Auto Verkauft aber Käufer holt den Wagen nicht ab, wie bekomme ich mein Geld?

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7 Antworten

Hallo,

dann fassen wir doch mal zusammen:

  • Warum wartest du überhaupt ein Jahr lang auf den Kerl?
  • Ihr habt einen rechtsgültigen Kaufvertrag! An den sind beide gebunden.
  • Erfüllt einer der beiden seine Pflichten aus diesem Vertrag nicht, kann der andere vom Vertrag zurücktreten.
  • Dafür muss "dem Vertragsbrüchigen" eine angemessene Frist gesetzt werden.
  • Die Anzahlung darfst du rein rechtlich nicht so ohne weiteres behalten.
  • Du kannst aber, sofern es zum Rücktritt kommt, unter gewissen Umständen den dir entstandenen Schaden daraus geltend machen.
  • Du verkaufst du den Wagen nun an jemand anderen. Erzielst du jetzt dafür nur einen geringeren Betrag, ist die Differenz der dir entstandene Schaden.
  • Einfach behalten darfst du maximal den Betrag der Differenz und das auch nicht einfach so.
  • In der Praxis und im speziellen Fall ist das aber am einfachsten und der andere wird sich wohl kaum einen Anwalt nehmen und dagegen vorgehen.
  • Jede gerichtliche oder anwaltliche Aktion wird dir nichts bringen. Das kostet nur Zeit und Nerven und du schmeißt noch weiteres Geld hinterher.


Was ist zu tun?

  • Dem Käufer schriftlich - am besten per Einschreiben mit Rückschein - eine angemessene Frist setzen.
  • Nach der bereits verstrichenen Zeit dürften zwei Wochen ausreichen.
  • Sollte er diese verstreichen lassen, wiederum schriftlich vom Vertrag zurücktreten.
  • Nie und nimmer und in keinem von beiden schriftlich etwas davon erwähnen, dass du die 500 Euro behalten willst / wirst.
  • Damit kommst du frühestens nach dem erneuten Verkauf des Wagens um die Ecke und sowieso nur dann, wenn er dich darauf anspricht.
  • Sollte er dich schon vorher darauf ansprechen, dann musst du halt schon dann das "Einbehalten" der Anzahlung mit dem Ausgleich des dir entstandenen Schadens und der dir entstandenen Kosten begründen.


Bitte darauf achten, dass diese Vorgehensweise für dich "best practice" darstellt, das Einbehalten der Anzahlung aber rechtlich nicht einwandfrei ist, wenn dies nicht auch vertraglich vereinbart wurde.

https://dejure.org/gesetze/BGB/346.html

https://autokaufrecht.info/2015/08/schadensersatz-nach-ruecktritt-des-verkaeufers-vom-kaufvertrag/

Das Fallbeispiel im zweiten Link passt nicht zu deinem Fall. Für dich ist nur Punkt 1 direkt nach der Unterschrift wichtig.

Eventuell auch Punkt 2 - das würde dir das zweite Schreiben für den Rücktritt ersparen.

Was sich daraus ergibt bzw. wie sich der Käufer dann verhält, solltest du einfach abwarten.

Viele Grüße und viel Erfolg

Michael


Trete vom Vertrag zurück, weil er sich nicht dran hält, behalte die 500 € als Entschädigung und verkaufe den Wagen an jemanden, der ihn auch bezahlen kann. (ken Anspruch auf rechtliche Richtigkeit)

Du solltest alternativ auch Gebühren von ihm verlangen. Er sollte ihn abholen, parkt aber bei dir. Das kannst du dir bezahlen lassen.

Wenn Du an den Weihnachtsmann glaubst, mach so weiter.

Ich hätte dem nach zwei Monaten eine Frist von einem Monat gesetzt und ansonsten die 500 Euro abzüglich meiner Kosten zurückgegeben udn das Auto an jemand annderen verkauft.

Wie Du nach einem Jahr noch eine sinnvolle Frist setzt?

Versuche es wenigstens jetzt und wirf nicht gutes Geld schlechtem hinterher.

Ich würde ihm dem Vertrag nach Fristsetzung kündigen und die 500 Euro behalten. In einem Jahr hat das Auto mit Sicherheit mehr Wertverlust erlitten als die 500 Flocken.

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Schreibe ihm einen Brief in dem du eine Frist setzt von zwei Wochen den Wagen abzuholen und zu bezahlen. Sonst wirst du für jeden weiteren Tag eine Verwahrungsgebühr von 15 Euro verlangen.

Oder drohe ein gerichtliches Mahnverfahren an.

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Ihr habt einen Vertrag abgeschlossen, auf dessen Einhaltung kannst Du bestehen.

Setze dem Käufer eine angemessene Frist.
Berechne Standgebühren nach dem Verstreichen dieser Frist, kündige dieses natürlich an. 
Schreibe ihm, dass Du bei Nichterfüllung unter Einbehaltung der Anzahlung vom Kaufvertrag zurücktreten wirst, sobald die Standgebühren die Anzahlung 'aufgefressen' haben.

Oder Anwalt usw., der macht Dir da auch noch eine Schadenersatzforderung draus.
Aber das bekommt man eigentlich auch ohne hin.

Das sollte man in jedem Fall ohne Anwalt hinkriegen. Den: Wer würde diesen bezahlen? Der Käufer ist anscheinend mittellos, bei dem gibts wahrscheinlich nichts zu holen.

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Setze ihm eine angemessene Frist mit einem festen Datum. Wenn er die verstreichen lässt, verkaufst Du das Auto so.

Theoretisch muss er die Differenz zu dem alten Kaufpreis ersetzen, das geht aber nur wenn er Kohle hat und über einen Zivilprozess.

Ich würde daher max. die 500.- behalten mit dem Hinweis auf den Schaden und ihm den Rest erlassen da Du ja an der Wertminderung mitschuld bist wenn Du ein Jahr freiwillig ohne Zwang gewartet hast bis Du ihm eine Nachfrist gesetzt hast.

Warum habe ich eine Mitschuld, habe mich doch ein mal im Monat bei ihm gemeldet und er hat ja jedes mal gesagt das er den Wagen weiterhin haben will und sich darauf freut etc. Außerdem haben wir doch einen gültigen Vertrag geschlossen.

Ich gehe auch mal davon aus, das er den Wagen wohl auch weiterhin haben will, ihn nur nicht bezahlen kann, weil an sonnsten währe er doch sicher vom Vertrag zurück getreten und hätte seine Anzahlung gefordert.

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@Ofenroller

Du bist zu gutgläubig.

Der Typ hat seine finanzielle Situation nicht im Griff und ist auch nicht in der Lage, seine Dinge zu regeln. Der lässt es einfach laufen und macht sich weiter keine Gedanken.

Löse den Vertrag durch Fristsetzung so schnell wie möglich, behalte die 500€ als Teilentschädigung und verkaufe das Auto so schnell wie möglich. Es verliert ständig an Wert.

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Setzt ihm einfach eine Frist
Wenn er bis dato das Fahrzeug nicht abgeholt hat Verkauf es an jemand anderes

Das kann er nicht.  Dazu muss erst ein gerichtliches Mahnverfahren eingeleitet werden. 

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Warum den das ?

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@pennergame00

Weil ihm das Auto nicht mehr gehört. Auch, wenn der Käufer noch nicht gezahlt hat, ist dieser der Eigentümer des Autos.

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@ronnyarmin

Kann ich mir nicht vorstellen, das Auto gehört bis zur kompletten bezahlung dem Verkäufer nicht dem Käufer.

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@AntwortMarkus

Kann nicht sein, aus folgendem Grund, Ich habe vor ca. einem Jahr einen Artikel im Internet gekauft und den bezahlt und den nie erhalten, daraufhin die Person angezeigt etc. War letzte Woche zur Gerichtsverhandlung, deswegen der artikel wurde von der Polizei sogar sicher gestellt aber die Person die das verursacht hat ist nicht zur verhandlung gekommen. Habe dann den Richter gefragt ob ich den Artikel ausgehändigt bekommen kann weil es ja meiner ist da ich ihn ja bezahlt habe, da meinte er nein das geht nicht da der Artikel sich immernoch in Besitz des Verkäufers befindet bis er seine Zustimmung gibt ihn mir auszuhändigen. Da er aber nicht anwesend war konnte der Richter ihn auch nicht fragen ergo konnte mir der artikel nicht ausgehändigt werden.

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@Ofenroller

Du verwechselst Besitzer mit Eigentümer.

Kann ich mir nicht vorstellen, das Auto gehört bis zur kompletten bezahlung dem Verkäufer nicht dem Käufer.

Nein. Das Auto gehört dem Käufer, sobald der Kaufvertrag vereinbart wurde.

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@ronnyarmin

irgendwie kann ich mir das nicht vorstellen, dann könnte der Käufer mich ja auf herrausgabe des Fahrzeuges verklagen ohne den Wagen zu bezahlen.

So wie du das sagst heisst das ich kann einfach ein Fahrzeug kaufen eine Anzahlung leisten und mir den Wagen dann ohne die Kaufsumme einklagen, irgendwie kann ich mir das beim besten willen nicht vorstellen.

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