Außenseiter im Dorf - ist das wirklich schlimm?

6 Antworten

Jedes Dorf ist anders. Mit den meisten Dörfern, in denen ich gewohnt habe, hatte ich keine Probleme. In wirklich kleinen Dörfern ist es meist gar kein Problem, da ist sowieso jeder anders, sozusagen jeder ein bischen Außenseiter.

Wirkliche Außenseiter kann es nur geben, wo es Innenseiter gibt, also eine größere Clique, die bestimmen will, wer dazugehört und wer nicht. Das ist in Kleinstädten öfter der Fall als in Dörfern.

Es empfiehlt sich immer, einen Ort ein wenig kennenzulernen, bevor man dort hinzieht.

Hallo!

Schlimm ist relativ - es kommt immer auf die Ausgangslage an.

Nicht wenige Außenseiter machen sich selbst zum Außenseiter, sei es durch ihr Verhalten, ihre bewusste Abgrenzung oder sonst irgendwelche Gesten, ggf. eine ablehnende Haltung gegenüber anderen. Es kommt drauf an, was man daraus macht und ob man unter der Situation leidet oder sie bewusst herbeiführte.

In meiner Berufsschule hatten wir beispielsweise eine tolle Klassengemeinschaft und es gab keine Cliquen und keine Coolen oder Uncoolen, aber eine Mitschülerin grenzte sich vom ersten Tag von selbst aus, wollte keine Kontakte, vergrub sich, redete mit niemandem, ignorierte gemeinsame Unternehmungen in der Freizeit oder die Facebookgruppe für Klasseninfos, nahm nicht am Wandertag teil ... die wurde zwar nicht gemobbt in dem Sinne aber einfach außen vor gelassen, was in gewisser Weise auch Mobbing war. Wir hatten uns immer soweit durchaus bemüht bis sie zeigte, dass ihr schlicht alles egal ist, dann haben wir sie eben nicht mehr beachtet weil wir wussten, dass sie das eh nicht interessiert was wir gemeinsam machen & planen. Die wollte einfach nicht und machte den Eindruck, zufrieden mit ihrer Lage zu sein.

In meiner Realschulklasse gab es dafür furchtbares Grüppchendenken und wer nicht zu den "coolen Stars" gehörte, bei denen die Eltern untereinander befreundet waren und miteinander zum Skiurlaub usw. fuhren, hatte in der Klasse, sgaen wir mal kein leichtes Leben ------> außer er zeigte, dass er sich nicht unterkriegen ließ so wie ich das immer gemacht habe. Es gab einige Außenseiter die das auch mehr oder weniger zu spüren bekamen, die taten mir immer leid und litten lang drunter, ehe sie sich damit abgefunden zu haben schienen.

Ich lernte ansonsten auch schon Dörfer kennen, wo man nie akzeptiert wurde, auch nicht nach 50 Jahren, und immer noch "der Zugezogene" hieß oder wo man komisch beäugt bis ausgegrenzt wurde, wenn man nicht in der Musikkapelle spielte, aber auch Dörfer, in denen man sofort mit allen per Du gewesen ist und ein fester Bestandteil der Gemeinschaft.

Woher ich das weiß:
eigene Erfahrung

Ja - es ist völlig egal solang man bei dem Kindergarten nicht mitspielt. Weiterhin alle behandeln als wären es normale Menschen. Ein paar kann man sich als Hassmenschen raussuchen und mit dem Rest redet man als ob nichts wäre. Über kurz oder lang werden sich Menschen herauskristallisieren, die das ebenso wenig interessiert. Nur nicht fertig machen lassen.
Wenn einer natürlich was gesetzeswidriges tut, wehrt man sich dagegen - aber nicht indem man persönlich wird, sondern einfach gleich zum Anwalt. Immer schön geschäftlich bleiben.

dorf und vorurteile?

liebe community,

ich wende mich an euch, da ich nicht mehr weiter weiß.

ich komme aus einem dorf und mir wird seitdem ich denken kann, mit vorurteilen begegnet. ich habe schon mehrmals versucht mich zu integrieren durch verein etc, aber es hilft alles nichts. im gegenteil ich werde dort erst gar nicht aufgenommen. ich habe auch nur in diesem dorf diese probleme.

ich bin sonst überall integriert und sozial engagiert. habe viele kontakte.

es ist einfach so, dass es mir nicht gelingt, diese vorurteile abzubauen. jedesmal, wenn ich irgendwo hingehe, werde ich begafft und getuschelt.

es ist so, dass ich auch sympalisanten habe, die mir positiv gesinnt sind.

jedoch gibt es immer wieder leute, die mich anscheinend schlecht machen.

ich spüre einfach, dass sehr viele neidisch sind.

ich weiß nicht wer und was, da ich nichts verbrochen habe.

seit 1 jahr wohne ich in der stadt und werde bald heiraten. auch er wird von den mir negativen gesinnten auch negativ beäugt.

mich belastet dies einfach. ich weiß nicht, was ich tun kann. jedesmal wenn es mir gelingt, eine person von ihren vorurteilen zu befreien, ist sie beim nächsten treffen wieder negativ. sozusagen gruppenzwang. die leute wollen nicht mit mir gesehen werden in der art.

kennt jemand sowas. was kann ich tun?

kompletter bruch und einfach fernbleiben, aber es ist ja auch meine heimat.

und es steht auch irgendwann die frage, ob ich wegen haus wieder zurück in dieses dorf gehe

vielen dank

...zur Frage

Film gesucht, es geht um jugendliche die ihre stadt bzw familie retten müssen... Könnt ihr mir helfen?

Ich habe keine Ahnung wie der Film heißt:( ich suche ihn schon seit Jahren! Es geht um eine Gruppe Jugendlicher die befreundet sind und campen gehen an einem Ort im Wald den man in ihrem Dorf oder Stadt ,,die Hölle" nennt, obwohl der Ort wunderschön ist.... In der Nacht hört einer von ihnen Kampfjets über ihnen fliegen, aber man glaubt ihm nicht... Als sie wieder nach hause wollen stellen sie fest das ihre Stadt/Dorf überfallen wurde und Freunde und Familie gefangen gehalten bzw. erschossen werden... Sie wollen sie befreien weil sie die einzigen freien Menschen sind...

Mehr weiß ich nicht mehr... Ich hab den film vor 3 jahren gesehen (nicht ganz) und finde ihn nicht mehr... Ich hoffe wirklich ihr könnt mir helfen:)

...zur Frage

Was möchtest Du wissen?