Auto verkaufen, Frage wegen Abmeldung/Ummeldung

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10 Antworten

Hallo themacianer,

ich würde das Auto auch auf jeden Fall nur im abgemeldeten Zustand verkaufen oder nach dem Kauf mit dem Käufer zur Zulassungsstelle fahren, damit er den Wagen dort entweder in Deinem Beisein ummeldet oder aber abmeldet und sich die sogenannten Kurzeitkennzeichen holt, die 5 Tage gültig sind.

Ich selbst hatte auch schon einmal das Problem, dass ich ein Auto angemeldet verkauft habe und der Verkäufer es trotz vertraglicher Zusicherung auch nach 2 Monaten nicht abgemeldet hat. Nicht nur, dass ich die Versicherung und Steuer für den Zeitraum weiter zahlen musste, so kamen auch noch Bußgeldbescheide für Ordnungswidrigkeiten hinzu, die der Käufer gleich mehrmals begangen hat.

Man muss zwar für die Ordnungswidrigkeiten oder im schlimmsten Falle Straftaten die der Käufer begangen hat nicht gerade stehen, aber dennoch muss man als Halter bei jeden einzelnen Verstoß erst mal die Schreiben im Empfang nehmen und der jeweiligen Stelle eine Ablichtung des Kaufvertrages zusenden und erklären, dass Du nicht mehr der Eigentümer bist.

Aber auch wenn Du den Wagen abgemeldet verkauftst, ist ein Kaufvertrag unumgänglich und zwar nicht nur mit Datum, sondern auch mit Uhrzeit. 4 Monate nach Verkauf meines letzten Fahrzeuges (wohlgemerkt abgemeldet) habe ich ein Schreiben vom Ordnungsamt einer 200 km entfernten Stadt bekommen und ich sollte neben einer Strafe für das illegale Entsorgen eines ausgeschlachteten Fahrzeuges auch noch die Kosten für das Abschleppen und die Beseitigung von mit durch ausgerittenes Öles verunreinigten Erdreiches aufkommen. Ohne Kaufvertrag hätte ich ziemlich blöd da gestanden, aber mit Kaufvertrag war das ein Schreiben mit Ablichtung des Kaufvertrages und so war die Sache für mich erledigt.

Also noch einmal zusammengefast. Es kann viel schief gehen beim Verkauf eines Fahrzeuges. Deshalb lieber auf Nummer sicher gehen, Fahrzeug abmelden, verkaufen und Kaufvertrag unter Vorlage des Personalausweises unterschreiben lassen.

Schöne Grüße
TheGrow

Rechtlich gesehen haftest du bis zur Ab- bzw. Ummeldung für Kfz-Steuer und Versicherungsbetrag :-(

Das birgt - zumal bei einem ausländischen Käufer oder Exporteur - ein erhebliches Risiko :-O

Für eine Rückstufung nach einem Unfall haftest du nicht, wenn Datum und Uhrzeit der Übergabe dokumentiert sind :-)

Da eine Abmeldung dein Geld kostet, die eines (gelben, nicht roten) Kurzzeitkennzeichens aber die des Verkäufers, regelt man das zweckmäßigerweise so:

  • ihr schließt Vertrag mit Anzahlung, dann
  • übergibt man dem Käufer Papiere und alte Kennzeichen zur Ummeldung
  • und mit den Unterlagen und Restkaufpreis in bar (!) bekommt er den Wagen mit Schlüsseln und fährt mit seinen Kennzeichen los :-)

Alternativ kann man die Ummeldung auch gemeinsam erledigen und Übergabe und Barzahlung vor dem StVA regeln.

G imager761

Ich habe Autos bisher immer angemeldet verkauft, denn

  • der Käufer kannt sonst keine Probefahrt machen
  • Es ist ein eingefriedetes Grundstück oder Garage erforderlich, auf dem das Auto abgestellt sein muss
  • Interessenten von Auswärts haben üblicherweise keine roten Kennzeichen dabei.

Die Vordrucke, die der ADAC für den Autokauf bereithält enthalten eigentlich alles, was man braucht, um sich abzusichern:

  • Quittungen für Übergabe Fahrzeug und Übergabe Kaufpreis
  • Versicherung des Käufers, dass er innerhalb von X Tagen (Vorschlag: 3) den Wagen umzumelden hat
  • Benachrichtigung von Zulassungsstelle und Versicherung über den erfolgten Verkauf

Hast du soviel Vertrauen in den Käufer das du ihm das Auto angemeldet übergibst. Oder macht einen Termin aus wo ihr euch vor dem Straßenverkehrsamt trefft, du meldes dein Auto ab übergibst ihm die Papiere und er meldet es auf sich an.

Auf jeden Fall nur abgemeldet übergeben. Da sparst du dir evtl. später viel Ärger. Sollte der Käufer mit dem Auto wirklich Unsinn anstellen (es einfach im Wald abstellen, einen Überfall damit begehen etc.) würde ich mich da im Zweifelsfall nicht auf ein Stück Papier verlassen. Auch wenn er es einfach mal nicht auf sich anmeldet, den Ärger und die Lauferei hast hinterher dann trotzdem erstmal du.

Hallo, ich würde es in jedem Fall abmelden, du hast sondt als verkäufer keine garantie, das der Käufer den wagen ummeldet, leider hast du dann auch ein problem mit den Probefahrten. Alternativ kannst du zum Vertrag auch eine Klausel hinzufügen ( ist bei standartvertägen eh drinne glaub ich ) in der sich der Käufer verpflichtet den Wagen ab/umzumelden, selbst wenn er es nicht tut bist du dann auf der sicheren Seite. Aber auf jeden Fall den Verkauf nur mit Vertrag und auch unbedingt den Ausweiß zeigen lassen

Im Kaufvertrag wird das Datum und die Uhrzeit der Übergabe festgehalten und außerdem verpflichtet sich der Käufer das Auto umzumelden. Immer den Personalausweis zeigen lassen!!!!

themacianer 29.01.2013, 08:59

das heißt ich kann das Auto ohne Probleme angemeldet lassen? Hab schon gehört dass es öfters Probleme damit gegeben hätte

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Natürlich kannst Du die Uhrzeit reinschreiben. Du solltest aber auf jeden Fall umgehend, also wirklich so schnell wie möglich, Deiner Versicherung Bescheid geben, dass Du das Auto verkauft hast. Die wollen n der Regel auch den Nameners des Käufers wissen.

Du solltest das Auto abmelden. Nummernschilder entfernen. Der Käufer muß, um das Auto zu fahren, ein rotes Nummernschild anbringen. Alles andere ist nicht mehr Deine Sache.

http://www.adac.de/_mmm/pdf/2011_Kaufvertrag_priv_priv_33300.pdf


Schon mit dem Eigentum am Kfz geht die Versicherung auf den Käufer über. Deshalb beeinträchtigt ein nach der Eigentumsübertragung vom Käufer verursachter Unfallschaden nicht den Schadenfreiheitsrabatt des Verkäufers, auch wenn das Kfz noch nicht umgeschrieben ist.


TheGrow 29.01.2013, 09:27

Der Link geht leider nicht, bzw. man landet auf einer Übersichtsseite des ADAC

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