Auswandern nach Spanien... welchen Beruf

15 Antworten

wenn du wirklich SEHR GUT spanisch sprichst, könnte sich eine ausbildung zur speditionskauffrau lohnen: viele deutsche frachtführer haben zwar ladungen NACH spanien, aber an den rückfrachten hapert es häufig, weil die firmen keinen deutschsprachigen ansprechpartner in spanien haben.

Ich würde vor einer Auswanderung nach Spanien dringendst abraten, wenn man vor hat hier einer nicht selbstständigen Beschäftigung nachzugehen.

Auch muss ich meinen Vorrednern widersprechen: selbst in der Gastronomie ist nichts zu bekommen, da die Arbeitgeber ihre Landsleute bevorzugen, auch wenn sie lieber sprachkundige Ausländer einstellen würden. Sie befürchten den Haß ihrer Landsleute, die lauthals demonstrieren, das Arbeitsplätze an Ausländer gehen.

Mancherorts herrschen Zustände ähnlich wie in Griechenland. Beim letzten Sonnwendfeuer wurde nicht nur - wie traditionell - ein Puppe des Präsidenten verbrannt, dieses Jahr war die Puppe einer etwas älteren, leicht pummeligen und blonden Frau dabei. Man kann sich denken, wer gemeint ist: Frau Merkel.

Deutsche Arbeiter wie etwa Köche in Hotels,die vornehmlich von deutschen Touristen belegt werden, werden von Spaniern gemoppt. Ein befreundeter Hoteldirektor sagte mir, das es ein Desaster sei: zu gerne würden sie mehr deutschsprachiges Personal einstellen, da 98% ihrer Gäste Deutsche und Engländer sind. Doch sie befürchten Übergriffe auf das Hotel, wie manche Schmierereien an den Wänden und den Fahrzeugen des Hotels bereits andeuten.

Dennoch: Krisenzeiten sind zugleich immer auch Zeiten für gute Chancen. Aber hier nur, wenn man freiberuflich oder selbstständig fungiert. Man muß seine Tätigkeit auf Ausländer in Spanien konzentrieren. Trotz aller Krise: das Wetter Spaniens ist unverändert, der Tourismus hat nahezu keine Einbußen.

Betätigungsfelder wären also alle Arten von Geschäfte, die sich auf Touristen konzentrieren.

Auswanderungsziel: wer sich noch nicht schlüssig ist, wohin er will in Spanien, sollte sich auf Mallorca, Ibiza oder die Costa del Sol konzentrieren. Mallorca bietet die grössten Chancen für Deutsche, doch Vorsicht: es bringt nichts die hundertste deutsche Imbussbude, Kneipe oder Boutique zu eröffnen. Auch Tattoo-Studios sind übermässig vorhanden.

Ibiza ist etwas teurer und mondäner als Mallorca, hier sollte man sich auf die Reichen konzentrieren, als infragekommende Kundschaft.

An der Costa del Sol ist Marbella im Aufwind. Gerade erst wurde beschlossen das traditionelle 5-Sterne-Hotel "San Miguel" wieder zu beleben: ein skandinavische Gesellschaft hat es gekauft - hier werden viele neue Arbeitsplätze entstehen. Auch der Zuschlag für den neuen Jachthafen in Marbella kam von der Zentralregierung. Merke: die Reichen bleiben immer reich, auch in der Krise, deshalb ist Marbella erste Adresse für gute Geschäfte.

Wichtigste Voraussetzungen:

  1. unbedingt gute spanische Sprachkenntnisse
  2. ein gutes Finanzpolster als Rückversicherung
  3. eine gute Geschäftsidee

Nie blind rüberfliegen "Hurra, da bin ich", das ging vor 20 Jahren noch gut - heute ein Unding. Erst Kontakte knüpfen, dann ein erster Besuch um vor Ort Chancen und Möglichkeiten zu checken, und dann die Auswanderung nach Möglichkeit in Deutschland immer noch ein Hintertürchen offen zu halten (vielleicht ein Zimmer im Elternhaus).

Momentan ist in Spanien absolute Flaute. Aber in paar Jahren wird's wieder irgendwie werden - auf jeden Fall besser als jetzt. Auch solltest du bereits etwas Berufserfahrung gesammelt haben, bevor du auswanderst, weil man dort als Berufsanfänger schlecht einen Job kriegt. Da bist du in Deutschland besser dran.

Welche Berufe? Vermutlich sind alle Berufe gut, wenn die Wirtschaft wieder anspringt, sicherlich aber bist du in der Automobilindustrie, Tourismus/Hotellerie, Rechtswesen oder Bankensektor besser dran als anderswo, weil das die zuletzt wichtigsten Bereiche der Spanischen Wirtschaft gewesen sind. Aber lass es dir gesagt sein, Es kommt nicht nur auf das Fach oder den Beruf an, sondern darauf, ob du wirklich gut darin bist - ein richtiger Spezialist eben. Dann durfte es kein Problem sein, einen Job zu finden, egal wo, egal wann. Schon ein mittelmäßiger Abschluss kann zum Problem werden.

Mucha suerte y todos bienos!

in spanien kann fast jeder alles machen, dort wird nicht so darauf geachtet was du gelernt hast, du machst da probearbeit und wenn du es kannst, dann haste den job so läuft es in spanien

Also zur Zeit auf jeden Fall Deutschlehrer. Wenn's wieder besser geht und die Krise vorüber ist: alles andere. Ggf. auch Tourismus, der fährt ja nach wie vor Rekorde ein. Das wären jetzt Bereiche, wo du als Deutscher Vorteile hättest, soweit Deutsch verlangt wird. Sonst eher nicht.

Klar, es gibt Bereiche, wo Spanien stark ist, z.B. in Solartechnik, der Textilindustrie, Informatik und Hochgeschwindigkeitszüge. Aber da als Deutscher reinzukommen. Ggf. über den Umweg einer dt. Firma, die dort etabliert ist. Am Bau ist es ja eher flau aber selbst da kauft ACS noch die deutsche Hochtief auf.

Deutschlehrer: über spanische Unis Kontakt aufnehmen

Deutsche Firmen in Spanien: Siemens und VW (Seat) - Erstkontakte über die deutschen Zentralen aufnehmen

Airbus - hat drei Standorte in Spanien, noch dazu an attraktiven Plätzen (Andalusien), beschäftigt mehrsprachige Fachpersonal

Solartechnik und Windkrafttechnik: jedes große deutsche Unternehmen hat einen Ableger in Spanien - über die deutschen Muttergesellschaft Kontakte schaffen.

Ansonsten: Arbeitsamt Frankfurt vermittelt Auslands-Arbeitsplätze.

Am Bau geht bestens noch die Abrissbranche ;-)

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