Aussichtschancen auf Platz in der Forschung?

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5 Antworten

In den Naturwissenschaften herrschen verhältnismäßig günstige Voraussetzungen, in die Forschung zu gehen. Denn nicht nur Universitäten forschen, sondern auch allerlei Institute des Bundes und der freien Wirtschaft.

Meiner Einschätzung nach hast du, wenn du gute Noten hast und im Anschluss an dein Studium vielleicht sogar noch promovierst, alle Chancen auf eine Forschungskarriere.

Lehrer werden kannst du immer noch. Gerade in den Naturwissenschaften werden (aktuell zumindest) so dringend Lehrer gesucht, da kommst du ohne Probleme als Quereinsteiger rein.

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Kommentar von thomsue
16.04.2016, 14:19

Gute Antwort - aber Lehrer werden zwar gesucht aber schlecht eingestellt!

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wenn dich die forschung intersessiert, dann solltest du nicht lehramt machen.

keine stelle in der forschung bekommen ≠ gar keinen job bekommen.

auch mit einem fachstudium stehen außerhalb der forschung deine allgemienen job chancen nicht schlecht (auch wenn es dann wahrscheinlich nichts mehr mit deinem früheren forschungsbebiet zu tun hat)

aber zu deiner ursprünglichen frage:

die chancen auf eine permanente, feste stelle in der forschung stehen in der tat schlecht. so realistisch muss man einfach sein. ich sage nicht dass es unmöglich ist (und wie gut/schlecht die chancen sind hängt schon auch nochmal vom konkreten forschungsgebiet ab), aber wirklich eine feste stelle (wie z.B. eine professur) erhalten heutzutage halt wirklich nur sehr wenige. die situation für junge wissenschaftler ist heute einfach schlecht.

was nicht heißt dass man nicht forschen kann! eine doktoratsstelle zu bekommen ist normalerweise in den naturwissenschaften kein problem hier beginnt man mit der forschung (ein großteil der arbeit in den instituten wird von doktoranden gemacht). danach wirds halt dann schwierig. ein paar befristete verträge (meist 2-3 jahre) als post-doc kann man  schon bekommen (auch nicht immer, hängt natürlich davon ab wie gut man ist), aber die perspektive auf eine feste stelle fehlt halt oft. und wenn man dann mit 35-40 jahren immer noch keine feste stelle hat sondern sich von 2 jahres stelle zu 2 jahrestelle schwingt, dann ist man zwar forscher, kann auch davon leben, aber für das private und soziale leben ist es halt für viele in diesem lebensalter eine katastrophe.

denn das bedeutet alle 2 jahre umziehen, und zwar weltweit. wer da eine familie gründen möchte steht vor ernsten problemen.

aber wie gesagt: forscher werden sollte nicht das problem sein wenn man das möchte und das talent dazu hat. es auf dauer zu bleiben wenn man auch mal sowas wie einen festen job haben möchte, das ist das problem. viele verabschieden sich halt dann nach dem doktorat oder ein bis zwei post-docs in die wirtschaft. so hat man dann quasi beides. zuerst eine forscherkarriere, und danach einen "normalen" job mit familie.

aber man jahrelang durchbeißt,  arbeitet ohne ende gegen wenig bezahlung und in seinem fach zu den besten zählt (und auch gut vernetzt ist, ganz wichtig!!), dann kann man schon auch eine feste stelle erhalten. unmöglich ist es nicht. nur ein langer, steiniger weg, dessen erfolg eben nicht nur von der fachlichen leistung abhängt (sondern auch glück, networking, private situation/partnerschaft,....)

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Lies etwas über das Leben von Forschern. Schau, wie sie es anstellten, das zu werden, was sie sind.

Schau, daß Du während des Studiums Kontakt zu Forschungsteams bekommst und versuche, im Hauptstudium in ein Forschungsprojekt reinzukommen.

Hier sind ein paar scheinbar ganz simple Hinweise. Achte vor allem auf das, was das Trainieren der notwendigen Verhaltensweisen angeht.

http://www.wikihow.com/Become-a-Scientist

Falls Du die englische Sprache scheust: Fang jetzt an, täglich englisch zu lesen und zu schreiben. Du wirst es brauchen, und Du lernst es von selbst, indem Du es tust.

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Wenn du etwas mit Mathematik oder Physik machst, hast du eigentlich immer eine Arbeitsstelle "sicher" , selbst wenn du es nicht in die Forschung schaffst.

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Wer in die Forschung geht, macht das durch Promovieren. Die Chancen richten sich nach deinen Studienergebnissen.

Um als Lehrer eine Stelle zu bekommen, gehört inzwischen schon Glück dazu in Deutschland.

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