Aussteigen - wie und wohin?

4 Antworten

Ich kann dich sehr gut verstehen. Unsere Gesellschaft ist viel zu sehr auf Konsum und Leistung ausgerichtet. Da kann nicht jeder mithalten. Trotzdem solltest du zuerst versuchen, mit dir selber ins Reine zu kommen. Dazu brauchst du keine anderen Menschen. Mein Vorschlag klingt für dich vielleicht blöd. Aber ich würde wenigstens für ein paar Wochen versuchen, in einem Kloster unterzukommen. Da kannst du zur Ruhe kommen, dich besinnen und dich selber finden. Und erst dann kannst du mit klarem Kopf entscheiden, wie dein Leben weiter gehen soll. Ich wünsche dir viel Glück.

Egal wo es dich dann hingezogen hat, die Probleme/Sorgen, die du in Deutschland hattest, sind dann vielleicht weniger bzw. weg, dafuer gibt es neue Hindernisse und Huerden in deiner neuen Heimat, die du in Deutschland nicht hattest, die aber in dem neuen Land an der Tagesordnung sind. Es spricht nichts dagegen, dein Konto leerzuraeumen und die Kreditkarte bis zum Anschlag auszureizen, aber was kommt danach? Ich wuensche dir viel Glueck bei der richtigen "Landsuche".

Man muss nicht sonst wo hin, um auszusteigen.

Bedenke, du nimmst dich immer mit!

dieses "besser, mehr, höher, weiter" kannst du auch hier ablegen, wenn du es wirklich willst.

Ich mache das, indem ich einen 1-Personen Hausmeisterservice anbiete und nur so viel arbeite, wie ich brauche, um satt zu werden - das sind nicht mehr als 10 - 15 Stunden in der Woche. Meine materiellen Vorstellungen richten sich ausschließlich nach seinem tatsächlichen Gebrauchswert. Dinge werden genutzt, bis sie irreparabel sind. Wohnungseinrichtung ist aus verarbeitetem Sperrmüll - ist mit etwas Kreativität eine schöne Alternative zu den 0815 Einrichtungen, die man in jeder Wohnung sieht - Fernseher gibt es seit1995 nicht mehr - Wozu auch, ich brauche niemanden, der mir sagt, dass ich CocaCola brauche, um meinen Durst zu löschen oder Persil, um die Wäsche sauber zu bekommen. Von A nach B komme ich auch mit dem Fahrrad oder den öffentlichen Verkehrsmitteln. Falls ich doch mal ein Auto brauche, kann ich das für 35 € pro Tag leihen - ist aber in den letzten 19 Jahren nur 2 Mal passiert.

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