Austausch Gaskessel?

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9 Antworten

Hallo,

woher nimmst du die 120 Watt je Quadratmeter?
Ein häufiger Fehler liegt in der Tatsache begründet, dass Leistung (kW) und Arbeit (kWh) miteinander verwechselt werden. Bei Deinem Haus werden 120 kWh pro Quadratmeter sicherlich eine realistische Wärmebedarfsmenge sein. Aber das hat mit der Leistung nichts zu tun.

Wie Du anhand der vorgschlagenen Heizlastberechnung auf lediglich 7 kW Heizlast kommst, kann ich nicht nachvollziehen.Bei mir kommen 20-35 kW raus - je nachdem, welche Werte man bezüglich Außen- und Innentemperaturen etc.ansetzt. Dies erscheint mir auch plausibel.

Wie erfolgt die Trinkwarmwassererwärmung?
Falls hier eine Frischwasserladestation zum Einsatz kommt, muss die Kesselleistung ausreichen, um die benötigte Leistung des Plattenwärmetauschers abdecken zu können.
Die benötigte Leistung dürfte zwischen 10 kW und 20 kW betragen.
Bei Deinem Haus wird die benötigte Leistung der Heizlast größer als die Trinkwarmwasserleistung sein - daher reicht die Auslegung auf die Heizlast aus.

Wenn Du eine Fußbodenheizung hast oder die Heizkörper auf niedrigere Vorlauftemperaturen (z. B. 55°C) ausgelegt sind, solltest Du auf jeden Fall einen Brennwertkessel einsetzen. Dieser hat auch den Vorteil, dass die Leistung bedarfsgerecht moduliert werden kann.
Bitte beachte aber, dass ein Brennwertkessel immer zwei Angaben für seine Leistung aufweist - bei tiefer Rücklauftemperatur (rund 35°C) und bei höherer Rücklauftemperatur (rund 60°C).

Achja: Falls Du in Baden-Württemberg wohnst, darfst du keinen stupiden Heizkessel mehr einbauen. Hier muss das EWärmeG beachtet werden (https://www.bhkw-infozentrum.de/statement/erfuellungsoptionen_des_neuen_ewaermeg_baden-wuerttemberg.html). 

Viele Grüße

Markus

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Kommentar von pharao1961
08.08.2016, 12:14

Rechnet man nicht 120 Watt bei Altbauten? Von 7 KW habe ich nix geschrieben. Trinkwassererwärmung erfolgt über Durchlauferhitzer. Keine Fussbodenheizung, sondern Heizkörper.

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Der ungefähre Wärmebedarf lässt sich leicht mit der Faustformel:
Quadratmeter x 100W berechnen. Diese Formel basiert nur auf
Durchschnittswerten und berücksichtigt nicht die tatsächlichen
Gegebenheiten.

Genauere Werte errechnet gerne jeder Heizungstechniker.

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Kommentar von pharao1961
07.08.2016, 14:22

Über 100 Watt würde ich mich ja freuen. Rechnet man beim Altbau (Baujahr 1912) nicht eher mit 120 Watt?

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@pharao1961

"Ich habe mein privates Haus auf Brennwert umgerüstet. Energieeinsparung: Null."

Das kann durchaus passieren, wenn zuvor keine sorgfältige Grundlagenermittlung, Anlagendimensionierung durchgeführt wurde. Dann wird der Mehrpreis im Vergleich zu Heizwertgeräten ggf. zum Groschengrab.

Der theoretische Brennwerteffekt liegt bei ca. 11%. Tatsächlich wird hiervon real bestenfalls 1..3%, je nach Anlagendimensionierung und Anteil Hzg/WW, tatsächlich realisierbar.
Bei der WW-Bereitung tendiert der innerhalb einer energetischen Jahresbilanz sogar gegen 0!
Der wirtschaftliche Vorteil von GBW liegt weniger im viel beworbenen Brennwertnutzen, sondern vielmehr in der weiten Leistungsmodulation gegenüber Heizwertgeräten mit konstanter Leistung.

Verbrennungswärmeerzeuger werden von Herstellern nach Nennleistung (Verbrennungsraum) optimiert.
Die überwiegende, tatsächliche Nutzung erfolgt jedoch im vorrangigen Teillastbereich.
Daher ist weite Leistungsmodulation bei der Wärmebereitstellung/- erzeugung unter Berücksichtigung der normativen Heizlast ja so wichtig.

Nicht zu vergessen der Einfluß einer zentralen Regelung.
Einige Hersteller bieten hierzu durchaus hervorragende Möglichkeiten an.
Wenn ich als Gutachter zu Problemanlagen gerufen werde, überrascht mich häufig, dass sich die die Regelung im Hersteller-Auslieferungszustand befindet, statt auf die jeweiligen, stets individuellen Notwendigkeiten angepasst zu sein.

v.g.

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Lass das dem fach man machen den die Berechnung ist nicht so einfach Außerdem kommt es nicht auf die Watt zahl an sondern auf die killowatzahl am kessel .1.2 kilowatt  reichen nimals aus um diese fläche zu erwärmen

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Kommentar von pharao1961
07.08.2016, 14:20

Ich verzichte auf einen Fachmann der mir alles Mögliche noch andrehen möchte.

Naja ob Watt oder Kilowatt ist mir noch egal :-)))

Mit 120 Watt meinte ich den Wärmebedarf pro Quadratmeter Wohnfläche. Also: 220 m² x 120 Watt = 26.400 Watt oder 26,4 KW.

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Deine Frage hat einen kleinen, aber gravierenden Fehler ;-)

Der übliche bisherige Berechnungskäse ging immer von einem Heizbedarf aus, der maximal an wenigen Tagen im Jahr nötig ist. Also war bisher 90 % aller Berechnungen überdimensioniert.

Niemand wollte verantwortlich sein, wenn es bei minus 20 Grad Aussen nur mal 19 Grad innen werden würde! Wegen solche einer irrsinns Vermutung werden und wurden alle Anlagen überdimensioniert.

Informiere dich mal wann und wie lange wir mal minus 18 Grad hatten. Angenommen an maximal 4 Tagen, ansonsten gab es höchstens um die minus 10 Grad und das für welchen Tageszeitraum?

Neuerdings wird mit 60 bis 70 Watt pro Quadratmeter gerechnet.
Auf Brennwert kannste verzichten, sind nur Werbe- und Rechentricks damit man mal wieder einiges teuer verkaufen kann.

https://de.wikibooks.org/wiki/Optimierung_von_Kleinheizungsanlagen/_Die_h%C3%A4ufigsten_Irrt%C3%BCmer

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Kommentar von bhkwconsult
27.08.2016, 18:16

Sorry - die Behauptung "auf Brennwert kannste verzichten" ist falsch. 

Diese Behauptung stimmt nur dann, wenn der Planer bzw. Heizungsbauer vor Ort nicht fähig sind, die Hydraulik zu optimieren und einen hydraulischen Abgleich durchzuführen. Aber das liegt dann nicht an dem Brennwertkessel... 

Die Effizienz-Effekte können physikalisch gesehen nur so gut sein, wie es die Rücklauftemperaturen der Heizung zulassen. Wer bei Rücklauftemperaturen von 50°C bei den Heizkesselwirkungsgraden für 35°C schaut, erhält demnach auch nicht erreichbare Effizienzwerte.

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Schätzen, Vermuten und Rätselraten sind für eine wesentliche Investitionsentscheidung m.E. ungeeignet.

Sinnvoll ist daher entweder eine Berechnung nach DIN 12831 oder die Heizlast aus Messungen ermitteln.

Warum kein GBW Gerät, denn die können sehr gut modulieren.

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Kommentar von pharao1961
08.08.2016, 08:32

Ich habe mein privates Haus auf Brennwert umgerüstet. Energieeinsparung: Null.

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Keine Ahnung und auf nen Fachmann verzichten. Lass es doch einfach bleiben. Da die Heizlast von vielen Faktoren abhängt kann man es besonders bei so einer alten Hütte wie deine eben nicht pi x Daumen abschätzen.

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Als Faustregel galt immer 100 Watt bei unsaniert und 50 Watt bei saniert/m" . Eine "genaue " Berechnung ist sehr aufwendig.Da müsser die Werte von Mauer /Stärke,Material ) die Fenster,Türen, Fußboden sowie Decke eingerechnet werden.Den Aufwand betreibt so gut wie keiner, wäre dann aber "ganz genau ".

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