Autisten Junge

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4 Antworten

Autismus ist ein breites Spektrum.

Seine Diagnose daraus ist entscheidend, wie sie sich ausprägt und ob es weitere Zusatzdiagnosen gibt- bzw. ob überhaupt danach gesucht wurde und ob die Eltern des Jungen dies mit Dir nur ansatzweise näher besprechen würden.

Es ist verdammt ekelig, bei einem Baby windeln zu wechseln, der Junge mit 12 hat da die Windeln eindeutig voller und verdaut mehr als nur Brei! Windeln sind sehr teuer, daher denke ich, dass die Eltern jede erdenkbare Möglichkeit versucht haben, das Kind trocken zu bekommen.

Solltest Du anderer Meinung sein und vermutest, dass die Eltern möglicherweise das Kind vernachlässigen, kann da die Ursache zu suchen sein. Dies zu beurteilen steht uns nicht zu.

Wenn das Kind bei allem, was es "falsch" macht gesagt bekommt, dass es behindert ist, sagt es das auch wie ein Papagei bei jeder Kritik an seinem Verhalten. Vielleicht spürt er nicht, dass er mal "muss". Die Tochter eines ehemaligen Kollegen war in Diagnose, Verdacht auf mittel- oder niederfunktionalen Autismus (Variante beim Kanner Syndrom). Sie ist über 20 und trägt Windeln- als menstruierende Frau. Ob sich der verdacht bestätigte weiß ich nicht, da ich die Firma wechselte. Es kann durchaus sein, dass der Junge es nicht wahrnimmt.

Und ja- Autisten denken. Das Gehirn ist anders "verkabelt", wenn man es sehr vereinfacht ausdrückt. Im MRT sind es nur minimale Unterschiede, kam erwähnenswert und definitiv so aussclaggebend, dass man nur noch durch ein MRT diagnostiziert, aber eine vergrößerte Amygdala haben sehr viele Autisten. Im fMRT ist es anders. Hier kannst Du aber selbst googeln, wo Unterschiede zu Nichtautisten sind, auch was das Denken angeht.

Die Frage ist, was willst Du mit den Fragen? Willst Du, wenn Du "trockene" Autisten findest, den Eltern die Schuld geben- oder dem Jungen???

Lösbar wäre es, wenn die Eltern in ein Autismusforum gehen würden und Autisten dort das Problem schildern plus sämtliche Versuche, ihn trocken zu bekommen. Dort können Menschen mit dieser Diagnose ebenfalls nur spekullieren, warum es so ist, was man tun kann und ob ein versuch das Baby vieleicht etwas traumatisiert hat usw.- aber Du kanst da kaum helfen. Aber- wenn die Eltern einem 12jährigem die Windeln wechseln, haben sie dies vielleicht schon getan, aufgegeben oder verschweigen Dir vielleicht andere Gründe.

Das, was du schilderst an seinem Verhalten, hat meines Erachtens wenig mit Autismus an sich zu tun.
Es scheint eher eine Art Trotzreaktion zu sein.

Wie wird allgemein mit ihm umgegangen? Wird ihm zum Beispiel ständig gesagt, dass er ja behindert sei und deshalb dies und das sowieso nicht könne?
Wird er zu sehr "in Watte gepackt"?
Oder lassen seine Eltern/sein direktes Umfeld ihn auch einfach mal leben, einfach sich selbst ausprobieren?

Für mich klingt das wie eine Reaktion auf jahrelanges Kleinhalten des Jungen.
Wenn ihm nichts zugetraut wird, er nichts ausprobieren darf, nicht selbständig werden darf, dann kann ich die Reaktion durchaus verstehen.

Es ist zwar wichtig, auf gewisse Dinge Rücksicht zu nehmen bei Autisten, aber es ist genauso wichtig, sie zu möglichst selbständigen Menschen zu erziehen.

Leider hast du ja auch viele Rückfragen zu deiner ersten Frage zu dem Thema nicht beantwortet, sonst wäre es möglich, dazu Genaueres zu sagen.

Was ja die Kommunikation echt erleichtern würde, wäre, wenn du auch mal auf die Antworten reagieren würdest ...

(Sagte der Autist zum Nicht-Autisten. Wie absurd, wenn man davon ausgeht, dass es ja angeblich immer die Autisten sind, die Probleme mit der Kommunikation hätten. headdesk)

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in meiner klasse ist ein autist der sehr nett und sehr gut integriert ist. er hat das sogenannte asperger syndrom, dass ihm lediglich das mimische und soziale verständniss schwer macht. z.b. kann er mimik nicht gut nachvollziehen und wenn man ihn verarscht nimmt er das oft zu ernst. er selbst kommt mit seinem syndrom gut zurecht allerdings findet er es scheise dass er das hat. sagt er offen.

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