Auswandern in die USA (speziell Florida)

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4 Antworten

Ich war in meinem bisher kurzen Leben schon öfter in den USA, großteils in Florida. Mich bewegt eine ganze Menge in diesem Land, von dem schönen Wetter und der Umgebung bis hin zu den Menschen und der Kultur.

Ganz Deiner Meinung. Ich war bis auf einmal auch nur in Florida.

Trotzdem möchte ich liebend gerne dort leben, da es einfach mein Traum ist, ein sehr schwieriger Traum. Nun wollte ich hier Menschen mit Erfahrungen fragen, was für mich ein guter, realistischer Weg wäre, um diesen zu verwirklichen.

Du müsstest versuchen , dass Dich jemand einstellt.

Viel Glück-

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Kommentar von Azraone
07.07.2013, 00:19

Danke! :)

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Bestimmungen für Greencard über Verwandte:

Verwandte von US-Bürgern

Verwandte von US-Bürgern, die in die USA einwandern dürfen, sind: Eltern, Kinder und Geschwister. Eltern sowie ledige Kinder von US-Bürgern unter 21 Jahren erhalten sofort die Genehmigung zur Einwanderung, ältere oder bereits verheiratete Kinder müssen dagegen recht lange warten. Geschwister von US-Bürgern haben trotz Berechtigung zur Antragstellung nur sehr geringe Chancen, da die Wartezeiten über 10, mitunter sogar über 20 Jahre betragen können (z. B. bei Antragsstellern von den Philippinen). Die Wartezeiten ergeben sich aus dem „Visa Bulletin”, siehe Weblinks.

Verwandte von Green-Card-Inhabern Ein Permanent Resident ist lediglich dazu berechtigt, seine unverheirateten Kinder mit in die USA zu holen. Verheiratete Kinder, Eltern, Geschwister oder sonstige Verwandte haben keine Chance, über den Bürgen selbst eine Genehmigung zur Einwanderung zu erhalten. Dies kann sich jedoch ändern, wenn der Inhaber nach frühestens fünf Jahren die US-Staatsbürgerschaft beantragen sollte. In diesem Fall kann er dann auch andere Familienmitglieder „nachholen“.

Wahrscheinlich wirst du die Greencard nicht über Verwandte bekommen können, da ein Onkel oder Cousin in den Staaten nicht für eine Greencard ausreicht.

Aktuell würdest du nicht für eine Auswanderung in Frage kommen. In den USA werden erfahrene Fachkräte und Studierte Leute gesucht, mit einem Realabschluss und Abitur bist du auf dem US-Arbeitsmarkt nicht gefragt. Du würdest auch keine Greencard bekommen. Wenn du realistische Chancen haben willst, solltest du Studieren und dich in eine berufliche Komfortable Lage bringen.

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Kommentar von Azraone
06.07.2013, 18:48

Danke für die Antwort!

Nebenbei: Ich blicke bei der Lottery nicht durch. Muss man einfach 12 Jahre Schule absolviert haben, egal wie, oder brauch man den Realschulabschluss dafür?

Grüße

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Ich war in meinem bisher kurzen Leben schon öfter in den USA, großteils in Florida. Mich bewegt eine ganze Menge in diesem Land, von dem schönen Wetter und der Umgebung bis hin zu den Menschen und der Kultur. Ich weiß dass man das wahre Leben nicht mit einem kurzen Urlaub dort vergleichen kann, also bitte unterlasst solche Kommentare.

Ich werde das nicht kommentieren, würde aber dennoch gern wissen, wie Du Dir ein Leben in Florida selber vorstellst. Ist Dir beispielsweise bewusst, dass in den USA länger gearbeitet wird und es solch überbordenden Luxus wie bezahlte Kranken- und Urlaubstage für viele Floridianer nicht gibt? Dass die schulische Bildung an öfftenlichen Schulen in Florida grottoid ist, und dass gute Bildung hier in Florida sehr teuer bezahlt werden muss? Dass die soziale Mobilität (also die Chance, sich aus eigener Kraft nach oben zu arbeiten) in den USA inzwischen faktisch nicht mehr vorhanden ist und dass man diesbezüglich in Europa erheblich bessere Chancen hat?

Deutschland hat es in vielerlei Hinsicht unheimlich gut, und es wäre vermutlich eine Zielüberlegung wert, in Deutschland Karriere zu machen und sich dann im gelobten Bundesstaat Florida einen regelmäßigen Urlaub zu gönnen. Eventuell im eigenen Ferienhaus, das man zwischendrin vermietet.

Trotzdem möchte ich liebend gerne dort leben, da es einfach mein Traum ist, ein sehr schwieriger Traum. Nun wollte ich hier Menschen mit Erfahrungen fragen, was für mich ein guter, realistischer Weg wäre, um diesen zu verwirklichen.

In Deinem Alter hat man viele Träume, die sich mit etwas mehr Lebenserfahrung relativieren. Ich meine das nicht von oben herab, sondern ganz sachlich, nüchtern. Mit 17, 18 wollte ich Bauingenieurin werden, da war ich mir ganz sicher. Ein paar Jahre später und mit mehr Einblicken und mehr Einsicht kam dieser Berufszweig für mich nicht mehr in Frage. Ich lebe übrigens in Florida - und ich kann Dir versichern, dass es hier bei Weitem nicht so toll ist, wie Du Dir aus Deinen Urlaubserfahrungen ausmalst. Das tägliche Leben in den USA ist hart, ellbogenregiert und ziemlich erbarmungslos. Hilf dir selbst, sonst hilft dir keiner, das ist die grundsätzliche Devise - und die meisten Leute können sich nicht "nach oben helfen". Das trifft ganz besonders auf Einwanderer zu.

Welche Ausbildung bzw welche dadurch zu erlangende Arbeit wäre hier von Vorteil?

Irgendwas Technisches/Naturwissenschaft/Informatikmäßiges. Programmierer und Softwareentwickler haben gute Chancen auf eine gute Stelle samt Arbeitsvisumssponsoring, allerdings nicht unbedingt in Florida. Die Hochburgen für Softwareentwickler sind weiterhin an der Westküste zu finden.

Mir wäre es sicher von Vorteil mich von einer Firma in Deutschland rüber versetzen zu lassen, da ich dann hier bereits Erfahrungen zu der Firma sammeln kann. Dann könnte ich theoretisch das Arbeitsvisum mit einer Greencard aufstocken.

Wenn Du mittels Entsendungsvisum in den USA wärest, dann müsste der Arbeitgeber die Greencard sponsern. Viele Arbeitgeber machen das nicht oder nur ungern, weil sie selber genau wissen, dass der Mitarbeiter damit in die Vogelfreiheit entfliehen kann. Solange er "nur" das Arbeitsvisum hat, ist er nämlich an die konkrete Stelle gebunden. Mit Greencard hingegen kann er kündigen und sich nach üppigeren Weidegründen umsehen.

Meine Mutter hat in den USA Verwandte, jedoch ist meine Familie sehr mit ihnen zerstritten. Kann man hier dennoch eine Greencard über familiäre Angelegenheiten beantragen?

Nein. Eine Petition zur Familienzusammenführung kann nur ein Verwandter ersten Grades stellen, also Eltern, Geschwister oder Kinder. Entferntere Verwandte nützen nichts.

Was könnt ihr mir sonst noch empfehlen, vorschlagen, ...?

Erst mal kleine Brötchen backen. Komm nach dem Abitur für ein Jahr als Au Pair nach Florida oder mach hier ein FSJ oder bewirb Dich bei Walt Disney World in Orlando als "Kulturrepräsentant" für Epcot (Letzteres ist vergleichsweise einfach, setzt aber voraus, dass Du optisch zu Disney passt, sprich: Du musst gepflegt wirken und darfst keine sichtbaren Tattoos oder Piercings haben). Und/oder leg während des Studiums ein Auslandssemester oder -praktikum hier ein. Damit bekämst Du dann schon mal ein paar Einblicke ins Leben jenseits der Urlaubseindrücke.

Zur Diversity Visa Lottery (Kommentar unter anderer Antwort): Man braucht einen Schulabschluss, der 12 Jahre Schule voraussetzt. Ausnahme: Wegen des hohen hiesigen Bildungsniveaus reicht für Deutsche, die in Deutschland leben, der Realschulabschluss aus, um an der Lotterie teilnehmen zu können.

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Kommentar von Azraone
06.07.2013, 23:40

Wie ich mir das Leben vorstelle?

Nun ja, kommen wir zum ganz normalen Werktag. Ich stehe morgens um 6-8 in meiner Wohnung oder meinem Haus auf und mache mich fertig. Danach begebe ich mich per öffentliche Verkehrsmittel oder meinem eigenen Auto auf dem Weg zur Arbeit (nehmen wir mal einen Bürojob als Exempel), wo ich bis zur Ankunft die Stadt mit jeder ihrer Details genießen kann, auch wenn ich öfter im Stress aufgrund von Staus, etc.. sein könnte. An meinem Arbeitsplatz angekommen sitze ich im teils überhitzten Büro und bewältige meine stressige Arbeit. Dazu gebe ich mir noch sehr viel Mühe, da ich das von Natur aus für Arbeiten jeglicher Art tue. Nachdem die xx langen Stunden an Arbeit vorbei sind (geschätzt auf 18-19 Uhr) begebe ich mich nach hause und gehe vielleicht eine Runde am Strand spazieren, setze mich nochmal mit ein paar Kollegen in ein Lokal und und und, solange ich um spätestens 12 Uhr schlafen gehen kann. Das selbe nehme ich dann 5 mal, vielleicht sogar 6 mal die Woche in Kauf. Arbeit und Fleiß gehört eben dazu, deswegen sollte ich dann auch genügend Motivation dabei haben auf Dauer.

Zu Absatz 2 kann ich das Meiste nur wiederholen. Ich habe von der "Grausamkeit" dieser Hinsicht von den USA gehört und deswegen gehört einfach ein verstärkter Arbeitstag in das Leben dort. Faulenzen ist nicht angesagt oder mal zuhause bleiben nur weil man 3-4 Tage lang starke Migräne oder sonstiges hat. So fallen auch die Chancen gekündigt zu werden.

Ich denke wenn man sich per Firma versetzen lässt und sich Mühe bei der Arbeit gibt, steigen zugleich die Chancen auf eine Greencard wieder. Wenn man dann noch eine gute Erklärung abliefert, warum man eben eine Greencard möchte und dann noch dem Chef klar macht dass man die Firma nicht verlässt, dürfte das eigentlich keine große Sorge sein, oder sehe ich da etwas falsch?

Weiß ich mittlerweile auch, dumm gelaufen! >.<

Gepflegtes Äußeres? Check! Ich habe mir auch schon überlegt z.b. einen Highschool Abschluss zu machen. Das würde mich aber ein Jahr kosten und keinen höheren verschaffen nach meinem Realschulabschluss. Oder in Amerika studieren, dafür muss ich jedoch eine sehr, sehr große Menge an Geld haben. Oder wie du schon sagtest, Praktika, etc. .

Im Großen und Ganzen ist mir durchaus bewusst dass ich dort keinen Urlaub in dem Sinne haben werde. Ein Leben für mich dort ist aber Urlaub, egal wie taff und schwer man es dort Anfangs hat. Das heißt aber nicht, dass es unmöglich ist, sich das Leben dort irgendwann schön zu gestalten.

Ansonsten danke für deine ausführliche Antwort! Würde sie als hilfreichste auszeichnen, kann ich aber noch nicht :-D

Schönen Abend noch!

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Für die Lotterie brauchst du MINDESTENS Realschulabschluß (also ist der schon mal nicht verkehrt).

Ansonsten brauchst du nicht unbedingt irgendeine besondere Schulbildung oder studiert zu haben. Um über den Job eine Greencard zu bekommen musst du aber etwas können was in Amiland gesucht wird und was die Amis nicht können.

Das mit deinen Verwandten wird wohl nix werden, aber die brauchst du auch nicht unbedingt.

Erkundige dich bei der Botschaft und besprech mit denen deine Situation und welche Möglichkeiten für dich am realistischsten sind. Mach in Deutschland eine Lehre die dort gesucht wird z.B. Bäcker, Schreiner (speziell für Möbel bzw. Kleiderschränke), Koch oder überhaupt Sachen aus dem typischen deutschen Handwerk, wie Maurer, Zimmerer oder wie schon gesagt Schreiner.

Wenn du irgendwas in der Richtung hast, ist dir ne Greencard bereits so gut wie sicher - du musst also nicht unbedingt irgendwas studiert haben. Einfache Berufe tuen es vollkommen - denn gerade die Berufe die bei uns einfach sind, sind oft die, die in Amiland gefragt sind. Wohingegen dir ein Studium meistens nichts bringt denn Amis die studiert haben gibt es wie Sand am Meer. Amis die einen Kleiderschrank bauen oder Brötchen backen können gibt es hingegegen keine = instant Greencard for you.

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Kommentar von Urbanessa
07.07.2013, 03:59

Ich will Dir nicht zu nahe treten, aber bis auf den ersten Satz und den Einzeiler zur Verwandtschaft ist alles, was Du da geschrieben hast, kompletter Stuss.

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