Auto mit Spraydose lackieren?

10 Antworten

Du möchtest dein Auto mit der Spaydose Lackieren?

Nein willst du nicht. Auch wenn du es noch nicht weist aber glaub mir du willst es nicht.

  1. Du bekommst es niemals ohne Einschlüsse hin dafür bräuchtest du eine Lackierkabiene.
  2. Der Spaydosenlack taugt nix, nicht wirklich dauerhaltbar.
  3. Eine Spaydosenlackierung bekommst du nicht richtig hin, du wirst unterschiedliche FArbtöne raus bekommen (jeh nach Lackdicke) usw
Woher ich das weiß:Beruf – KFZ Meister

Lack der gut ist und bloß nicht gut aussieht muss nicht runter, bloß anschleifen und gut ist. Grundieren musst du nur da, wo du wegen Rost bis aufs blanke Metall runter geschliffen hast!
Wegen dem Rostschutzaspekt/der Haftvermittlung und meinen persönlichen Erfahrungen empfehle ich dir den rotbraunen Rostschutzgrund vom Würth oder den Etchprimer(Ätzgrundierung) von Kent! Die beiden genannten funktionieren richtig top.

Angeschliffene Karre vor dem Grundieren/Fillern/Lackieren mit Wasser abwaschen(Schleifstaub runterwaschen) und anschließend mit Silikonentferner abputzen(entfetten/entwachsen.)

Abkleben. Hier ist schwer Tipps zu geben, ist echt 'ne Wissenschaft für sich, hinsichtlich Material/Klebebandauswahl, Klebestrategie usw.

Anschleifen mit Textil- Schleifpapier Körnung 600 und feiner.

Wenn geschliffen und die Rostspots grundiert und getrocknet sind, solltest du Filler auftragen. Hier ist meine Empfehlung Dickschichtfiller von Würth.

Nach trocknen des Fillers alles mit Schleifpads Körnung 1000 anschließend 1500 eben nassschleifen.(die besten Pads gibt's ebenfalls beim Würth, da homogenes Schleifbild und setzen sich kaum zu).

Wenn deine Fahrzeugaußenhat nun noch nich perfekt eben und "cellulitefrei" ist, nochmal Filler aufbringen und wieder schleifen.

Nach dem Prozedere wieder gründlich abwaschen mit destiliertem Wasser und nicht fusselndem Mikrofaserputztuch.

Jetzt Basislack aufsprühen, gleichmäßig und dünn, Filler darf bzw. soll noch durchschimmern. Lieber viele Durchgänge im Kreuzgang aufsprühen als gleich deckend und dick aufzusprühen => das gibt nämlich die berüchtigten Rotz-/Lacknasen. Wer's drauf hat und den Aufwand nicht scheut, schleift gar mit 1500 Schleifpaier zwischen dem Auftragen der einzelnen Lackschichten nass, bevor er die nächste Schicht Basislack aufsprüht.

Zum Schluß kommt der Klarlack zum Versiegeln ebenfalls mehrschichtig und stets dünn auftragen.

Tipps:

  • Garage nutzen oder provesorische Lackierkabine bauen(Kanthölzer & PE- Folie), Luft darin nach Grundreinigung mit Hochdruckstrahler(Kärcher) fein zerstäubt feucht dampfen(binmdet Staub und macht die Luft rein)
  • Spraydose nie leer sprühen immer die letzten 15% lack in der Dose lassen und eine neue Dose anfangen. Hält man sich nicht daran, soll man sich nicht über ungleichmäßigen Sprühstrahl und Lackgespucke wundern(sieht schön bescheiden aus). Den Lack darin kann man für weniger wichtige Lackierarbeiten nutzen
  • Schleifpads sind für Anfänger und Profis gleichermaßen besser geeignet, da sie davor bewahren partiell zu viel zu drücken und ungleichmäßig runterzuschleifen
  • es gibt für den Zweck spezielle Spraydosensprühköpfe mit unterschiedlich feinen Sprühstrahlen(sehr nützlich) zu kaufen.
  • je öfter zwischen den Lackierdurchgängen geschliffen wird, desto perfekter wird das Ergebnis
  • für Kunststoffflächen Kunststoffprimer verwenden und speziellen Spraydosen- Basislack für Kunststoffflächen, im richtigen Farbton, anmischen/herstellen lassen. Lack für Kunststoff braucht einen speziellen Elastiquer- Zusatz damit flexibler ist als Standardbasislack => sonst gibt's irgendwann Lackrissbildung auf dem Stoßfänger usw.
  • Das Ganze ist kein Job für einen Tag, selbst für ein Wochenende wird für nen Anfänger eng. Ohne Hilfe geht für's abkleben schon ein halber Tag drauf

Mit Übung kann ein guter Spraydosenlacker ein besseres Ergebnis erzielen als mancher mäßig fähige Profiautolackierer.(wohlbemerkt die eher unfähigen/lustlosen dieser Zunft, die es mittlerweile leider auch mehr als genug gibt)

Würde ich nicht machen. Du kannst damit einen Spiegel oder eine anderes kleines Teil nachlackieren, aber ein ganzen Auto wird nix.
Allein schon weil du gar nicht verhindern kannst das Staub/Dreck auf den nassen Lack kommt. Dann wirst nie so sauber arbeiten können das es keine Nasen gibt...

No offense, aber wenn du schon so ankommst und noch nicht einmal selbst darauf kommst, dir Videos auf YouTube anzugucken, lass es einfach gleich sein. Ich verspreche dir, dass das Resultat richtig mies wird. Es hat seinen Grund, dass das Ganze ein Ausbildungsberuf ist. Nur das Wissen reicht längst nicht aus. Kleine Teile oder Teile, wo es nicht auf 100% ankommt, kann man auch als Laie schaffen, sofern man ein Händchen dafür hat. Aber ein ganzes Auto? Vergiss es, erst recht mit Spraydosen. Zudem man auch jeden noch so kleinen Fehler sofort sieht...

Ein Rat von einem Lackierermeister?
Ich hab die Ausbildung nicht gemacht weil es eh jeder ohne kann... große Fläche und sprühdose? Nach der 3ten fault dein Finger ab. Ohne Scherz, lass es.

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