Außergewöhnliche Belastung - Steuererklärung

4 Antworten

Nicht unter außergewöhnlichen Belastungen, sondern unter Anlage Unterhalt. Unterhaltung einer hilfebedürftigen Person.

Es könnte sich um außergewöhnliche Belastungen im Sinne des § 33a Abs. 1 EStG handeln (wie bereits in anderen Antworten erwähnt). "Aufwendungen für den Unterhalt [...] einer dem Steuerpflichtigen oder seinem Ehegatten gegenüber gesetzlich unterhaltsberechtigten Person" können auf Antrag steuermindernd berücksichtigt werden. Entscheidend ist der Passus "gesetzlich unterhaltsberechtigten Person". Aus der Bezeichnung "Lebensgefährte" schließe ich, dass ihr nicht verheiratet seid. In dem Fall ist es fraglich, auf Grund welcher gesetzlichen Bestimmung du zur Zahlung seines Unterhaltes verpflichtet sein solltest. Allein nach den wenigen Angaben hier würde ich die entstanden Kosten der privaten Lebensführung zurechnen, eine außergewöhnliche Belastung im Sinne des EStGs ausschließen und eine steuerliche Berücksichtigung ablehnen. Aber: Im Zweifel einfach mal beantragen, dann muss sich das Finanzamt damit auseinander setzen. Und bloß nicht sich mit einem Einzeiler abfinden. Ruhig Einspruch einlegen - ist kostenlos ;)

Umzugskosten (bei Umzug aus beruflichen Gründen) könnten unter Umständen als Werbungskosten abzugsfähig sein.

Danke, das hilft mir schon sehr weiter. Richtig, wir sind nicht verheiratet. Ich werde es auf jeden Fall probieren.

Mir ist nur nicht ganz klar, wie ich die Höhe bestimmen soll und welche Nachweise ich bringen könnte.

Die Umzugskosten fallen dann schonmal weg.

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@nene86

Im § 33a Abs. 1 gibt es eine Höchstgrenze, die man steuerlich gelten machen kann ("Aufwendungen bis zu 8.354 Euro im Kalenderjahr"). Da würde ich die Fix-Kosten und einen etwaigen Pauschalbetrag für variable Kosten für einen Monat berechnen und dies mit der Anzahl der Monate, die der Lebensgefährte Arbeitslos war, multiplizieren. Mit einer Steuersoftware (ELSTER ist z.B. kostenlos) kann man sich das "Erstattungspotential" ermitteln. Wenn es hoch ausfallen sollte, wäre der Gang zum Steuerberater zu überlegen.

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Hast Du mal die Regelung nach § 33a EStG geprüft.

Leider enthält Dein Sachverhalt keine einzige Summe, somit kann man Dir leider ncihts vorrechnen.

ok, dann hier mal ein paar grobe angaben

mein Einkommen rund 1300€ netto

meine Kosten monatlich vor seiner Arbeitsunfähig: 700€

Kosten für mich in der Zeit der Arbeitsunfähigkeit:1560€

plus Umzug ca 2500€

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@nene86

Die Regelung nach § 33 a paßt schon, aber die Summe war im letzten Jahr noch 8.130,-.

Hiervon sind die eigenen Einkünfte Deines Freundes zu kürzen, soweit die 624,- Euro überschreiten.

Du hast ca. 1.900,- Brutto als ca. 22.800,- im Jahr.

somit ca. 2.400,- Lohnsteuerabzug ghabt.

Wenn die 8.130 voll abgezogen würden, wären bis zu 2.000,- Erstattung möglich.

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