Autofahren Gangschaltung welcher Fahrlehrer hat recht?

Das Ergebnis basiert auf 18 Abstimmungen

Beide haben sozusagen recht 50%
Der neue hat recht 44%
Der alte hat recht 6%

17 Antworten

Beide haben sozusagen recht

Welcher Gang hängt von der Drehzahl ab. Wenn du andersherum im 4. Fährst und abrupt bremsen nusst, sodass ie Drehzahl stark fällt, kanns passiere, dass der Wagen im 3' Gang absäuft, weil doe Drehzahl einfach zu niedrig war.

Andersrum genau so, wenn die Drehzahl schon entsprechend hoch ist, kann man einen Gang mal überspringen, am Berg findet das der Motor aber eher ungeil.

Bei Kurven macht man sich das Leben einfacher wnen man ab dem Scheitelpunkt wieder gas gibt, weil man sich so einfacher aus der Kurve wieder rauszieht. Kann aber sein, dass der alte Fahrlehrer das so meinte, weil du beim schalten noch so unsicher warst, dass du dann eher die Spur verlassen hättest. Und er deshalb meinte lieber erst auf der geraden Gas geben und hoch schalten

Es hängt von deinen Fähigkeiten, dem Auto und der Strecke ab.

Gänge kann man überspringen, ganz klar, ist aber sinnvoller alle zu benutzen. Drehzahloptimierung.

Beim Abbiegen kannst du auch wieder Gas geben, aber halt vorsichtig. Hast du zuviel PS und du gibst zu viel Gas bricht der Wagen aus. Deshalb angemessen beschleunigen.

Als geübter Fahrer kannst das auch benutzen um durch das Beschleunigen wieder gerade zu lenken indem du das Lenkrad zwischen den Händen schleifen lässt bis es Grad steht und dann wieder zugreifst.

Beide haben sozusagen recht

Gänge überspringen ist kein Problem, wenn man das richtige Gefühl für Motordrehzahl, Kupplung und Gas hat (Erfahrungssache).
Wer unerfahren ist, sollte das aber lassen. Beim Runterschalten neigt man sonst dazu den Motor zu überdrehen oder die Kupplung zu hart zu beanspruchen und beim Hochschalten kann es passieren, dass man in den unterturigen Drehzahlbereich kommt, was sehr ruckelig werden kann.

Abbiegen genauso: Wer erfahren ist, kann auch noch während er in der Kurve ist Gas geben.
Wer unerfahren ist, könnte aber zu viel Gas geben. Der Wagen kann dann ausbrechen und ein Unfall wäre wahrscheinlich.

Der neue hat recht

Salue

Dein "Alter" lebt noch in der Vergangenheit. Damals hatten viele Auto nur 3 Gänge, sportlichere nur 4. Das nutzbare Drehzahlband war klein und so konnte man keine Gänge überspringen.

Heute ist das anders. die vielen Vorwärtsgänge überschneiden sich sehr stark, das nutzbare und effizente Drehzahlband ist viel grösser.

Ich fahre seit 30 Jahren streng nach der Eco-Fahrweise und spare dabei viel Treibstoff. Steht man in einer Kolonne weit hinten, ist eine schnelle Beschleunigung nicht möglich. So rolle ich im ersten Gang an und schalte nach 2 Metern in den 2. Gang. nachher gehe ich bis 40 km/h und schalte dann in den 4. Bei 50 km/h bin ich bereits im Höchsten (5. Gang).

Bin ich der Erste an der Ampel, dann rolle ich im 1. an, schalte sofort in den 2. und beschleunige bis 50 km/h. Dann gehe ich direkt in den 5. Gang. So hänge ich alle ab und spare Benzin.

Beim Verzögern geht man vom 5. direkt in den 3 und erst im Stand legt man den 1. Gang wieder ein.

Die Autos sind modernen geworden, viele Leute fahren aber im noch in der Vergangenheit.

Tellensohn

ganz früher musste man auch mit zwischengas schalten, damit die zahnräder in etwa gleich schnell ineinandergriffen, wenn man sie zusammenschob. dann wurde die synchronisierung erfunden

http://www.cisitalia.com/pdf/prensa/5/1958%201201%20Motor%20Rundschau%2012-1958%20ger.pdf

schaust du hier: vollsynchronisierung, bzw servo sperrsynchrinisierung

die hierbei verwendeten synchronringe jaulten und wurden entsprechend weit mehr beansprucht, wenn man die gänge nicht nacheinander geschaltet hat.
das ist mittlerweile kein so grosses thema mehr.

beim motorrad hat man eine sequentielle schaltung, da gibt es diese frage eher nicht.

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