Auszug aus Elternhaus, 27 Jahre alt, ALG 2-Empfänger

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11 Antworten

Bis 25 Jahren musst du bei den Eltern wohnen - Ausnahmen sind aber möglich, wenn sie begründet werden. Du kannst also nicht mehr verpflichtet werden bei Deinen eltern zu wohnen. Das musst du dem Sachbearbeiter klar machen. Am besten wäre es natürlich möglichst schnell einen Job zu finden. Vielleicht sollten Deine Eltern schriftlich von sich geben, dass sie nicht weiter bereit sind Dich zu beherbergen.

tipps4scheidung 27.03.2012, 11:50

Glaubt ihr eigentlich wir Sachbearbeiter saugen uns solche Absagen aus den Fingern um die entsprechende Klientel zu ärgern? Es handelt sich bei der Übernahme der Wohnkosten um eine Leistung nach SGBII, die "BEDÜRFTIGKEIT" voraussetzt. Es muss ein BEDARF bestehen. Dieser ist hier definitiv nicht gegeben! So etwas wird durch die Rechtsabteilung im Vorfeld geprüft!

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TETTET 28.03.2012, 10:49
@tipps4scheidung

Klar ist ein Bedarf gegeben. Ab 25 hat er das Recht auf eine eigene Wohnung. Da er sie wegen seiner Arbeitslosigkeit nicht selber finanzieren kann, ist er wohl bedürftig.

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Wie gesagt, es handelt sich um eine ÜBERGANGSLÖSUNG bei meinen Eltern. Das haben mir meine Eltern damals gesagt und dies hab ich auch beim Antrag auf ALG 2 deutlich gesagt. Sie sind beide schon Rentner, und haben somit auch nicht Unmengen von Geld zur Verfügung. Ich schreibe auch Bewerbungen und hab auch Gespräche, die bisher eigtl gut verliefen.

Wie gesagt würde ich jetzt trotzdem gerne einen Antrag auf Mietkostenübernahme stellen. Brauche auch keine Ausstattung und Umzugskosten. Alles vorhanden!

Habe dies hier gefunden:

Ob ein Umzug erforderlich ist, bestimmt sich danach, ob für ihn ein plausibler, nachvollziehbarer und verständlicher Grund vorliegt, von dem sich auch ein Nichthilfeempfänger leiten lassen würde (SG Lüneburg 19.8.2005 - S 24 AS 472/05 ER; OVG HB 24.11.2008 - S2 B 558/08; LSG Hamburg, Az.: L 5 B 18/08 PKH AS (S 31 AS 152/07); LSG BE-BB L 32 AS 612/09 B ER; Berlit in LPK-SGB II, 3. Auflage 2009, § 22 Rn. 84; vgl. ebenso Hessisches LSG, Beschluss vom 19. März 2009 - L 7 AS 53/09 B ER - Rdnr. 19 unter Bezugnahme auf die Beispiele in der amtlichen Begründung der Neuregelung des § 22 Abs. 1 Satz 2 SGB II = BT Drs. 16/1410 Seite 23 zu Nr. 21).

Dies ist in Fallkonstellationen der Fall (s.a. Frank in GK-SGB II § 22 Rn 58), in denen der Umzug durch den Wunsch nach einer eigenen Wohnung veranlasst ist, von dem sich auch ein Nichthilfeempfänger leiten lassen würde (z.B. Umzug aus einem Studentenwohnheim in eine eigene Wohnung [LSG BE-BB 30.11.2007 - 32 B 1912/07 AS ER - ZFSH/SGB 2008, 93] oder Erreichen des 25. Lebensjahres, mit dem ohne besondere zusätzliche Gründe der Wunsch anzuerkennen ist, aus dem Elternhaus auszuziehen [LSG MV 22.7.2008 - L 10 B 203/08])****

Der letzte Satz trifft doch auf mich zu und sagt aus, dass ich ein Anrecht auf Kosten der Unterkunft habe als über 25jährige oder?

Also ab 25 Jahren wird deine Miete etc. bezahlt, wenn du keinen Job hast. Deine Eltern sind nicht verpflichtet dich zu unterhalten und könnten auch Miete verlangen. Das müsste das Amt dann auch zahlen. Sie können dir nicht verbieten umzuziehen. Ob sie die Umzugskosten zahlen weiß ich nicht, bei einem WG-Zimmer sollten die Kosten ja aber auch nicht so hoch sein. Du nimmst einfach deine Sachen die du jetzt im Zimmer hast mit und ein Transporter einen Tag mieten kostet nicht die WElt. Ich würde an deiner Stelle einfach umziehen und dann einen ALG2-Antrag zu stellen. Sag einfach, wenn jemand nachfragt, dass die Eltern den Platz für sich gebraucht hätten und dich nicht mehr dort haben wollten und es jeden Tag nur Streit geben würde. Mit 27 sind andere verheiratet und haben Kinder, da kann man ja niemanden mehr zwingen wie ein Kind bei den Eltern zu wohnen. Ansonsten viel Erfolg bei der Jobsuche (ist für junge Akademiker am ANfang etwas schwierig, aber nicht aufgeben!)

Minerva1234 27.03.2012, 11:56

Eventuell würde ich doch vorher noch einmal nachfragen wegen Umzug. Sag, dass deine Eltern Miete verlangen würden und dich nicht mehr unterhalten wollen und was man da machen könnte. Letztendlich kann es dem Amt ja egal sein, wem sie Miete zahlen. Es wäre einfacher gewesen, wenn du gar nicht erst zu deinen Eltern zurück gezogen wärst.

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Von den Eltern eine schriftliche Erklärung verlangen, daß sie Dich nicht mehr bei sich wohnen lassen wollen, mit guten Gründen dabei.Das dem Antrag auf Mietkostenübernahme beifügen.

Ich weiß leider nicht genau, ob du Anspruch auf Unterstützung hast, aber sagen wir mal so: Ich bin nur 1 Jahr jünger als du und leben auch bei meinen Eltern. Bin gelernte Industriekauffrau und haben nebenbei am Wochenende BWL studiert, das ich ein paar Monaten mit dem Bachelor beenden werde. Da ich bei einem sehr kleinen Unternehmen bin (befristeter Vertrag läuft noch 3 Monate) und da nicht sonderlich viel verdiene und das Studium 13.000 Euro insgesamt kostet, kann ich mir eine Wohnung leider auch nicht leisten. Ist leider so ... hätte natürlich auch gerne meine eigenen vier Wände, aber da das momentan finanziell nicht machbar ist, nehme ich das eben mal so hin.

Was hast du denn studiert? Hast du schon viele Bewerbungen geschrieben? Setz dich einfach hin und schick eine nach der anderen raus. Dann wird schon mal das eine oder andere Vorstellungsgespräch kommen und die Zusage wartet dann bestimmt auch nicht mehr lange :). Dann verdienst du Geld und kannst dir eine Wohnung oder WG-Zimmer leisten. Viel Erfolg :)

Wenn Du ALG2-Empfänger bist und aufgrunddessen nicht genug Einkommen hast, hast Du natürlich einen Anspruch auf Wohngeld. Die Gesamte Miete wird nicht bezahlt. Daher musst Du einen Antrag stellen. Dieser wird Rückwirkend von Einreichung des Antrages gewährt. Also sieh zu das Du den Antrag stellst, es dauert oft Wochen bis Du Bescheid bekommst.

Anselm2716 27.03.2012, 12:08

Entweder Wohngeld oder ALG 2 für einen alleinstehenden.

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miborn 27.03.2012, 12:22
@Anselm2716

Er kann beides beantragen. Das sind zwei verschiedene paar Schuhe.

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Anselm2716 27.03.2012, 12:40
@miborn

ja man kann klar.

Aber entweder ist der Bedarf mit Wohngeld gedeckt, dann gibt es kein ALG 2 oder er bekommt ALG 2. Dann wird die Miete übernommen. Zusätzlich zur vollen Miete bei ALG 2 gibt es nicht noch Wohngeld

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Ab 25 hast du schon ein Recht auf eine eigene Wohnung.

Reich die Mietbescheinungung des WG Zimmers beim Jobcenter ein mit der bitte um Genehmigung. Mündlich kann man schnell was ablehnen. Schriftlich zählt. Wenn das negativ ausfällt, kannst du in Widerspruch gehen.

Werden dir denn jetzt schon Mietkosten oder so gezahlt? Oder bekommst du nur den Regelsatz?

Anrecht auf Übernahme der Wohnkosten? Nein - nicht, wenn du jetzt bei deinen Eltern wohnst und diese nicht schlüssig darlegen können, wieso das plötzlich nicht mehr gehen soll. Du hättest erst gar nicht nach Hause gehen dürfen. Jetzt wird der Status Quo erhalten...

TETTET 28.03.2012, 10:48

Quatsch.

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Aber so lange Deine Eltern Dich bei sich wohnen lassen ist die Allgemeinheit nicht verpflichtet, Deinen Wunsch nach Unabhängigkeit zu bezahlen!

TETTET 28.03.2012, 10:46

Ab 25 schon.

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Bleib bei deinen Eltern, bis du eine eigene Wohnung selbst finanzieren kannst! Dein Sachbearbeiter scheint sehr vernünftig zu sein!!!

TETTET 28.03.2012, 10:47

Aber offensichtlich seiner eigenen Vorschriften nicht mächtig.

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