Auswirkungen von Wasserstoffbrücken auf Siedepunkt und Löslichkeit

2 Antworten

Das Wassermolekül ist zunächst einmal ein Dipol. Das allein erklärt seinen hohen Siedepunkt jedoch noch nicht, wenn man es etwa mit dem mehr als doppelt so schweren Chlorwasserstoff vergleicht, ebenfalls ein Dipol. Offensichtlich spielt auch der gewinkelte Bau des Moleküls eine Rolle und möglicherweise die Tatsache, dass es genauer betrachtet drei Pole hat, zwei positive am Wasserstoff und eine negative am Sauerstoff. Das erhöht die Zahl der Kombinationsmöglichkeiten (Wasserstoffbrücken) und damit den Zusammenhalt der Moleküle. Auch beim Löslichkeitsverhalten wirkt sich diese Besonderheit offensichtlich aus.

Je stärker die Wasserstoffbrücken sind, desto fester "halten" sich die Teilchen aneinander. Demnach siedet der Stoff nicht so leicht, Wasser siedet deshalb erst bei 100 °C, weil die H-Brücken so stark sind.

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