Ausziehen aus der Bedarfsgemeinschaft, geringes Einkommen, was kann ich tun?

9 Antworten

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Deine Überlegungen sind korrekt, du musst dich mit deinem Einkommen am Haushalt beteiligen und deinen Mietanteil und dein Kostgeld selbst zahlen. Deine Mutter bekommt dann für dich nichts mehr und das Kindergeld kann auch auf sie angerechnet werden. 

Das ist sicher nicht so toll, wenn man gerade beruflich durchstartet, das verstehe ich. Nur kannst du nicht sagen, dass du nur für 272 Euro arbeitest. Es ist vielmehr so, dass alle, die arbeiten das Geld nicht rein fürs Vergnügen bekommen, sondern dass eben jeder Miete und Essen davon zahlen muss. 

Und das macht keinen Unterschied, ob du bei deiner Mutter wohnst oder alleine, du musst für dein Leben nun auch aufkommen. 

Klar kannst du auch ausziehen und dir ein günstiges Zimmer suchen. Du hast dann dein Kindergeld und dein Ausbildunggehalt, das ist mehr als genug, da gibt es keine Zuschüsse mehr, dir stehen 735 Euro zu zum Leben und die hast du ja. Klar bleiben dir dann keine 272 Euro mehr zur alleinigen Verfügung, aber dafür hast du deine eigene Wohnung und bist nicht mehr von deiner Mutter abhängig. Und Halbwaisenrente gibt es in der Ausbildung ja auch noch oben drauf, wenn du das Geld beantragst.

Aber auch sonst könntest du ja günstiger zu Hause wohnen, wieso sollte man dir dann noch was extra zahlen. 

Dir muss einfach klar sein, eigenständiges Leben kostet Geld und wenn man das Minimum hat, gibt es als Erwachsener kein Taschengeld oben drauf. Das hast du nur zu Hause. 

Mein Rat, spar dir deine 272 Euro im Monat an und warte noch etwas ab, wenn du deinen Bedarf alleine deckst, dann darfst du das, was drüber liegt, auch behalten.  Und dann schaust du dich mal nach einer Wohnung um und wenn du was passendes findest, kannst du ausziehen, bis dahin hast du auch ein paar Euros gespart für die Wohnungseinrichtung.

Ich möchte ausziehen. Ich weiß das ich 190 Euro Kindergeld bekomme + 772 Euro Netto Gehalt wäre das ne ordentliche Summe. Für eine kleine Wohnung und die alltäglichen Ausgaben wird das vermutlich nicht reichen.

Vielleicht nicht für eine Wohnung aber für ein Zimmer in einer WG.

Darf ich ausziehen?

Wenn Du es Dir leisten kannst, ja.

Gibt es eine Möglichkeit Unterstützung von irgendjemand zu bekommen? 

Vielleicht noch ein bisschen Wohngeld aber sonst sehe ich keine weitere Möglichkeit.

Selbstverständlich kannst Du unter den Voraussetzungen ausziehen! Du kannst ja für Dich selber sorgen und ab dem 18. Geburtstag ist auch jeder für seinen Lebensunterhalt selbst verantwortlich!

So ganz kann ich auch Deine Begründung hier nicht nachvollziehen:



In Wirklichkeit bekomme ich 971 Euro Brutto und mir war bewusst das ich Steuern zahlen muss. 722 Euro waren für mich denoch eine ordentliche Summe. Aber das am Ende nur 272 Euro davon übrig bleiben ist echt sche**e .. Die Vorstellung das ich 38 Stunden die Woche arbeite, um am Ende nur 272 Euro zu bekommen.


Wenn Du mit dem von Dir errechneten Betrag ausziehst und alles alleine finanzierst, so wird Dir auch nicht mehr übrig bleiben, als diese vielleicht 272 Euro!

Die Sichtweise, die Du hier schilderst und das das Jobcenter dann Deiner Mutter was abzieht, ist einfach nur unlogisch und weltfremd! Oder meinst Du tatsächlich, dass Du das gesamte Geld für Dich allein als großzügiges Taschengeld behalten könntest und das Jobcenter weiterhin Deine Miete und alles andere trägt? 

Eine Ausbildungsvergütung ist auch für den ganz normalen Lebensunterhalt einzusetzen und ob Du nun selbst ein WG-Zimmer und alles andere finanzierst oder halt in der Bedarfsgemeinschaft Deinen rechtlich vollkommen normalen Obolus leistet, bleibt doch eigentlich gehupft wie gesprungen.

Die angebliche "Ungerechtigkeit" spielt sich ganz allein in Deinem Kopf ab!

Ja, mit dem Betrag kann man durchaus leben. Eine Wohnung wird da aber eher schwierig. Für den Anfang dürfte es aber ein WG-Zimmer ganz sicher auch tun.

Alles Gute wünsche ich Dir und viel Erfolg ;-)

Mir ist klar das es eigendlich keine Ungerechtigkeit ist. Ich war einfach nur naiv und dachte wirklich das ich die 772 Euro behalten darf und trotzdem Miete usw. vom Jobcenter bezahlt bekomme. Bin nun in der Realität angekommen und eigendlich sind dir 272 Euro gar nicht mal so schlecht. Trotzdem danke für deine Mühe :)

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@Fantamanta

Es ist auch nicht einfach, die Abläufe im erwachsenen Leben, im Zusammenhang, zu Beginn zu verstehen. Leben kostet nun mal auch Geld und es gibt ja auch während der Ausbildung jedes Jahr mehr Vergütung. Hast Du erst mal ausgelernt, so wird auch, trotz dann vielleicht eigener Wohnung, wesentlich mehr von Deinem Einkommen übrig bleiben, als das, was man als Sozialleistung zum reinen Überleben bekommt. Nur das "da raus kommen" sollte Dein Ziel sein!

Wir in Deutschland, können und sollten uns einfach auch mal glücklich schätzen, dass es diese Art der Sozialleistungen gibt, die im absoluten Notfall für Bedürftige einspringt. Ein Abi wäre für Dich sonst vielleicht gar nicht möglich gewesen und Du hättest jede Arbeit annehmen müssen, nur um zu überleben.......

Du hast jetzt alle Chancen, da rauszukommen - nutze sie und nochmals viel Erfolg für Dich - auch für Deine Mutter und Deinen Bruder alles erdenklich Gute ;-)


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