Auszahlung Lebensversicherung - aber viel zu wenig?!

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10 Antworten

Ich denke, hier kann man den Sachverhalt auch selbst mit der Versicherungsgesellschaft klären. Versicherungsgesellschaften zahlen sicherlich nicht gern Geld aus, aber eine grundlose Kürzung der Todesfall-Leistung nimmt sicherlich keine Gesellschaft vor. Das wäre zu primitiv!

Wenn Dir nun der ausgezahlte Betrag zu gering erscheint, könnte dies u.U. auch folgende Gründe haben:

  • Ein Teil der Versicherungsleistung wurde z.B. an einen Darlehensgeber abgetreten, so daß nun nur der verbleibende Betrag zwischen Euch aufgeteilt wird.
  • Der Versicherungsnehmer hatte noch vor dem Versicherungsfall das widerrufliche Bezugsrecht geändert. Dies wäre dann nicht aus dem Versicherungsschein ersichtlich.
  • Vielleicht handelte es sich auch um eine Risiko-LV mit fallender Versicherungssumme, so daß nun nicht mehr die anfängliche Versicherungssumme zur Auszahlung kommt. (Dem steht aber entgegen, daß Du von einer RLV mit Dynamik geschrieben hast!).
  • Eine Verringerung der Todesfall-Leistung kann aber auch vorgenommen werden, wenn es sich um einen Nichtraucher-Tarif handelte, die versicherte Person während der Versicherungsdauer aber Raucher wurde und dies nicht nachgemeldet hat.

Aber ich denke, ein Anruf bei der Gesellschaft genügt, um den Grund zu erfahren. Dann kann man immer noch abschätzen, ob der Grund plausibel ist oder man die Hilfe eines Anwalt benötigt.

Die echte Todesfallsumme darf Euch nicht verweigert werden. Das läßt sich ohne weitere Kosten für Euch klären. Abgezogen werden die Überweisungskosten ins Ausland. Das richtet sich nach der Höhe der Summe.

Also dadurch das Du im Ausland wohnst und Dir das Geld dorthin überweisen lässt, fallen schon einmal vermehrt Verwaltungsgebühren an, zum Anderen würde ich an Deiner Stelle mal direkt bei der Versicherung anrufen und Dir das von dort aus erklären lassen. Die können Dir da bestimmt eher helfen da sie die komplette Einsicht in die Unterlagen haben.

Geh SOFORT zu einem Anwalt für Familien/Erbrecht- diese paar Euro sind es wert, denn in deiner Angelegenheit scheint etwas ganz schön faul zu sein!!! Wirst sehen, es lohnt sich- und du bekommst das, was dir zusteht. Viel Glück! Und der Anwalt wird der Versicherung schon zeigen, wo's lang geht! Viel Glück!

ska007 25.05.2009, 08:44

schoen, dass du das anhand dieser wenigen Informationen sagen kannst.

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loewenwachtel 25.05.2009, 08:48
@ska007

Ja, ich hatte in meiner Familie solch einen Fall (Unfallversicherung wollte zu wenig zahlen) Ich habe mir damals alle Paragraphen selbst rausgesucht und am Ender fast das Dopplete rausgeholt aber mit Anwalt wäre es schon schneller gegangen.

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Das ist aber sehr komisch, was sagt den die Versicherung aus welchem Grund es weniger gibt, die müssen das doch begründen können. wenn sie sich quer stellen würde ich einen anwalt dazu ziehen.

Wenn auf der Police steht, dass im Todesfall, diese Summe gibt und alle Beiträge bezahlt wurden, dann hat die Versicherung den Gesamtbetrag auszuzahlen. Du solltest einen Anwalt kontaktieren!

Ich würde in dem Fall einen Anwalt einschalten. Hat einer von Euch beiden eine Rechtsschutzversicherung?

Kopien zählen nicht, sei denn sie sind beglaubigt! Gezahlt wird das was in der Police steht. Eine Versicherung ist kein Basar!

glaube da wäre ein Anwalt der richtige Ansprechpartner

LostSoul 25.05.2009, 08:50

Mein Bruder lässt es jetzt von einem Anwalt prüfen...irgendwas ist da wirklich eigenartig dran an der Sache. Selbst wenn man Verwaltungsgebühren etc. dazurechnet, sollte mehr rauskommen, als es jetzt rausgekommen ist...und auch wenn die Auszahlungssumme wegen geringer Überschüsse gekürzt sein sollte - um einen mehr als 5stelligen Betrag ?? Kann doch eigentlich nicht sein oder...?

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Deine Fragen solltest Du von einem Anwalt klären lassen.

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