m01051958
15.09.2016, 16:14

Das mag wohl stimmen..wie kommt es aber das ich die Bestellnummern beim Lieferant angebe und alles unter Noname-Hausmarke betitelt .. das die Firma am Ende der Rechnung,  30% Rabatt in Abzug bekam, hab ich nicht erwähnt , da das unabhängig vom Kauf ist.

Geh ich in eine Autowerkstatt , erwarte ich für den vereinbarten Stundenlohn nur die auszuführende Arbeit. In den Rechnungen wurde bisher auch immer erwähnt, dass auf die mitgebrachten Teile keine Garantie übernommen wird..sondern nur auf in dem Zusammenhang basierten arbeiten..  

Material Garantie bekomme ich vom Lieferanten wenn ich einen Quittung habe, dass es eine Fachwerkstatt eingebaut hat.

Beispiel: Wird dir minderwertiges Öl eingefüllt u.v.a .. reden die ihren Kunden ein : Bei deinen vielen Km solltest du öfter wechseln wie vorgeschrieben.. Fahr ich wenig .. soll ich das selbe machen.

Ich selbst habe in 30 Jahren 16 unterschiedlichen Autos gefahren, dabei reichlich Probleme durch mangelnde rep arbeiten.. Leider immer gescheitert an Beweisen da man erst Wochen später drauf kommt..zB..Bei einem schweren Unfall mangels befestigten Radlager , ging die Fa während des Prozessverlaufs in Insolvenz..Thema auch beendet.Vollkasko übernahm das Problem.

Nach 2 Jahren 30000km , verschließen angebliche Original Bremsscheiben und Beläge..Da hieß , es kann nur an der Fahrweise liegen. Die Bremsen davor hielten jedoch 60000km ! 

Querlenkerbruch, nach 6 Monaten..lag an meiner Fahrweise .. Gutachten dafür usw übersteigen die kosten einer neuen rep. 

Von Kleinkram wie Kratzern und Beulen will gar nicht erst anfangen.. 

Meine Empfehlung wäre nur , Teile selbst kaufen. Die können ja auch bei Original Vertrags-Händler gekauft werden.. aber eine freie Werkstatt baut sie halt ein..  



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An Deiner Stelle würde ich mich an den Autohersteller wenden, denn meistens gibt es Garantie nur dann, wenn Original-Ersatzteile eingebaut werden... Hier handelt es sich offensichtlich um Betrug und das sollte man in dem Fall doch eher eine Anzeige machen... 

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Kommentar von KaeFunYou
15.09.2016, 13:41

Da ich die Besitzer der Autos nicht kenne, und auch nicht weis was auf deren Rchng steht, gestaltet sich das eher als schwierig ..

Bei meinen (Marken) - Ersatzteilen besteht Garantie , insofern es eine anerkannte Fachwerkstatt eingebaut hat...(quasi die Einbau-Quittung) 

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Ich würde die Finger davon lassen, welchen Nutzen hast du davon, wenn du das verbreitest? Es gibt wichtigere Dinge, um die man sich kümmern muss. Es ist bekannt, dass es in dieser umkämpften Branche auch Schwarze Schafe gibt, so wie überall (Sport, Politik etc.). Sprich mit dem Autohausbesitzer im Vertrauen und teile ihm mit, was du entdeckt hast. Bin gespannt, wie er darauf reagiert.


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Kommentar von KaeFunYou
15.09.2016, 13:37

prinzipiell hast du Recht..mich stören dabei 4 Dinge.. zum einen die Werbung, zum anderen die Ablehnung von Kunden die eigene Ersatzteile mitbringen..und dem Gerede , sowas würde keine Werkstatt machen.. 

Ganz besonders graut mir aber der Gedanke , mit welch billig Materialien Menschen , unwissend unterwegs sind, die ihr Auto bewusst in eine Werkstatt bringen um genannte Dinge vernünftig reparieren zu lassen.

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