Auszahlung Sterbeversicherung?

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4 Antworten

jetzt hat die Sterbeversicherung den Versicherungsbetrag an eine der
Schwestern meines Mannes ausgezahlt mit der Auflage, das Geld unter
allen 6 Geschwistern aufzuteilen.

Das kann so nicht stimmen: Versicherungen zahlen Lesitungen entweder an denjenigen aus, der als Begünstigter vom Versicherungsnehmer in der Police eingesetzt wurde oder an die Erben bzw. einen Testamentsvollstrecker oder lebzeitig bestimmten Vorsorgebevollmächtigten; also durchaus an die hier genannte Schwester.

Versicherungen verfügen keine Auflagen über die Verteilung, das kann nur der Versicherungsnehmer oder seine Rechtsnachfolger.

Hier käme es nun darauf an: Offenbar handelt es sich um eine Zuwendung von Todes wegen. Dann fällt die Versicherungssumme aber in den Nachlass.

Dazu gehören natürlich auch Nachlassforderungen der Erblasserin.

Meint: Ist ein Darlehen der Verstorbenen an deinen Mann glaubhaft und kann er dessen Rückzahlung nicht beweisen, ist diese unveränderte  Nachlassforderung gegen deinen Mann als Schuldner von den Nachlassgläubigern, den Erben, zu stellen. Praktischerweise behalten sie offene Darlehnesraten und etwaige Zinsen von seinem Erbe, auch dem aus Anteil der Versicherung, dann eben ein.

G imager761

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Ja, Schulden können nicht mit artfremden Gelbeträgen aufgerechnet werden. Wenn es wie hier nicht mal einen Beweis für die Schulden gibt sollte ein Anwalt für Erbrecht ein leichtes Spiel haben, dass Geld einzufordern.

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Kommentar von mepeisen
30.01.2016, 06:35

Es sind beides Geldschulden und diese sind im Regelfall immer gleichartig im Sinne des BGB. Wenn es also wirklich die Schulden gäbe (Konjunktiv) kann man sehr wohl aufrechnen bzw. mindestens bis zur Klärung zurückbehalten.

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Auch wenn es rechtlich nicht in Ordnung ist. Aus moralischer Sicht kann ich seine Schwester verstehen.

Hat Dein Mann bei ihr Schulden oder nicht?

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Kommentar von awenwitch
29.01.2016, 18:51

Nein, hat er nicht. Er hatte früher welche, aber sie behauptet, er hätte nicht alles zurückbezahlt.

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Kommentar von mepeisen
30.01.2016, 06:27

Aus rechtlicher Sicht wäre es in Ordnung, wenn es Schulden gibt. So etwas nennt man dann Aufrechnung bzw. Zurückbehaltung. Da es aber keine gibt...

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Du siehst das vollkommen richtig.

Sollte dein Mann seiner Schwester Geld schulden..dann hat das mit dem Erbe nicht das geringste zu tun.

Das Geld ist auszuzahlen und seine Schwester müßte auf dem Zivilweg das Geld von deinem Mann/ihrem Bruder, einklagen! Und nicht anders!

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Kommentar von mepeisen
30.01.2016, 06:37

Und wie kommst du darauf?

Das Gesetz will nur verhindern, dass derjenige, der einem 5 Äpfel schuldet nicht einfach damit aufrechnen kann, dass man ihm 4 Birnen schuldet.

Bei dem Szenario des TE handelt es sich aber um Geldschulden und die sind gleichartig...

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