Ausziehen finanziell regeln?

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Ab 18 sind beide Eltern zum Barunterhalt verpflichtet, vorausgesetzt sie sind leistungsfähig und dein Auszug war notwendig, ob du dann Anspruch auf Bafög - und Kindergeld hättest kommt darauf an was du dann machst, in einer schulischen Ausbildung könnte dir Bafög - oder in einer betrieblichen Erstausbildung BAB - zustehen.

Wenn du also zur Schule gehst könnte Schülerbafög - in betracht kommen, dass müsstest du auch nicht wieder zurückzahlen, dass Kindergeld steht dir zu wenn du von deinen Eltern nicht min.Unterhalt in Höhe des Kindergeldes bekommen würdest.

Deine 450 € Einkommen könnten dir dann ggf.teilweise auf deinen Unterhaltsanspruch angerechnet werden, gehst du dann also weiter zur Schule, würdest du nicht verpflichtet sein einer Erwerbstätigkeit nachzugehen, deshalb könntest du dann von den 450 € auch min.erst einmal 50 € für evtl.berufsbedingte Aufwendungen in Abzug bringen.

Der Rest könnte dann zu max.50 % auf deinen Unterhaltsanspruch angerechnet werden, diese Kürzung können deine Eltern aber nicht von sich aus vornehmen, dazu müssten sie beim Familiengericht einen Antrag stellen.

Als Unterhaltsbedarf stünden dir dann als Azubi / Schüler / Student min.735 € im Monat zu, dass Kindergeld würde darauf zu 100 % angerechnet und dann ggf.dein Bafög - und max.50 % vom anrechenbaren Nettoeinkommen.

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Da du noch zur Schule gehst, solltest du einen Antrag auf Schülerbafög stellen. Ansonsten ist dir deine Mutter unterhaltsverpflichtet. Dir stehen 735,- Euro zu bei eigener Wohnung inkl. Kindergeld (194,- Euro, ab Juli 204,- Euro). Ob deine Mutter leistungsfähig ist, kannst du anhand ihrer Einkommensnachweise prüfen. Ihr Selbstbehalt dir gegenüber liegt dann bei 1300,- Euro bereinigtes Netto. Wenn es ihr finanziell nicht so gut geht, dann könnte ein Teil deines Minijobs aus Billigkeitsgründen angerechnet werden. Wobei du als Schüler nicht verpflichtet bist zu arbeiten. Du solltest dich auf jeden Fall mit dem Amt für Bafög in Verbindung setzen und vorab die Situation klären. Denn:

In einigen Fällen wird eine Förderung mittels Schüler-BAföG für Schüler bewilligt, die nicht mehr bei ihren Eltern wohnen, obwohl sie noch keine abgeschlossene Berufsausbildung haben. Hierfür werden jedoch strengere Kriterien angelegt, weil man in der Regel davon ausgeht, dass eine Person ohne Berufsausbildung zur Vollendung seiner Ausbildung noch zu Hause wohnt, solange keine besonderen Umstände vorliegen. Besondere Umstände sind im Sinne dieser Regelung vor allem dann gegeben, wenn die Ausbildungsstätte zu weit vom Elternhaus entfernt ist. Dabei geht jedoch noch nicht um eine frei gewählte Schule, sondern um die dem Elternhaus am nächsten gelegene entsprechend zumutbare Lehranstalt, an der man den gewünschten Abschluss machen kann.

https://www.bafoeg-aktuell.de/bafoeg/schueler-bafoeg.html

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Naja es ist so, dass wir vor zwei Jahren von Sachsen nach Rheinland-Pfalz gezogen sind. Meine (alleinerziehende) Mutter findet hier keine Arbeit, weswegen sie Harz4 bekommt. Sie wird dieses Jahr wieder zurück nach Sachsen ziehen und dort auch wieder normal arbeiten gehen. Ich werde hier bleiben und die Schule beenden, nach Sachsen zurück ziehen kommt gar nicht in Betracht. Ist die Situation akzeptabel um Bafög zu bekommen?

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@EmotionalGirl12

Das würde ich direkt mit dem BAföG Amt klären. Aber ich denke schon... Du wohnst dann alleine, bist weit vom Elternhaus entfernt und gehst zur Schule.

Wenn du dann eine Ausbildung machst danach, dann beantrage rechtzeitig Ausbildungsbeihilfe!

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@Kessie1

Ganz alleine werde ich nicht wohnen, sondern mit meinem Freund. Also wie eine WG quasi. Ändert es was?

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@EmotionalGirl12
Schüler/innen sind notwendig auswärts untergebracht, wenn
von der Wohnung der Eltern aus eine entsprechende zumutbare Ausbildungsstätte - z. B. wegen der Entfernung - nicht erreichbar ist,
sie einen eigenen Haushalt führen und verheiratet oder in eingetragener Lebenspartnerschaft verbunden sind oder waren,
sie einen eigenen Haushalt führen und mit mindestens einem Kind zusammenleben.

Auch eine WG ist für den Bezug ok. Falls du nach der Schule in Hartz 4 rutschst, weil du keinen Ausbildungsplatz hast, dann solltet ihr eurer Zusammenleben ohnehin als WG angeben.

wie gesagt: suche dir dein BAföG Amt raus und gehe dort mal hin (mit Termin) und erkläre die Situation. Du musst dann ohnehin einen ellenlangen Antrag ausfüllen (kann man auch online machen) und deine Mutter muss Formblatt 3 ausfüllen. Das Amt will ja auch prüfen, ob deine Mutter nicht doch Unterhalt zahlen kann (und muss). Und je schneller nachher der Antrag eingereicht wird, desto schneller gibt es Geld. Kläre es auch mit dem Kindergeld: wird es deine Mutter direkt an dich überweisen oder sollst du lieber einen Abzweigungsantrag stellen? Denkt auch hier daran, dass jede Änderung umgehend mitzuteilen ist.

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Schlicht und ergreifend Deine Eltern ! sind Dir bis zum Abschluß Deiner Erstausbildung zum Unterhalt verpflichtet.

Desweiteren stellt sich dir Frage, ob überhaupt weiterhin Anspruch auf Kindergeld nach deutschem Recht besteht - oder aber nach dem Heimatland Deiner Mutter - oder wo lebt Dein Vater?

Teilzeitjob - wer garantiert Dir 450 Euro im Monat? Was ist wenn Du nicht entsprechend zur Arbeit eingeteilt wirst / gekündigt wirst / längerfristig krank wirst?

Und auch der evtl. Baföganspruch ist abhängig vom elterlichen Einkommen.

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Mit Heimat meinte ich unsere Heimatstadt. Den Job hab ich doch schon und klar kann ich gekündigt werden oder so aber das kann jeder, egal in welcher Situation also bringt mich das nicht gerade weiter. Und das Einkommen meiner Mutter (alleinerziehen) ist nicht sehr hoch.

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teilzeit arbeiten und schule - geht das?

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