Autogastankstellen - werden/wurden die tatsächlich reduziert?

7 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Nein. Es ist nichts derartiges durch die Betreiber geplant.

Was sich aber abzeichnet: Hr. Schäuble will die bisher laufende Subventionierung von LPG nicht noch einmal verlängern. Ich verweise auf meine Seite:

https://www.gaskutsche.de/lpg_subventionierung.php

Wenn die Subventionierung fällt, wird LPG pro Liter ca. 15 Cent teurer. Ich habe vor über 10 Jahren rund 60 ct pro Liter gezahlt, aktuell sind manche Tankstellen wieder unter 50 ct pro Liter unterwegs - dafür kostet der Liter Super nicht wie damals 1,10 Euro sondern bewegt sich bei 1,30 bis 1,40 Euro.

Sprich: Es ist nicht zu erwarten das ein großes LPG-Tankstellensterben einsetzt wenn die Subventionierung tatsächlich fallen sollte.

Was sich aber verändert hat

Die Fahrzeughersteller haben bereits letztes Jahr reagiert. VW bietet aktuell gar kein LPG-Fahrzeug mehr in Deutschland an, andere Hersteller haben ihr Sortiment auch ausgedünnt. Opel hat aber z.B. noch immer einige LPG-Fahrzeuge als Neuwagen im Sortiment.

Wichtig bei Opel

Keiner der Motoren von Opel ist bei einer nachträglichen (!) Umrüstung auf LPG gasfest. Nur die ab Werk verbauten Zylinderköpfe haben entsprechende Ventilsitze verbaut. Daher rate ich dir vom Kauf eines nachträglich umgerüsteten LPG-Opel ab - außer der Kopf wurde nachweislich auch getauscht (was aber häufig nicht der Fall ist).

Zuverlässigkeit

Ich bin über 12 Jahre lang mit LPG unterwegs gewesen. Erst im VW T4 mit VR6, dann im Audi A4 B5 mit 1.6 ADP.

Den T4 habe ich mit LPG verkauft (einziger Makel: Steuergerät war 2x defekt, einmal davon bei Starkregen abgesoffen, Kontakte korrodiert).

Den Audi hat ein Motorschaden dahingerafft - beim Wechsel vom Zahnriemen (noch beim Vorbesitzer) ist mutmaßlich die Spannrolle nicht getauscht worden, die hat sich dann zerbröselt.

Schäden und sonstige Probleme mit LPG? Keine. Wenn der Umrüster sein Handwerk versteht gibt es auch keine Probleme. Wer einen Superbilligumbau haben will, der bekommt dann eben das wofür er bezahlt hat... Und das macht dann häufig Probleme.

Ob ich wieder LPG kaufen würde?

Ja. Mein derzeitiges Fahrzeug könnte ich auf LPG umrüsten, aber es war eigentlich nur als Zwischenlösung gedacht. Zudem fahre ich nicht mehr - wie beim Audi - jedes Wochenende 440 km.

Suche eigentlich schon seit über einem Jahr nach einem LPG-fähigen Nachfolger, den ich dann wieder 10 Jahre lang fahren kann. Leider sind die Preise für dafür geeignete Gebrauchtwagen dermaßen hoch, dass ich noch nichts passendes gefunden habe. :(

Wenn schon Gas, dann das Energie-dichtere und CO2-sparsamere METHAN (CNG, Erdgas) statt das Autogas (BUTAN-PROPAN-Gemisch). Methan verbrennt mit viel weniger CO2-Ausstoß!!! Lohnt sich für die Umwelt!!!

Lohnen für den Geldbeutel: Bei 270.000 km nicht mehr umrüsten, sondern sich informieren (www.gibgas.de, erdgasfahrzeuge.de - hier auch erhältliche Modelle und TankstellenNetz - und "Auto-Umweltliste")) und ansparen auf ein Methan-Fahrzeug. Methan wird bis 2026 eine abgesenkte Mineralölsteuer haben und etwa halb so teuer wie Benzin sein - lohnt sich sicher ab 15.000 Jahreskilometer, da auch Pkw-Steuer gering und Versicherungen Umwelt-Rabatt einräumen.

Heute morgen habe ich 16,2 kg biologisch erzeugtes Methan getankt für 17 Euro - und komme 390 km weit (Golf VII TGI). CO2-Ausstoß ca 15 Gramm/km, weil CO2 zu Pflanzen wurde und dann vergärt/Bakterien, und getankt als Methan und dann verbrannt zu CO2. Lieber biologisch (oder synthetisch: power to gas) erzeugtes Methan als fossiles Butan/Propan. Ganz klar!!

Und: stehenbleiben kann man nicht, da jedes CNG-ErdgasFahrzeug noch einen benzintank hat und automatisch umschaltet auf (teures) Benzin.

LPG-Fahrzeuge waren sehr lange 'Mode'.
Es hat sich herausgestellt, dass, wenn diese auftreten, Schwierigkeiten nur mit Mühe in den Griff zu bekommen sind. Gasanlagen müssen gewartet werden, der LPG-Verbrauch ist oftmals höher, als man es gerne hätte.
Im Kurzstreckenbetrieb verbraucht man auch Benzin und im Langstreckenbetrieb nerven Gasanlagen einfach und sind nicht wirtschaftlicher als ein Diesel-Fahrzeug.
Dazu kam gelegentlich schlechte Presse, durch von unsachgemäss Gasanlagen nachgerüsteten Ventilschäden usw.

Der Rückgang von LPG-Kfz ist nachvollziehbar.

Ein quasimonovalentes CNG-fahrzeug (ab Werk) ist um Längen besser.

Suchst Du gebraucht oder willst Du unbedingt neu kaufen?
Wie wäre es mit einem VW Caddy EcoFuel? :)

wir möchten einen Opel Meriva, der vom Werk aus schon mit Gasbetrieb gebaut wurde. Z.B. einen Jahreswagen. Allein der Weg zur Arbeit beträgt über 60 km pro Strecke, also insgesamt sind es 130 km pro Tag. Diesel kommen aktuell so in Verruf, dazu die Steuern, die Schadstoffklasse, so dass ein Diesel zu teuer ist.

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@desperada

Ich kann Dir nicht mit einer Quelle belegen, dass es weniger LPG-Tankstellen werden. Aber gefühlt ist es durchaus so.
Mein Pickup hat leider eine Gasanlage, die wir auch nutzen, aber nur, weil sie da ist. In unserem Umkreis werden es weniger LPG-Tankstellen.

Deine 60 km / Richtung schreien in Wirklichkeit nach einem Diesel.
Schade, dass das für Euch nicht in Frage kommt.

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@godlikegenius

Natürlich denkt man sofort bei der täglichen Fahrerei an einen Diesel. Aber wenn ich in den Nachrichten höre, was alles für Argumente gegen einen Diesel gebracht werden, dann kann ich doch keinen mehr kaufen! Ich denke an die Steuern und an die E -Plakette. Dazu ein höherer Anschaffungspreis.....

 

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@desperada

Das ist Geschmacksache :) .

Ich habe mir erst vor ein paar Tagen ein anderes Langstreckenfahrzeug zugelassen. Einen Volvo V50 Diesel. Dieser kostet jährlich 150 Steuern, die Versicherungsbeiträge sind zu vernachlässigen, wenn man kein 18-jähriger Fahranfänger ist. Der Verbrauch pendelt sich bei unter 5 Litern / 100 km ein. Und teuer in der Anschaffung ist sowas nun wirklich nicht. Qualitativ ist das auch das höhenwertigere Fahrzeug als ein Opel.
Getankt wird alle 1000 km frühestens. Ich erinnere mich mit Grauen an den Verbrauch und die Tank-Frequenz eines ehem. LPG-Kleinwagens. Man musste Gefühl alle 400 km tanken und der Verbrauch war ekelhaft. Es war eine Mercedes A-Klasse, von der ich dachte, dass man sie preiswert bewegen könnte - das war aber falsch gedacht. Der Diesel ist wesentlich wirtschaftlicher.

Aber wie gesagt: das muss irgendwie jeder für sich selbst entscheiden. Ich würde LPG niemandem empfehlen.

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@desperada

wenn du nach den Argumenten gehst, solltest du gar kein Auto kaufen und Zug/Bus fahren. Dank Partikelfilter sind moderne Dieselmotoren sogar sauberer als Benzinmotoren. Die Steuern machen im Verhältnis auch nicht viel aus, wenn man so viel fährt. Die Anschaffungskosten für einen Diesel liegen etwa auf gleichem Niveau wie Gasfahrzeuge.

Was meinst du mit E-Plakette?

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@godlikegenius

alles richtig - dazu hat man bei LPG auch noch einen Teil des Gepäckraumes an seinen Kraftstoff vermietet...

Dann noch die (Kalt-)Laufprobleme bei einigen Motoren UND als Bonus dann noch ein Sicherheitsrisiko.

Da würden für mich nicht nur Wirtschaftlichkeit und Reichweite als Argumente zählen!

Grüße, ------>

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Wie wäre es mit einem VW Caddy EcoFuel? :)

Davon kann wiederum ich abraten. Ich weiß wie die Tanks nach ca. 80'000 km aussehen. Wenn das Fahrzeug zu alt ist (älter als 6 Jahre) hat VW bei der Kulanz gezickt -> die CNG-Caddys standen zuhauf beim Autoverwerter bei mir neben dem Arbeitsplatz. Wurden Richtung Osten verschachtert oder wegen den Teilen geschlachtet.

Alle ohne HU - Tausch der Tanks 5'000 Euro. Wirtschaftlicher Totalschaden nach 6-8 Jahren bei einer Laufleistung von unter 100'000 km.

Bei Opel nicht viel besser (Zafira), die waren dann aber zumindest bei den Tanks kulanter. Nebeneffekt: Der 1.6 CNG ist noch immer zu finden (Zafira B), jedoch alles andere als flott motorisiert. Nachteil: Wurden die Tanks getauscht, sollte das Fahrzeug dann auch gleich wieder 1'000 Euro bis 2'000 Euro über dem sonst üblichen VK von vergleichbaren Benziner-Zafiras gehandelt werden... Gebraucht... Macht nicht wirklich Sinn, daher sind das dann auch Ladenhüter. Kaufen und fahren bis sie nicht mehr gehen ist dann die einzige Alternative.

Die Versorgung mit CNG-Tankstellen ist zudem deutlich schlechter - 880 Tankstellen vs. 6611 LPG-Tankstellen. Wer nicht gerade eine CNG-Tankstelle um die Ecke hat, sollte sich daher den Kauf gut überlegen.

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