austausch der heizröhrchen gegen elektronische, kann der vermieter dies umlegen auf mich?

...komplette Frage anzeigen

5 Antworten

Bei mir war es so, dass die Röhrchen ebenfalls gemietet waren.

Ich würde Dir raten, zum Mieterschutzbund zu gehen, wenn Du gar nicht klar kommst. Ist zwar nicht kostenlos, aber da sitzen Anwälte, die sich wirklich damit auskennen.

Hab auch voriges Jahr diese elektronischen Zähler bekommen - bin schon super gespannt auf die Abrechnung, weil kein Mensch (nicht mal Mitarbeiter von Techem) mir sagen kann, wie das alles verrechnet wird. Wird wohl wieder ein Fall für den Mieterschutzverein;)

Tabaluga1961 23.01.2014, 15:53

den Weg und die Arbeit kannst du dir sparen. Heizkostenverordnung googlen.

0
beangato 23.01.2014, 16:21
@Tabaluga1961

Ähm - nö. Warum sollte ich? Ich bin ja Mitglied und bezahle auch.

3 meiner letzten Abrechnungen waren total falsch - sind bis heute nicht bezahlt - mein Vermieter reagiert einfach nicht. Eine davon ist inzwischen verjährt.

0
beangato 24.01.2014, 17:36
@Tabaluga1961

Nö - aber ein Hinweis, wie man es machen sollte, wenn man die Abrechnung nicht versteht - und das war aus der Frage zu entnehmen..

0

Hier die konkreten Möglichkeiten der Kostenweitergabe für neue Messgeräte (Austauch Verdunster gegen elektronische Heizkostenverteiler).

  1. Neue Geräte gekauft: Der Vermieter kann die Wohnungsmiete um 11 % der Investitionskosten für die neuen Geräte erhöhen. Das macht aber kaum einer, weil der Aufwand des Mieterhöhungsbegehrens zu hoch wäre (Modernisierungsmieterhöhung).
  2. Neue Geräte gemietet: Die jährlichen Mietkosten für die Erfassungsgeräte können im Rahmen der Heizkostenabrechnung in vollem Umfang auf die Mieter umgelegt werden. Das ist heute der Regelfall. Einzige Bedingung: Will der Gebäudeeigentümer die Ausstattung zur Verbrauchserfassung mieten oder durch eine andere Art der Gebrauchsüberlassung beschaffen, so hat er dies den Nutzern vorher unter Angabe der dadurch entstehenden Kosten mitzuteilen; die Maßnahme ist unzulässig, wenn die Mehrheit der Nutzer innerhalb eines Monats nach Zugang der Mitteilung widerspricht (Heizkostenverordnung § 4 Pflicht zur Verbrauchserfassung, Abs. 2). Siehe auch https://www.minol.de/hkvo-2009-1-bis-4.html

Sofern die Messeinrichtungen gemietet werden, kann der Vermieter die Mietkosten für die Meßeinrichtungen auf den Wohnungsmieter umlegen.

die alten röhrchen haben es doch auch getan, versteh ich nicht, darf er das denn

ja das darf er und bei verschiedenen Bedingungen muss er das sogar. Freu dich, denn ab nun wird die Abrechnung gerechter. Bei verdunstern können die Mieter maggeln und tricksen und einige tun das auch. Daher ist der Tausch zu elektronischen durchaus Mieterfreundlich. Weiterhin kannst du immer ablesen und deinen Verbrauch kontrollieren. Und ja - die Miete ist umlegbar.

Nachzulesen in Heizkostenverordnung.

Auch wir, in einer grossen Anlage, haben vom Verdunstersystem (Röhrchen) umgestellt auf elektronische. Ist der neueste Stand der Technik. Batterien halten 10 Jahre und die Geräte werden erst dann getauscht .Service- und Abrechnungskosten entstehen bei beiden Systemen und werden umgelegt. Was Dir Dein Vermieter in Rechnung stellt ist alles rechtens. Kannst Dich aber selbst im Internet davon überzeugen oder lass Dir von einer Heizkostenverteilungsfirma eine Broschüre zukommen

Was möchtest Du wissen?