Autogenes Training - Erfahrungsberichte?

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3 Antworten

das ist kein zaubermittel, sondern eine technik, durch die man mit übung gezielt entspannen kann.

man soll täglich üben, es reicht aber schon eine kurze trainingsdauer (5-10 min).

es kann mehrere wochen dauern, bis man effekte feststellt. die schwere-übung hat bei mir sehr schnell geklappt (quasi gleich), wärme dauerte länger.

man sollte zuerst die grundlegenden übungen beherrschen, bevor man zu den schwierigeren übergeht.

gleich von anfang an AT im alltag anwenden zu wollen, ist illusorisch, weil wie gesagt: es ist übungssache. entspannung fällt umso schwerer, je weniger entspannt man ist, egal mit welcher methode man versucht, entspannung zu erzeugen. übe erstmal die technik ein, bis du sie gut beherrschst; dann kannst du versuchen, deinen alltag damit zu verbessern und AT in situationen, in denen du dich aufgeregt/ unwohl fühlst, anzuwenden.

AT funktioniert nicht nur bei irrationaler angst. ob angst rein subjektiv oder doch objektiv begründet ist, spielt keine rolle. durch entspannung kann man einen teufelskreis von angst und angstwahrnehmung, die angst verstärkend wirkt, unterbrechen. allerdings ist fraglich, ob man in bestimmten situationen zeit/konzentration genug hat, AT anzuwenden.

allerdings ist fraglich, ob man in bestimmten situationen zeit/konzentration genug hat, AT anzuwenden.

Ich habe Klaustrophobie und gerate glücklicherweise so gut wie nie in eine solche Panik-Situation. Aber dennoch kann es im Leben immer wieder mal vorkommen.

Dagegen möchte ich gewappnet sein. Des Weiteren noch gegen Aufregung, wenn ich vor mehreren Leuten spreche. (Ich bin zwar sehr selbstbewusst und traue mich auch in einer Schauspiel-Rolle anfangen zu schreien, aber die irrationale Angst mischt sich da immer ein. Vom Kopf her bin ich ruhig, aber ganz automatisch mischt sich Irrationales dazu...)

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@denNiZse

wenn man vor einer gruppe spricht, ist es unmöglich autogenes training zu machen. dennoch kann es nützlich sein, da man so lernt, dass man den körper in dieser beziehung unter kontrolle hat. man sollte zudem überlegen, vor was man genau in dieser situation angst hat, und sich dann überlegen, wie realistisch die ängste sind und was man getan hat, um ein wie auch immer geartetes scheitern zu verhindern (z.b. gut vorbereitet). man sollte sich auch die frage stellen, ob ein scheitern tatsächlich so schlimm wie gedacht wäre.

bei phobien ist es ratsam zu erleben, dass man diese situationen aushalten kann. wenn man lange genug wartet, lässt die angst nach. aber wenn man dies ohne anleitung macht, kann es sein, dass man sich damit ein trauma verpasst.

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@Schokolinda

Macht jetzt nicht gerade Mut... ^^

Ich meine übrigens auch VOR dem Sprechen AT zu machen.

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@denNiZse

mut musst du dir schon selber machen. lies dir meine antwort nochmal durch: ich hab dir geschrieben, wie.

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Autogenes Training muss man zuerst wie das 1x1 erlernen, es ist hohe Schule, wenn man es in jeder Situation anwenden kann. Mach einen Kurs bei einem ausgewiesenen Lehrer und dann üben... üben.. üben..

Wo kann man solche Kurse machen? :-)

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Hallo denNiZse,

ich habe über dieses Thema einen Bachelorarbeit geschrieben und mache Selbst seit 20 Jahren Autogenes Training und bin begeistert davon.

Also zu Beginn kann ich dir dieses Buch empfehelen:

Autogenes Training: Das Original Übungsheft: Die Anleitung vom Begründer der Selbstentspannung

Und was ihr dir als Tipp zu Beginn sagen kann:

Mache dir keinen Kopf darüber, dass es am Anfang nicht so klappt so wie es möchtest. Autogenens Training kann zu Beginn sehr schwer sein, aber übe einfach immer wieder und wenn du es nur 1-3 Minuten schaffst Autogenes Training zu schaffen. Denn diese kurze Zeit ist schon echt ein Erfolg. Zu Beginn würde ich auch einen Kurs oder Üben mit einer CD üben, denn dadurch bleibst du mehr bei dir. Wenn du es alleine probierst, geht es schnell, dass die Gedanken kommen und du raus kommst. Aber auch das ist okay. Gedanken können kommen und gehen, aber setzte Dich nicht unter Druck. Sei Stolz auf Dich für jeden kleinen "Erfolg"

Danke für die Antwort. :-)

Habe ich es richtig verstanden, dass das Ziel dabei u.A. ist, ungewollte, feindliche Gedanken - auch wenn nur unterbewusst - "ausschalten" zu können?

Inwieweit hilft Dir Autogenes Training in alltäglichen oder üblichen Situationen? (Arztbesuche, Vorträge, Treffen/Dates, Ängste/Phobien etc.)

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@denNiZse

Also um Gedanken ausschalten geht es nicht direkt, es geht erst mal darum die Gedanken zu Beobachten (und dann der Beobachter von Beobachter zu sein, aber das kommt später). Lass die Gedanken wie Wolken vorbei ziehen und bewerte Sie nicht. Aussschalten ist nicht notwendig, denn wärst du auch nicht Bewusst, sondern aus wie PC, also unbewusst und das ist nicht gut.

Autogenes Training kannst du immer anwenden. Ich tue das auch sehr oft. Wenn ich zum Beispiel Stress, Angst habe / Aufgeregt bin / Unruhig bin / Nervös bin / usw. Dann mache ich, egal wo, schnell mal AT im Sitzen, Stehen oder im Liegen (wie es halt gerade passend ist). AT hilft schnell und beruhigt Dich.

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