Außergewöhnliche Belastung (Zahnersatz) bei Studenten?

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3 Antworten

Wenn er unter 25 wäre, wäre er noch steuerlich gesehen ein Kind und es ginge. Da er über 25 ist: nein. Die agB in besonderen Fällen gehen nur für z.B. Zuschuss zum Lebensunterhalt (sofern nicht im gleichen Haushalt) usw. An der Stelle des Studenten wäre es sinnvoll, die Ausgaben in einem Jahr zu haben, wo Steuer anfällt, sprich zu versteuerndes Einkommen größer (2010) 8.004 €. Man beachte, dass man noch eine sogenannte Eigenbelastung bzw. etwaige Erstattungen abziehen muss und nur die Differenz somit zählt. Diese mindert aber natürlich ebenfalls nur anteilig die Steuerlast. Beispiel bei einem Gesamtbetrag der Einkünfte von 10.000 €:

Zumutbar nach § 33 sind 5%, sprich 500 €. Kosten für die Zahn-OP: 2.000€. Kein Ersatz durch die KK. Somit wirken sich aus: 2.000 - 500 Eigenbelastung = 1.500 €. Diese 1.500 mindern nun das Einkommen. Da der Grenzsteuersatz bei dem geringen Einkommen nur um die 15-20% liegt, ist die Steuerbelastung dementsprechend auch nur um ca. 200-300 € geringer.

Der Vater ist doch unterhaltspflichtig wenn sein Sohn studiert. Dann müsste doch auch die Geltendmachung einer außergewöhnlichen Belastung möglich sein, meine ich. Würde ich auf jeden Fall beim Steuerberater nachfragen.

membersound 14.10.2010, 22:00

Guter Tipp. Anhand dessen habe ich nun herausgefunden, dass es ein "§ 33a EStG - Außergewöhnliche Belastung in besonderen Fällen" gibt. Dort steht, dass außergewöhnliche Belastungen für "gesetzlich unterhaltsberechtigten Person[en]" möglich ist.

Jetzt müsst ich nur rausfinden, ob dieser Student mit >25 und über Regelstudienzeit noch gesetzlich unterhaltsberechtigt ist...

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munichr 15.10.2010, 17:55
@membersound

Meinst du hjfried, meint aber nicht unser Steuerrecht. Er lebt noch zuhause, braucht also keinen Zuschuss zum Lebensunterhalt, da es als Gemeinschaft zählt. Selbst wenn er seinem Sohn Geld gibt, kann er sich die Zahlungen in die Haare schmieren. Sobald er über 25 ist, ist er kein Kind mehr, daher steuerlich gesehen keine Auswirkung

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Entweder keine steuerliche Absetzbarkeit oder Möglichkeit 2: schieben bis zum Arbeitsbeginn (wie oben selber geschrieben). Ansonsten wird das FA nicht mitspielen!

membersound 14.10.2010, 15:57

Mist, also echt keine Chance, obwohl den Vater die Ausgaben ja belasten?

danke

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tommy0802 15.10.2010, 07:57

glaub ich nicht, was miriwo schreibt. Solange der Vater die Ausbildung finanziert und absetzen kann, kann er auch andere Sachen geltend machen. Aber zur Sicherheit die Steuerfachleute hier fragen. Wäre dies nicht möglich, Steuererklärung mit negativen Einkommen abgeben, und Verlustweiterschreibung (meines Wissens nach drei Jahre weiterschreibbar)

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