Außerordentliche Kündigung bei nichtangekündigtem Netzwechsel?

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1 Antwort

Handelt es sich um einen sog. Homezonetarif ? Oder einen reinen Mobilfunktarif ? Es gibt hier nämlich unterschiedliche Urteile zum Tarifdschungel. Grundsätzlich gilt aber: Wenn man glaubhaft nachweisen kann, dass man am Wohnort keinen anderen Telefonanschluß verfügbar hat und somit nicht nur mobil, sondern überwiegend, also auch daheim, unter Voraussetzung der Verfügbarkeit, von dem Anschluß abhängig ist, so ist der Hinweis auf "Sonderkonditionen" irrelevant, wenn die bezahlte Hauptleistung nicht verfügbar ist. Untermauert werden kann dies, wenn man sich die Daten des Telefonats mit der "Dame" notiert hat, im Einklang mit der noch fortdauernden Funktion der alten SIM-Karte, also etwa durch den online ausdruckbaren EVN. Der Name besagter "Dame" wäre hierzu ebenfalls sehr hilfreich, zur Zeugenermittlung.

Unter Umständen kann man sogar einen Schadenersatzanspruch durch Mehrkosten aus der Nichtverfügbarkeit herleiten, wenn solche entstehen. Besteht ein LA-Einzug, würde ich diesen widerrufen und auf die Kündigung beharren. Zugleich würde ich in die fristlose Kündigung -hilfsweise und ohne Anerkennung einer Rechtspflicht- auch die ordentliche Kündigung erklären und ergänzen, dass für die Zeit der Nichtverfügbarkeit die Zahlungen gekürzt oder gestrichen werden. Dies ist aber von Fall zu Fall nicht unproblematisch, insbesondere dann, wenn die Karte an anderen Orten funktioniert und in Betrieb genommen werden kann. Ggf. würde ich hier die örtliche Verbraucherzentrale kontaktieren, die gegen eine kleine Gebühr Musterurteile und Verfahrenshinweise geben kann. Dort fragt man auch nach weiteren Details, also alle Vertragsunterlagen und Nachweise mitnehmen.

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