Auto privat verkauft. Muss ich dem neuen Besitzer Geld geben?

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11 Antworten

Etwa 2 mal pro Monat kommt diese Frage. In gewissen Käuferkreisen ist es inzwischen absolut üblich, mit anschließenden Mängelrügen nochmal extra Geld rauszuschlagen. Man könnte sogar fast sagen, je weiter die Herkunft des Käufers südlich liegt, umso verbreiteter ist diese Methode. Diese Methode hält sich auch deswegen so hartnäckig, weil es immer wieder Verkäufer gibt, die sich einschüchtern lassen und Geld rausrücken.

Die Rechtslage sieht so aus:
Wenn du einen Privat-Kaufvertrag geschlossen hast, in dem jegliche Gewährleistung ausgeschlossen ist und in dem steht, "gekauft wie besehen", bist du nur dannj zahlungspflichtig, wenn du einen Mangel arglistig (absichtlich) verschwiegen hast.  Das muss dir dann aber auch erstmal nachgewisen werden. Ansonsten bist du in dem Moment aus der Haftung raus, wo der Käufer mit dem Auto den Hof verlassen hat. Selbst wenn das Auto 100 m später wegen eines neuen Defekts liegen bleibt, musst du nichts bezahlen.

Hast du keinen Kaufvertrag mit Gewährleistungsausschluss, wirds juristisch deutlich schwieriger.

Am besten lässt man sich da auf überhaupt keine Diskussionen ein, die bringen eh nichts. Wenn er tatsächlich was von dir will, soll er es per Brief schreiben, dann "könntest du den Brief deinem Rechtsanwalt zur Prüfung vorlegen". In der Regel hast du danach Ruhe.


Hoffentlich hast Du einen ordentlichen Vordruck als Kaufvertrag verwendet in dem die Sachmängelhaftung ausgeschlossen wird. Wurde die nicht ausgeschlossen gild die automatisch (EU sei Dank) und wenn der neue Besitzer innerhalb der ersten 6 Monate Mängel findet von denen Du nicht nachweisen kannst dass er sie verursacht hat musst Du sie beheben.

Wegen dieser Umstände wurde es nun zu einer Masche nachträglich auf diese Weise den Kaufpreis zu drücken.

franneck1989 08.07.2017, 08:16

Die Beweislastumkehr gilt aber nur bei gewerblichen Verkäufern. Ansonsten natürlich völlig richtig

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Ich würde sagen das es ein bißchen darauf ankommt, was genau in dem Kaufvertrag steht. Üblicherweise verkauft man Gebrauchtfahrzeuge ja unter Ausschluss sämtlicher Gewährleistungen, Garantien und Sachmängelhaftung. Und der berühmte Satz, das man das Fahrzeug kauft, wie es da steht und gesehen hat. 

Meiner Meinung nach wäre man dann raus aus der Nummer. So sehe ich das, und hatte bisher auch selbst nie Schwierigkeiten damit. Aber vielleicht gibt es hier im Forum ja noch jemanden, der es noch genauer weiß.

Das ist eine alte Masche um den Preis noch mal etwas zu reduzieren. Wenn du einen Kaufvertrag mit Ausschluss der Gewährleitung gemacht hast, musst du nichts befürchten. Es sei denn, du hast etwas verschwiegen.

Der versucht nur, dich über den Tisch zu ziehen. Ich hoffe, du hast einen richtigen Kaufvertrag abgeschlossen. Denn in dem Kaufvertrag hast du hoffentlich alle dir bekannten Mängel aufgelistet und ansonsten deine Gewährleistung mit dem Zusatz "gekauft wie gesehen, bzw. nach ausführlicher Besichtigung und Probefahrt" ausgeschlossen.

Irgendeinen schriftlichen Vertrag gemacht wo das entsprechend drinsteht? Autoverkauf immer schriftlich festhalten. Ansonsten meist gekauft wie gesehen.

Das ist eine mittlerweile sehr beliebte Abzockmasche.

Lass Dich nicht verar......

ja habe einen gültigen Kaufvertrag.

?? was sagt den der Kaufvertrag ?

OK...

Ich habe jetzt nicht die anderen Beiträge gelesen...

Ich gebe zu Vorurteile zu haben...ist mir grad egal.....

Aber ....

hast Du das Auto an jemanden verkauft der einem anderen

"Kulturkreis" angehört ?

Wenn ja, es ist eine typische Masche den Preis nach zu verhandeln.

Scheiss drauf...keinen Cent zurück zahlen...

LG

Bernd

Er hätte sich ja vorher gut über das Auto informieren können.
Das Geld kann er aber von dir nicht verlangen.

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