Auto von Privat gekauft und nun den Schaden?

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8 Antworten

Hier bewegst du dich rechtlich gesehen in einer schwierigen Lage.

Soweit ich weiß, musst du als Käufer eine Sachmangel bei einem Privatverkauf nachweisen.

Ich kann dir nur raten einen Gutachter zubeauftragen, der etwaige Vertuschungsversuche nachweisen kann. Evtl. kann er diese auch zeitlich aufgrund von Verschmutzungen eingrenzen.

Weiterhin solltest du den Kaufvertrag anwaltlich prüfen lassen. Versichert der Verkäufer, dass das Auto einwandfrei funktioniert und keine Mängel vorhanden sind und ein Gutachten belegt diese Aussage, kannst du den Kaufvertrag anfechten und dein Geld zurückverlangen.

Ein Anwalt kann dich hierzu auch weitergehend beraten. Evtl. kannst du auch eine Anzeige wegen Betruges machen.

Viel Glück.

Wenn die Gewährleistungsrechte nicht explizit ausgeschlossen wurden, hat der Verkäufer dafür zu sorgen, daß das Auto ohne Sachmängel ist. Sowohl das Motor- als auch das Scheibenproblem verhindern eine ordnungsgemäße Nutzung des Autos. Du kannst also entweder dem Verkäufer die Möglichkeit geben, das zu reparieren, oder vom Kaufvertrag zurücktreten. Wenn er sich weigert, dann halt über einen Anwalt einklagen.

Ist es so, das ich dem Verkäufer dreimal die Möglichkeit geben muss, um den bzw. die Mängel zu beseitigen oder ist das ein Irrtum der Allgemeinheit?

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@saja76

Wenn es nach dem ersten Mal immer noch kaputt ist, kann man vom Kaufvertrag zurücktreten. Es sei denn, er hätte wirklich versucht, den Defekt zu beheben. Hat er aber nicht.

Allerdings hast du, wie ich gelesen habe, jegliche Sachmängelhaftung schriftlich ausgeschlossen. Daher ist der Verkäufer eigentlich zu gar nichts verpflichtet, und du nicht mehr aus der Sache rauskommst. Bei Ausschluß der Sachmängelhaftung sollte das Auto gründlichst von einem der Ahnung hat inspiziert werden.

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wenn du das alles nachweisen kannst dann fordere den verkäufer schriftlich mit frist auf die mängel abzustellen. er wusste davon, das musst du da aber auch nachweisen können

stellt er die mängel nicht ordnungsgemäss ab kannst du rückabwicklung des kaufes verlangen. das durchsetzen wird dann dann aber schwieriger

Du scheinst eine echte Bastelbude an Land gezogen zu haben. Wenn ich mir die (seltsamen) Vertragsbedingungen anschaue, dann sieht es schlecht aus für Dich.

Hier empfehlen praktisch alle, einen Anwalt einzuschalten. Ich glaube aber, der ganzen Geschichte zu entnehmen, dass wir hier von einem 300-Euro-Kauf sprechen.

Sollte dies so sein, kann die Einschaltung eines Anwalts, im ungünstigsten Fall, Dich noch mehr Geld kosten, als Du für das Auto bezahlt hast.

Sollte ich mit meiner Kaufpreis-Schätzung richtig liegen, dann würde ich die 300 Euro als Lehrgeld betrachten und das nächste Mal beim Kauf jemanden mitnehmen, der Ahnung von Autos hat. Hättest Du so jemanden beim Besichtigen/Probefahren dabei gehabt, dann wäre es gar nie zum Kauf dieser Ruine gekommen.

Du kannst ja versuchen, den Verkäufer noch mit vielen Forderungen um Nachbesserung zu nerven. Wenn man aber bedenkt, dass jetzt schon viele Mängel vorliegen -  Windschutze, Nässe am Dachhimmel, Motorleuchte - dann dürfte selbst dann wenn dies alles behoben würde, schon die nächsten vier bis fünf Probleme in Kürze auf Dich warten.

Es waren " lediglich" 1650,00 € aber für meine Zwecke dennoch ausreichend. 

Natürlich hätte ich und hätte ich, dann hätte ich...

es sind noch dazu zwei Mängel, einmal beim Bremsen schleifendes Geräusch von hinten und die Handbremse muss nachgestellt werden, die kann ich bis dach Himmelförde ziehen, bis sie greift...

ich weiß, hätte ich... 

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@saja76

Puh...1650 Euro sind natürlich schon ein Brett, was man ungern als Lehrgeld abbucht.

es sind noch dazu zwei Mängel, einmal beim Bremsen schleifendes Geräusch von hinten

Wie war das denn bei der Probefahrt? Also bereits wieder was Teures, falls es Metall auf Metall ist, was dieses Schleifgeräusch beim Bremsen erzeugt.

Die weiteren "hätte" erspare ich mir jetzt.

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Wie hat der Verkäufer denn die Reparatur des Abgasrückventils bewiesen? Hat er Dir das alte, defekte Teil gezeigt?

Ich vermute die haben Dich über den Tisch gezogen. So eine Karre kauft man nicht!!

Was sagt denn der Kaufvertrag? Ist es ein ordentlicher (z.B. ADAC) Vertrag? Wurde die Sachmängelhaftung explizit ausgeschlossen? Wurde das Auto als Unfallwagen oder unfallfrei verkauft? Wurde im Kaufvertrag auf Mängel hingewiesen?

Wie auch immer. Ich rate Dir, nimm einen Anwalt und lass den das klären.

Das nachstehend beschriebene Fahrzeug wird unter Ausschluss jeglicher jeglicher Sachmängelhaftung ( wie die Sache steht und fällt)verkauft. Der Ausschluss bezieht sich auch auf jede öffentliche Äußerung und Werbung seitens des Herstellers zu Eigenschaften des Fahrzeuges. Der Tachostand gibt keine Auskunft über die tatsächliche Laufleistung des Fahrzeuges, sofern es kein Erstbesitz ist. Unfallfreiheit kann, falls es kein Erstbesitz ist, nicht gewährleistet werden. Unfallfreiheit kann nur während des eigenen Besitzes zugesichert werden. Dies muss bei besonderen Vereinbarungen festgehalten werden. 

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@saja76

Was ist denn das für ein Kaufvertrag?
Vom ADAC, Autoscout, mobile.de oder Zweckform scheint der nicht zu sein.

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Er hat mir nichts nachgewiesen, er meinte noch, er hätte das Auto bei VW auslesen lassen und da war alles in Ordnung. 

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@saja76

Na... Wenn er den Fehlerspeicher vor dem Verkauf bei VW hat auslesen lassen, dann war da ja schon einmal ein Mangel vorhanden. Wenn das so stimmt und er nicht mit der Trinkgeld- und Ich-Kenne-Da-Einen-Geschichte um die Ecke kommt, dann müsste es ja eigentlich eine Rechnung oder einen Auftrag dazu geben. Hake da nach, idealerweise bei der VW-Werkstatt.

Und so toll kann sein Schrauber ja nun auch wieder nicht sein, wenn er zum Auslesen der Fehler zum Vertragshändler fahren muss.

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Du hättest das Auto nicht kaufen sollen. Gründe dafür bzw. dagegen gab es ja bereits auf der Probefahrt.

Ein Verkäufer, der den Mangel nach der Probefahrt kennt und die Lösung des Problems anbietet und sich auch anschliessend weiter um das Auto kümmert, scheint erst einmal recht freundlich (und kompetent/sachkundig) zu sein. Aber irgendwie klingt es auch so, als ob er sich der ganzen Mängel bewusst ist.
Hätte er ein reines Gewissen, so würde er sich um gar nichts kümmern müssen und auf den Standardkaufvertrag verweisen.

Ich fürchte, dass Du dich bereits in einem Bereich befindest, in dem es ohne Vertragsdetails, unumstösslich Diagnosen, Gutachten und Anwalt nicht mehr weiter geht. Zumindest nicht, wenn Du die Angelegenheit ein für alle Mal geklärt haben möchtest.
Grundsätzlich, wenn es sich um einen Kaufvertrag von Privat an Privat handelt, müsstest Du ihm jetzt arglistige Täuschung nachweisen. Dann könntest Du von dem Kaufvertrag zurücktreten (Rückabwicklung Zug um Zug).

Wurde der während der Probefahrt auftretende Fehler und seine Beseitigung im Kaufvertrag fixiert?
Und hast Du den Eindruck, dass der Verkäufer wirklich eine Privatperson ist? War das Auto vorher auf einen plausiblen Zeitraum auf den Verkäufer zugelassen?

Wer setzt in Zeiten wie diesen denn noch eine Frontscheibe schief ein und wie bessert der Privatverkäufer das um Himmels Willen nach?
Weshalb hat er immer einen 'Schrauber' zur Stelle?
Und um was für ein Auto handelt es sich eigentlich? Alter, Laufleistung, Kaufpreis?

Mir kommt das alles seltsam vor.

Laut Papiere, war das Auto nicht auf seinem Namen angemeldet.Und ich meine mich erinnern zu können, dass er sagte, er nahm den in Zahlung. Er hat einige Autos dort auf dem Hof zu stehen... Meine Vermutung ist, das er das nebenberuflich macht und den " seinen Schrauber" geringfügig oder wie auch immer angestellt hat. Er selbst arbeitet wohl in Hamburg...

Hinterher ist man immer schlauer und ich könnte mich selbst in den A.... beißen vor Dummheit... 

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@saja76

Kein Problem. Jetzt wird es nur einfacher für Dich.
War allerdings bereits nach dem Passus in dem Kaufvertrag (anderer Beitrag von Dir) klar.

Er handelt also offensichtlich gewerblich und hat nicht rechtswirksam die Gewährleistung ausgeschlossen. 
Fordere Nachbesserung, setze Fristen. Nimm Dir einen Anwalt, solltest Du Dich mit ihm nicht einigen können oder er die Frist ungenutzt verstreichen lassen. Du wirst den Anwalt eher nicht bezahlen müssen. Du hast es leider mit einem schwarzen Schaf zu tun. 

Bist Du Gewerbetreibender?
Hast Du das Auto als Fa gekauft?
Hast Du im Kaufvertrag eine ausländische Adresse angegeben?

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@saja76

alle 3 Fragen - Nein

Dann mal ran an den Speck.
Ich freue mich immer, wenn meine Mitbewerber in ihre Schranken gewiesen werden. Insbesondere, wenn dies mehr oder weniger vor meiner Haustür geschieht.

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@godlikegenius

Eine schriftliche Nachbesserung und Frist ist angebrachter oder sollte ich ihn anrufen und ihn in Vorkenntnis setzten?

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@saja76

Google bitte :-) .

Ich bin keine Rechtsberatung und habe Dich mit überdurchschnittlich viel Text hoffentlich bereits in die Richtung lenken können, die ich persönlich für richtig halte.

Kann jetzt unmöglich auch noch die Rechtsberatung übernehmen und mir meinen Kopf über Formulierungen und Fristen zerbrechen, ohne irgendwelche Details zu kennen.

Viel Erfolg!
Ich denke, dass Du keine schlechten Karten hast.

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@saja76

Und das macht es nicht wirklich einfacher, aber eben auch nicht unmöglich:

Es waren " lediglich" 1650,00 € aber für meine Zwecke dennoch ausreichend.

Es gibt Richter, die sagen dann: "Was haben sie denn bei dem Kaufpreis eigentlich erwartet?" Und das ist auch richtig so.
Allerdings gestattet das dem Verkäufer nicht, sich wie ein Gesetzloser über geltende Bestimmungen hinwegzusetzen.

Du solltest Nachbesserung verlangen, Fristen setzen und im Falle des Nichterfolges mal einen Anwalt hinzuziehen.
Dokumentiere alles!

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@saja76

paar Autos am Hof - sieht nach Gewerbe aus - das Finanzamt wird sich freuen ....

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@peterobm

Das heisst ja nicht, dass der Verkäufer nicht ordnungsgemäss gemeldet ist, monatlich meldet und brav zahlt.
Es geht darum, dass er versucht die Sachmangelhaftung zu umgehen.

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Klar, er hat dich nicht drauf hingewiesen somit muss er den Wagen zurück nehmen.

Bei der ersten Probefahrt hätte Dir schon ein Licht aufgehen müssen und Abstand vom Kauf nehmen müssen.

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