autobahn geschwindigkeitsbegrenzung?

16 Antworten

Du läßt Dich von irgend einem Idioten hetzen, der keinen Abstand einhält? Ich sag Dir, was ich gemacht hätte:

Ich hätte ganz kurz die Bremse angetippt, damit der hinten die lichter sieht, und dann auf die erlaubte Geschwindigkeit gebremst. Sachte, gemächlich... aber sicher. Und wenn der hinten auf die Pelle rückt und drängelt, erfüllt das den Straftatbestand der Nötigung (soweit ich weiß)

Denn.... wenn Du geblitzt worden bist, kannst Dich darauf einstellen eine Weile Fußgänger oder eifriger Nutzer des ÖPNV zu werden! Jeder Richter würde sagen: "Warum ham se nicht gebremst?"

Natürlich blieb Dir eine Wahl - Du kannst doch sobald Du das 120er Schild siehst langsam aber zügig runterbremsen, der hintere muss auch bremsen. Natürlich, wenn Du siehst er würde Dir ins Heck knallen und um einen Unfall zu verhindern, konntest Du nicht runterbremsen, dann ist natürlich die Unfallverhinderung das Wichtigste. Nur solche Situationen musst Du dann im Zweifel, wenn Du also auch noch gerade da geblitzt wurdest, vor Gericht klären. Aber nur weil der hintere erst mal mit gleichbleibender Geschwdindigkeite weiterfährt kannst Du nicht dassselbe tun - Du musst eben mittels Rückspiegel prüfen dass er, wenn Du bremst, auch runterbremst.

ich bin mir halt nicht ganz sicher ob ich geblitzt wurde mich interessiert halt was wäre wenn.

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Mal angenommen ich wurde geblitzt kann ich dagegen klagen?

Natürlich, klagen kann man immer, das ist dein gutes Recht. Die andere Frage ist, ob du auch Recht bekommst und da habe ich große Zweifel.

Rechts jedoch ist alles voll die Autos fahren dicht aneinander.

Dann ist es vielleicht auch ein bischen viel, bei einer geschlossenen Kolonne mit 200+ vorbeizubrettern. Da muss man immer mit einem rechnen, der plötzlich ausschert. Die Richtgeschwindigkeit ist 130 und für alles darüber muss man das Risiko ganz alleine tragen, wenns schief geht.

Wie sieht da die Rechtslage aus mir blieb ja keine Wahl,

Doch, du hättest zumindest ganz vom Gas gehen können und anschließend leicht abbremsen. Um den Hintermann zu warnen kannst du bei Gas wegnehmen auch schon mal kurz die Bremse antippen.

der wäre auf mich drauf geknallt

Wie gesagt, das Risiko (Betriebsgefahr) tragen zunächst mal alleine die, die über der Richtgeschwindigkeit fahren. Dieses Risiko auf andere abzuwälzen nimmt dir kein Richter ab.

also gab ich weiter gas und nach den ganzen autos zog ich rechts rüber. Mal angenommen ich wurde geblitzt

Dann hattest du 80 du viel drauf und das kostet dich unter anderem den Führerschein.

Die Richtgeschwindigkeit ist 130 und für alles darüber muss man das Risiko ganz alleine tragen, wenns schief geht.

Dies ist, bezüglich Richtgeschwindigkeit, so nicht korrekt! Es gibt allenfalls eine Mithaftung - aber ganz sicher keine volle Haftung!

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@Eichbaum1963

Das ist natürlich verkürzt dargestellt gewesen, weshalb ich auch vorsichtshalber keine typisch juristischen Begriffe gewählt habe. Tatsächlich ist es so, dass selbst dann, wenn es einen eindeutigen Unfallverursacher gibt, der zu 100% Schuld am Unfall hat, dennoch auch ein schuldloser Schnellfahrer in die Mithaftung genommen wird. Die üblichen Sätze liegen da bei so um die 30 - 40 %. Zusätzlich haben die Versicherungen in der Regel die Möglichkeit, in diesen Fällen auch noch sehr hohe Selbstbeteiligungen zu verlangen.

Insofern trägt man ein Risiko als Schnellfahrer, selbst wenn man objektiv schuldlos an einem Unfall ist, auf einem großen Teil seines Schadens sitzen zu bleiben und genau dieses Risiko trägt man dann tatsächlich ganz alleine.

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@Hamburger02

Ja, so bei 25-40% liegt die Mithaftung - je nach Höhe Geschwindigkeit über 130 km/h.

Zusätzlich haben die Versicherungen in der Regel die Möglichkeit, in diesen Fällen auch noch sehr hohe Selbstbeteiligungen zu verlangen.

Nennt sich eher Regressforderung - denn eine Selbstbeteiligung gibt es in der Kfz-Haftpflicht nicht.

Und um da in Regress gehen zu können, muss eine Obliegenheitsverletzung vorliegen: z. B. unerlaubtes entfernen vom Unfallort, fahren unter Alkoholeinfluss, Vorsatz, Fahren ohne FE...

Ergo Straftaten.

Was du meinst, gilt allenfalls für die Vollkaskoversicherung.

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