Auto leasing auto leasing ja oder nein?

11 Antworten

Abgesehen davon dass das kein Satzbau ist, den man gerne liest:

Man kann vergleichsweise preiswert Auto fahren, wenn, man ein Fahrzeug für 2.000 € erwirbt Kumpels hat, die meinen, dass sie sich damit auskennen und Reparaturen „so“ machen und das Fahrzeug dann nach 4 Jahren für 300 € verkaufen. Das ist möglich. Das ist aber nicht die Alternative, mit der man Leasing von Neufahrzeugen vergleichen kann. Neufahrzeuge sind gerade keine gebrauchten 10 Jahre alten Altfahrzeuge. Dies ist ein völlig anderes Marktsegment.

Was Leasing angeht werden immer vier Vermutungen geäußert:

1. Ist teuer.

2. Lohnt sich nur für Gewerbetreibende.

3. Das Fahrzeug gehört einem nicht.

4. Bei der Rückgabe werden Kratzer und andere kleine Beschädigungen sowie Mehrkilometer teuer in Rechnung gestellt.

Zu. 1. Das Leasing teuer ist, liegt nicht am Leasing selbst, sondern daran, dass es sich hier meist um Neuwagen handelt. Und Neuwagen sind auch als Kauffahrzeuge teuer.

zu 2. Als Gewerbetreibender kann man - anders als Privatleute - seine Fahrzeugkosten von der Steuer absetzen. Dies gilt aber auch bei Fahrzeugen, die gekauft wurden, ist also nicht leasingtypisch.

zu 3. Bei einem Kauffahrzeug hat man ebenfalls einen Wertverlust, der jedoch nicht monatlich , wie beim Leasing, sondern schon beim Kauf in einer Summe fällig wird und sich beim Verkauf realisiert.

zu 4. Das sieht beim Verkauf eines neueren Gebrauchtwagens ganz genauso aus.

Leasen heißt mieten und beim Mieten erwirbt man nur ein Nutzungsrecht für eine bestimmte Zeit und kein Eigentum. Und beim Kauf hat man im selben Zeitraum einen Wertverlust. Was günstiger ist, wäre zu prüfen.

 

Dieses "am Ende hat man nichts" halte ich für eine theatralische Übertreibung.

 

Das Ende der Leasingzeit steht lange fest. Da muss man entsprechend vorsorgen. Das ist beim Leasing so. Beim Kauf ist man an dieser Stelle in der Tat flexibler.

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zu 2. ... Dies gilt aber auch bei Fahrzeugen, die gekauft wurden, ist also nicht leasingtypisch.

Das besondere am Leasing ist aber, daß man die Leasinggebühr ohne Aufwand und über die volle Laufzeit als einfache Betriebsausgabe absetzen kann.

Bei einem Fahrzeug in Firmenbesitz geht das nur über das kompliziertere (und möglicherweise weniger effiziente) Mittel der Abschreibung.

zu 4. Das sieht beim Verkauf eines neueren Gebrauchtwagens ganz genauso aus.

Na ja.
Der Leasinggeber wird für alle Schäden, die er durchkriegt, den Betrag gemäß Kostenvoranschlag nachverlangen.

Kein Kratzer in der Stoßstange mindert aber den Fahrzeugwert so sehr, wie die Reparatur nach Kostenvoranschlag kostet.

Und am Ende werden Fahrzeuge mit minderer Beschädigung sowieso so weiter verkauft. Der Leasingnehmer verliert in jedem Fall.

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@Agentpony
Das besondere am Leasing ist aber, daß man die Leasinggebühr ohne Aufwand und über die volle Laufzeit als einfache Betriebsausgabe absetzen kann.

Kann man nicht ohne Aufwand, weil (im Normalfall) die private Nutzung zu ermitteln ist.

Bei einem Fahrzeug in Firmenbesitz geht das nur über das kompliziertere (und möglicherweise weniger effiziente) Mittel der Abschreibung.

AK 30.000 € über 6 Jahre, macht 5.000 €/Jahr. Wo genau ist das jetzt kompliziert?

Kein Kratzer in der Stoßstange mindert aber den Fahrzeugwert so sehr, wie die Reparatur nach Kostenvoranschlag kostet.

Könnte jetzt das genaue Gegenteil behaupten ohne es weiter begründen zu müssen. Ich bin - was das angeht - bei den letzten 5 Leasingfahrzeugen sehr fair behandelt worden. Wenn ich in einer Mietwohnung eine Tür eingetreten habe, muss ich die auch bezahlen. Was Schaden und was Gebrauchsspur ist, steht vorher fest, da muss man sich schon einmal das Kleingedruckte durchlesen.

Der letzte Verkauf eines jüngeren Gebrauchten lief bei mir genau so, wie das den Leasingfirmen immer unterstellt wird. Jeder Hauch eines Kratzers, jedes (ggf eingebildete) Geräusch muss als Argument für einen niedrigeren Preis herhalten. Ein Grund mehr auf Leasing umzusteigen. Wobei es (zugegeben) neben Superschnäppchen auch völlig überteuerte Angebote gibt.

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Autoleasing ist eine Art Langzeitmiete. Du zahlst Monat für Monat und musst am Ende der Leasingzeit das Auto ohne relevante Schäden zurückgeben.

Obwohl es eine Miete ist, musst du für die ganzen Folgekosten der Sache aufkommen, du musst es selbst versichern (Vollkasko oft vorgeschrieben), du musst Service und Pflege bezahlen, du musst selbst tanken, du musst selbst Steuer zahlen und wenn was ist musst du auch in die Vertragswerkstatt.

Das lohnt sich für Privatleute nur in Ausnahmefällen, z.B. wenn du für eine überschaubare Zeit einen Auto für einen speziellen Verwendungszweck brauchst.

Somit ist es dann auch am ehesten eine Variante, wie man sich zeitweilig Autos gönnen kann, die einem sonst zu teuer wären.

Solange man im Hinterkopf behält, dass man am Ende einer klassischen Raten-Finanzierung Besitzer eines Autos ist und am Ende vom Leasing nur weniger Geld auf dem Konto hat, sonst aber nichts hat, kann man auch leasen.

Ich würde kein Auto leasen. Du musst eine Anzahlung leisten. Musst alle Kosten die im Zusammenhang mit dem Leasingvertrag stehen, übernehmen.Steuern, Versicherung, Inspektionen, Reparaturen ect.

Dann hast du oft eine Kilometerbegrenzung. Überschreitest du diese, so kann das sehr teuer werden. Verursachst du einen Schaden am Fahrzeug, gehen die Leasinggeber sehr groß mit Abzügen wegen Wertminderung um. Das kostet dich wiederum Geld.

Nach Rückgabe des Fahrzeugs musst du wieder eine gewisse Summe auf den Tisch legen und hast kein Fahrzeug. Du kannst freilich das Leasingfahrzeug auch kaufen. Ob der verlangte Preis dann immer realistsch ist, wäre eine andere Frage.

Kaufst du dir einen guten Gebrauchten, vielleicht von der Bank finanziert, so wird das Fahrzeug mit der Zeit dein Eigentum. Du kannst soviel fahren wie du möchtest, bist an keine Vorschriften gebunden die dich viel Geld kosten. Z. B. Vollkaskoversicherung.

Wir hatten in der Firma in der dich 25 Jahre lang arbeitete einen Fuhrpark mit 25 Leasingfahrzeugen. Das Unternehmen hat nachgerechnet und nach Ablauf der einzelnen Verträge, Fahrzeuge auf den Namen der Firma neu gekauft. Keine Fahrzeuge mehr geleast.

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