Auto-Unfall. Ist das ein Kfz-Versicherungsbetrug? Betroffener zwängt mir weitere kosten auf.

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12 Antworten

Tatsächlich wendet dein Kfz-Versicherer schon gegnerische Forderungen ab, die er als nicht unfallursächlich einstuft. Dafür darfst du selbst Stellung nehmen.

Im Übrigen kommt es auf die Schadenshöhe garnicht an, wenn du zurückgestuft wirst. Das wäre also nur dann interessent, wenn du die Schadenssumme selbst bezahlen wolltest, um eine Rückstufung zu verhindern. Deine Versicherung rechnet dir gerne aus, ob sich das im Vergleich höherer Prämien lohnt.

Ansonsten hat der Geschädigte aber eben Anspruch, so gestellt zu werden, wie er vor dem Unfall war, selbst wer er die Wertminderung garnicht instandsetzt und so hinnähme. Und tatsächlich ist es bei einem Anprallschaden oft nicht nur das Nummerschild, was sich verbiegt oder bricht :-O

G imager761

Hi, Naomiro! Unser System sieht so aus: Du persönlich hast von Seiten des Unfallgegners keine Ansprüche zu befürchten - das wird abgesichert über die KFZ-Haftpflicht des Fahrzeughalters, also Deines Freundes - oder ohne Inanspruchnahme der Versicherung durch ihn direkt. Das Risiko geht man ein, wenn man sein Auto verleiht. Da spielt es am Ende keine Rolle, dass er dafür nichts kann.

Die schlechte Nachricht für Dich ist: Der Freund kann von Dir Schadenersatz fordern. Also Reparaturkosten, Wertminderung sowie den Betrag, den die Höherstufung in der Versicherung ausmacht.

Und zu der anderen Frage: wenn Du keine Fotos gemacht hast, wird es schwer sein, nachzuweisen, dass das nicht stimmt oder Schäden von vorher sind. Bei den heute lackierten Stossfängern kommen schnell mal zwischen 400 - 1000 Euro zusammen - je nachdem, wie das beseitigt werden kann. So die Richtung würde ich annehmen. Auf jeden Fall solltet ihr Euch dann einen detailierten (!) Kostenvoranschlag von einer Werkstatt geben lassen - und wenn Euch das dann komisch vorkommt, könnt ihr das in einer Werkstatt oder über die Versicherung gegenkalkulieren.

Am Ende ist das eine Rechenaufgabe: was ist teuerer: selbst bezahlen oder die Kosten für die Höherstufung. Das könnt ihr durch einen Anruf bei seiner Versicherung erfragen, sobald ihr einen Kostenvoranschlag habt.

Mein Rat daher: meldet es auf jeden Fall direkt und gleich der Versicherung - unabhängig davon, was ihr am Ende macht. Wenn ihr es dann selbst zahlt, schadet die Meldung keinem. Und am Ende wirst Du Deinem Freund eh Geld geben müssen. So sieht es aus. Nicht schön aber ich hoffe, ich konnte Dir damit weiter helfen. Gruß Don

H2Onrw 19.01.2015, 11:51
Du persönlich hast von Seiten des Unfallgegners keine Ansprüche zu befürchten >

stimmt nicht - der Geschädigte kann seine Ansprüche auch direkt beim Fahrer nach § 823 BGB bzw. § 18 StVg geltend machen. Er muss dies nicht zwangsweise bei der Versicherung oder dem Halter. Der Geschädigte hat hierzu das Wahlrecht.

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DonCredo 19.01.2015, 11:52
@H2Onrw

Okay, danke für die Info. Hab ich so auch nicht gewusst! Gruß Don

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Wenn der Schaden nicht bei der KFZ Haftpflicht Versicherung gemeldet wird, dann hast du schlechte Karten. Woher weißt du, daß nicht noch weitere Forderungen kommen?

Dein Freund soll den Schaden melden, die Versicherung wird nur zahlen was sie muß. Dein Freund soll seine Zweifel mit anmelden, damit der Sachbearbeiter dem nachgehen kann. Dein Freund wird über die Schadenhöhe am Ende informiert. Dann kannst du immer noch alles zurück zahlen. Damit dein Freund nicht hochgestuft wird. Du gehst kein Risiko ein dabei. Im Gegenteil, es ist viel sicherer über die Versicherung solche kleinen Schäden zu regeln. Man kann sie doch zurück kaufen/sich frei kaufen.

Also erstens kann man den Schaden tatsächlich erst beurteilen wenn man z.B. nachschauen kann wie es unter / hinter der Stoßstange aussieht. Das kann man so gar nicht sehen.

Die Aufhängung, auf der die Stoßstange hängt, kann z.B. geknickt bzw. verzogen sein, so dass diese nicht mehr gerade hängt (Spaltmaße).

Wenn die Delle bzw. der Kratzer im Bereich des Aufpralls sind, erscheint mir das schon schlüssig. Da wirst Du wenig machen können.

Dein Freund sollte den Schaden so oder so seiner Versicherung melden. Ihr könnt Euch dann immer noch entscheiden die Kosten selbst zu tragen. Die Versicherung wird aber die Forderung dann prüfen und ggf. einen Gutachter beauftragen den Schaden in Augenschein zu nehmen. So lassen sich unberechtigte Forderungen mindern bzw. ausschließen.

Also, die Meldung selber führt noch nicht zur Hochstufung. Selbst wenn die Versicherung an den Gegner zahlt, habt Ihr in der Regel immer noch bis zum Jahresende Zeit der Versicherung den Betrag zurück zu zahlen. Dann wird auch nicht hoch gestuft.

ronnyarmin 19.01.2015, 14:07
Also, die Meldung selber führt noch nicht zur Hochstufung

Das stimmt leider nicht. Die Meldung führt zur Hochstufung. Die wird allerdings erst ab dem nächsten Jahr berücksichtigt.

Stellt sich heraus, dass die Versicherung nicht zahlen muss (weil sich das durch die Schuldfrage ergibt), oder zahlt der Versicherungsnehmer die Schadenssumme an die Versicherung zurück, wird der Vertrag wieder zurückgestuft.

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Onkelzengel 21.01.2015, 10:31

Ich würde nur vorab erfragen in wie weit ihr dann die Möglichkeit habt den Schaden zurück zu kaufen, bei meiner Versicherung ist es so, dass ich innerhalb von 6 Monaten den Schaden zurückkaufen kann, sobald dieser geschlossen wurde (d.h. keine weiteren Ansprüche durch den Geschädigten mehr kommen werden).

Bei vielen Versicherungen ist es auch so, dass man sich das auch vorher schon berechnen lassen kann, wie man besser fährt, ob man den Schaden über die Versicherung reguliert oder eben den Schaden dann selber trägt.

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Ich empfehle Dir, den Schaden der Kfz-Haftpflichtversicherung zu melden. Die Sachbearbeiter der Schadenabteilung können Dir wertvolle Ratschläge geben. Die Versicherung wird prüfen, ob die Ansprüche des Geschädigten zu recht bestehen. Sollte die Kfz-Haftpflichtversicherung den Schaden regulieren, könnt ihr eine Rentabilitätsrechnung erstellen lassen u. ggf. den Betrag, welchen die Versicherung an den Geschädigten ausgezahlt hat, nochmals an die Versicherung zurückzahlen. Somit kann eine Zurückstufung der SF vermieden werden.

teile dem anderen fahrer mit das es doch über die versciehrung gemacht wird. diese wird das dann vorher sicher prüfen. es kann sein das der andere fahrer da nur was verdienen will dran.

auch wenn die versicherung das reguliert kannst du den schaden an die versicherung zurückzahlen und es erfolgt keine höherstufung.

teile der versciherung mit was passiert ist und das am anderen fahrzeug keine schäden zu erkennen waren

Wo ist denn der Mensch abgeblieben, wegen dem Du zurückgesetzt hast? Der ist zumindest Mitunfallverursacher...

Ihr könnt das auch erst mal über die Versicherung regeln. Die unterstützen Euch dann auch bei allen ungerechtfertigten Forderungen (schildere es so, wie Du es hier geschildert hast.

Dein Freund wird ja nicht sofort hochgestuft, sondern erst zum nächsten Jahr. Vorher habt Ihr immer noch die Möglichkeit, den Schaden "zurückzukaufen", also selbst zu bezahlen und damit den Schadensfreiheitrabatt zu erhalten und nicht hochgestuft zu werden.

Der Fahrer vor Dir ist der eigentliche Unfallverursacher. Hast du seine Nummer aufgeschrieben? Er ist zurückgesetzt, ohne sich zu Versichern, das hinter Ihm frei ist. Du hast nur um einen Unfall zu vermeiden reagiert. Ich denke das du eigentlich höchstens eine Teilschuld hättest. Klar - der hinter dir ist an sich nicht Schuld. Falls er bei der Gelegenheit wirklich betrügen will, müsste er es im Zweifelsfall auch beweisen.

ronnyarmin 19.01.2015, 14:13

Dann weise mal dem zurücksetzenden Fahrer nach, dass er tatsächlich in das Fahrzeug der Fragestellerin gefahren wäre. Das dürfte nicht möglich sein.

Und einen Betrug muss der Betrüger nicht nachweisen. Eher muss die Geschädigte beweisen, dass betrogen wurde. Das ginge in diesem Fall wahrscheinlich durch einen Gutachter. Die Frage ist aber, ob die Versicherung bei der realtiv geringen Schadenshöhe diesen Aufwand betreibt, zumal die erst später bemerkten Kratzer und die Delle durchaus zum Schadensverlauf passen könnten.

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Blöd gelaufen. Normalerweise macht man Fotos und ruft die Polizei. Jetzt kann dir der Gute recht viel unterjubeln. Würde das einen professionell anschauen lassen bevor du irgendwas zahlst.

Franz577 19.01.2015, 10:50
Normalerweise macht man Fotos und ruft die Polizei.

Fotos ja, aber bei Bagatellschäden bemüht man eigentlich nicht unbedingt die Polizei.

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KeinName2606 19.01.2015, 10:53
@Franz577

Wäre in diesem Fall aber sehr gut gewesen ;). Zumindest anrufen kann man ja mal.

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imager761 19.01.2015, 10:59
@KeinName2606

Ja. Man kann sie auch nach der Uhrzeit oder den Sportergebnissen fragen, nur schicken sie eben keine Streife vorbei, die anderweitig benötigt wird.

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Gerade erhielt ich einen Anruf das er sich im hellen licht das Fahrzeug erneut angeschaut hat, und er jetzt plötzlich noch eine Delle und Kratzer sieht. Dies ist jedoch eigentlich nicht möglich.

Warum hältst du das für nicht möglich? Konntest du das bei der ersten Begutachtung so genau feststellen?

Es ist natürlich immer schwierig, wenn man bei solchen Angelegenheiten keine Zeugen hat. Unterm Strich wirst du da nicht viel machen können, allerdings kann/darf der Andere auch keine Schäden geltend machen, die eigentlich gar nicht von eurer Kollision stammen können.

Das zu beweisen ist aber auch nicht so einfach und geht eigentlich nur mit einem Gutachter, der aber auch wiederrum Geld kostet.

Unterm Strich würde ich versuchen, das Ganze auf so kleiner Flamme wie möglich zu kochen und dich mit dem Unfallgegner zu einigen. Ganz ohne Lehrgeld wirst du aus der Sache aber wohl nicht rauskommen. Vielleicht können dich ja deine Eltern ein wenig unterstützen.

Keine Sorge er hat nicht den geringsten Beweis wenn die Polizei nicht sofort gerufen wird kannst du seine Aussage anzweifeln und dann stehts Aussage gegen Aussage und im zweifel heißt es immer FÜR den Angeklagten! Sprech aber unbedfingt nochmal mitr deinem Rechtsanwalt darüber!"!!

Franz577 19.01.2015, 10:48

Also für das, was sie verursacht hat, sollte sie schon gerade stehen. Nur hat sie nicht die alleinige Schuld, denn nur wegen ihres Vordermannes mußte sie ja überhaupt zurücksetzen.

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MerlindZ 19.01.2015, 10:49
@Franz577

Ja aber sie hatt ja nix kaputt gemacht , das hat der andere nur erfunden wenn ich das richtig verstanden habe

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Franz577 19.01.2015, 11:06
@MerlindZ
Ja aber sie hatt ja nix kaputt gemacht , das hat der andere nur erfunden wenn ich das richtig verstanden habe

Meint sie! Woher weißt du, ob es wirklich so ist? Und egal wie gering der Schaden ist: Der Verursacher muß dafür aufkommen.

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MerlindZ 20.01.2015, 12:06
@Franz577

Ich glaube ihr jetzt einfach mal sie wollte die Frage ja aus diesem Standpunkt beantwortet haben

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franneck1989 19.01.2015, 10:55
Keine Sorge er hat nicht den geringsten Beweis

Woher weißt du das?

und im zweifel heißt es immer FÜR den Angeklagten!

Hier geht es aber nicht um einen Strafprozess, es ist daher auch niemand angeklagt.

Sprech aber unbedfingt nochmal mitr deinem Rechtsanwalt darüber!"!!

Ich würde das lieber die Versicherung übernehmen lassen, wie die anderen hier schon schreiben. Die ist zur Abwehr unberechtigter Forderungen mindestens genauso hilfreich wie ein teurer Rechtsanwalt

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imager761 19.01.2015, 10:56

Rechtsirriger Blödsinn. Die Polizei nimmt derartige Sachschäden überhaupt nicht auf. Und der Geschädigte kann zu Kostenvoranschlag und Nutzungsausfall bzw. Mietwagenkosten während der Instandsetzung seinen Schaden von der Pflichtversicherung des Verursachers einfordern, die diesen Anspruch auch in eigenem Ermessen bezahlt, ohne das es irgend jemand auf "Aussage gegen Aussage" überhaupt vor Gericht ankommen lassen müsste. Wie sagte Dieter Nuhr so streffend: "Wenn man keine Ahnung halt, einfach mal die Fre..e halten."

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Was das Ganze kostet hängt vom Schaden, der Werkstatt und dem Wagen ab. Da kann Dir das Internet keinen Rat geben.

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