Azubi und schwanger?

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4 Antworten

Zuerst einmal ist dein Arbeitgeber nach Kenntnis deiner Schwangerschaft in die Pflicht genommen. Er muss auf Grundlage „seiner“ Gefährdungsbeurteilung und meist in Zusammenarbeit mit dem Betriebsarzt oder der aufsichtführenden Behörde (z.B. Gewerbeaufsichtsamt) deinen Arbeitsplatz prüfen und gegebenenfalls ein arbeitsplatzbezogenes, generelles Beschäftigungsverbot (also ohne besonderes ärztliches Attest) aussprechen. Darunter fallen z.B. Arbeiten mit gesundheitsgefährdenden Stoffen, erhöhte Unfallgefahr, schweres Heben, ständiges Stehen, Akkordarbeit usw. Dein Arbeitgeber kann dich dann auch in eine andere Abteilung (z.B. Büro) versetzen.

Ein individuelles Beschäftigungsverbot spricht der behandelnde Facharzt ganz oder teilweise per Attest aus und ist auf den persönlichen Gesundheitszustand der werdenden Mutter bezogen. Dabei muss noch kein krankhafter Zustand vorliegen, es genügt alleine die Möglichkeit eines Schadenseintrittes infolge der weiteren Beschäftigung. Dies trifft z.B. auch für psychische Belastungen am Arbeitsplatz, anhaltende Rückenschmerzen oder auch bei Übelkeit und Erbrechen zu.

Auch in der Ausbildung unterliegst du dem Mutterschutzgesetz. Dir darf (auch in der Probezeit!) während der Schwangerschaft und vier Monate nach der Geburt des Kindes nicht gekündigt werden.

Ist abzusehen, dass du durch die Schwangerschaft häufiger fehlst, sodass du die Abschlussprüfungen nicht schaffst, kannst du bei der Aufsichtsstelle einen Antrag auf Verlängerung der Ausbildungszeit stellen. Wird dieser bewilligt, kannst du deinen Abschluss zu einem späteren Zeitpunkt machen.

In der Mutterschutzfrist bist du ganz von der Ausbildung befreit. Die Frist beginnt sechs Wochen vor dem voraussichtlichen Geburtstermin und endet acht Wochen nach der Entbindung. In den sechs Wochen vor der Geburt darfst du weiterarbeiten, wenn du es möchtest. Das kann sinnvoll sein, um Fehlzeiten auszugleichen und die Zulassung zur Abschlussprüfung nicht zu gefährden.

Schau z.B. mal hier:

http://www.azuro-muenchen.de/hilfe-ich-bin/schwanger-in-der-ausbildung.html

https://www.ruv.de/ratgeber/ausbildung-studium/ausbildung/schwanger-waehrend-der-ausbildung

Alles Gute für dich, viel Erfolg und eine gesunde Schwangerschaft und eine schöne Geburt!


Vermutlich wird Dir der Frauenarzt ab sofort ein Berufsverbot aussprechen!

du darfst und musst weiterhin sämtliche dir anvertrauten tätigkeiten weiterhin ausüben, das so lange, bis dein gyn die tätigkeiten einschränkt oder komplett unterbindet..

deine ausbildung wirste zu einem bestimmten zeitpunkt wohl unterbrechen müssen und eventuell das ausbildungsjahr- oder halbjahr wiederholen..


da Arztpraxis wird das Berufsverbot AB SOFORT gelten ......

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@princecoffee

Bei medizinisch Angestellten gibt es keine Alternative zum Berufsverbot! 

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@princecoffee

Eine Gefährdung liegt vor bei direktem Kontakt mit potentiell infektiösem Material und bei Umgang mit

stechenden, schneidenden oder bohrenden Instrumenten bei gleichzeitiger Möglichkeit des Kontaktes zu

Körperflüssigkeiten

wenn der Frauenarzt hier kein Beschäftigungsverbot verordnet riskiert er seine Zulassung ....

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@wurzlsepp668

seine zulassung^^.....nö, das bestimmt nicht. höchstens eine auszeit..

möglich...darum habe ich ja geschrieben, beim gyn diesbezüglich nachfragen..


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@alarm67

berufsverbot^^..

öhm....nö.....ein berufsverbot wird es definitiv nicht geben..

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@princecoffee

nix möglich ....

zwingend erforderlich ........

natürlich riskiert er seine Zulassung ...

laß mal mit dem Kind was sein und es stellt sich raus, dass er kein Berufsverbot ausgesprochen hat ...

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@wurzlsepp668

lass erst mal nachweisen, dass das dann auf den beruf, bzw. den arbeitsplatz zurückzuführen ist, wenn mit dem kind "etwas sein sollte"..

und nein, seine zulassung riskiert man damit definitiv nicht..

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@princecoffee

Ihr sprecht aneinander vorbei.

Der Arbeitgeber (der ja durchaus ein Arzt/Frauenarzt sein kann) kann ein generelles Beschäftigungsverbot aussprechen. Ab Kenntnis von der Schwangerschaft ist der Arbeitgeber verpflichtet, die zuständige Aufsichtsbehörde, also das Gewerbeaufsichtsamt oder den staatlichen Arbeitsschutz zu informieren. Denn nur so kann die Behörde die Einhaltung der Mutterschutzvorschriften kontrollieren. Die Mitteilung durch den Arbeitgeber ist bußgeldbewehrt.

Der behandelnde Frauenarzt kann ein individuelles Beschäftigungsverbot aussprechen und ist auf den persönlichen Gesundheitszustand der werdenden Mutter bezogen.

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@isebise50
Der behandelnde Frauenarzt kann ein individuelles Beschäftigungsverbot aussprechen und ist auf den persönlichen Gesundheitszustand der werdenden Mutter bezogen.

das ist in der 5. schwangerschaftswoche doch absurd. man wird die beschäftigung, bzw. den arbeitsplatz selbst, lediglich anders zuteilen..

in dem link den ich gepostet habe (das entsprechende forum) wurde geschildert wie das dann konkret abgelaufen ist.. 


und nein, der arbeitgeber ist kein frauenarzt..(eingangsfrage)

Ich mache gerade meine Ausbildung zur medizinischen fachangestellten in einer ambulanten Unfallchirurgie




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@princecoffee

zudem....meine antwort auf die frage..

>du darfst und musst weiterhin sämtliche dir anvertrauten tätigkeiten weiterhin ausüben, das so lange, bis dein gyn die tätigkeiten einschränkt oder komplett unterbindet..

na? ist doch soweit alles enthalten. ich habe lediglich den verdacht, dass hier manche das was sie lesen nicht wirklich verstehen..

natürlich wird es einschränkungen geben (wie in vielen anderen ausbildungen/berufen auch). aber wie das dann konkret auszusehen hat, darüber wird der behandelnde gyn schon aufklären. eventuell auch in rück- absprache mit dem arbeitgeber..




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