Auswahlverfahren Pilot

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2 Antworten

Hallo,

räumen wir doch mal mit ein paar Märchen auf:

1) Natürlich ist der Test zu schaffen. 4.500 Piloten bei der LH-Passage sind ja der Beweis. Allerdings sind kaum (oder eher keine) GF-User darunter. Gerade bei den jungen Copiloten handelt es sich um Bewerber, die sehr zielorientiert arbeiten können und sich alle Infos im Netz, beim DLR oder an den Infotagen der Flugschule holen, also nicht das Halbwissen oder Antworten, die nur auf Hörensagen basieren, als Maßstab nehmen.

2) Den Test kannst Du nicht nur einmal machen. Deine Feststellung zeigt, wie bei Punkt 1 angesprochen, dass Du Dich nicht intensiv mit dem Thema auseinandergesetzt hast. Denn Du kannst den DLR-Test durchaus für verschiedene Arbeitgeber machen; nur für den LH-Konzern gilt die Sperre - und auch da ist die SWISS eine Ausnahme, da sie nicht beim DLR testet.

3) Die Tests im Internet (welche denn?) sind ja auch nicht zur Bewerbung gedacht. Hast Du den LH-Test, den DFS-Test und den Schweizer SPHAIR-Test schon gemacht? Sie sollen einem Interessenten ja auch nur in groben Zügen aufzeigen, was auf ihn zukommt.

4) Die echten Tests werden ständig modifiziert, um sie den neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen der Flugmedizin, der Flugphysiologie und der Gehirnforschung anzupassen. Alte, überholte und falsche Infos aus dem Internet nützen Dir also gar nichts.

5) Das DLR vergibt für Bewerber, welche die Formalkriterien erfüllen, einen Zugangscode zu "echtem" Lehrmaterial. Damit kannst Du dann spielen. Ich denke (muss mal nachschauen), dass die Fa. Interpersonal, die für AB testen, ein vergleichbares Verfahren hat.

6) Die Messlatte beim DLR hängt seit gut 60 Jahen immer gleich hoch, nur schaffen es immer weniger Jugendliche, darüber zu springen. So wurde vom DLR festgestellt (kein Witz), dass immer mehr Jugendliche nicht mehr räumlich sehen und denken können! Viele sind auch einfach verpennt und sind nicht in der Lage, aus mehreren Situationen die schlimmste/gefährlichste/besondere herauszufiltern. Sie sind unkonzentriert, überhören Alarme, lesen Anweisungen nicht richtig, können Gelesenes nicht in Handlungen umsetzen, aber auch nicht diskutieren, nicht zum Kern eines Themas kommen.

Das stellen auch andere Firmen bei ihren Eignungstests fest. Wie willst Du für einen Persönlichkeitstest üben? Du bist ein netter und intelligenter Typ oder eben nicht, wenn Elternhaus und Schule versagt haben.

7) Gut, die Bewerber, die den Test bestanden haben, sagen entweder a) war einfach oder b) war mordsschwierig, aber machbar. Diejenigen, die nicht bestanden haben, geben meist äußeren Umständen die Schuld: Wetter, die Mediziner, die Psychologen, die anderen usw., aber nie oder selten, sich selbst.

Menschlich verständlich, aber nicht zielführend. Und genau deshalb sagt LH, einmal getestet reicht, abgelehnte Bewerber haben auch in Zukunft einfach nicht das Potential, um mal als Kapitän ein Flugzeug zu führen.

Gesucht werden Bewerber, die auf vielen Gebieten guter bis sehr guter Durchschnitt sind und daran scheitern die meisten; nicht, weil sie in einem Fach nicht gut sind.

der Test ist nicht entscheidend, wichtiger ist ob du die 20-50.000 Euro aufbringen kannst, die du für Lebenshaltung und Ausbildung brauchst.

Luftkutscher 03.09.2014, 21:13

Wer braucht denn während der Ausbildung bei der LH so viel Geld? Das geht doch auch günstiger.

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