Ausschluss der Gewährleistung vom Gebrauchtwagenhändler auf dem Kaufvertrag, gesetzlich in Ordnung?

5 Antworten

Das BGB ist da ganz klar: Der Händler darf sich nicht von der Gewährleistung ausschließen, weder im Kaufvertrag, weder in den AGB noch sonst wie. Er muss die Gewährleistung übernehmen, das einzige Recht was er hat, ist die Gewährleistung für gebrauchte Waren auf ein Jahr zu reduzieren, mehr aber nicht. "Gekauft wie gesehen" gilt nicht bei Händlern, egal wie er es dreht (natürlich nur, wenn du Privatperson bist und keine Firma).

Bremsflüssigkeit, Öl, Glühkerzen, Scheibenwischer sind allerdings schwer durchzusetzen, da darin nun mal ein normaler und in der Regel hoher Verschleiß vorliegt (im Vergleich zu anderen Autoteilen). Bei den anderen Schäden nicht, da muss der Händler Gewährleistung anbieten und übernehmen. Außerdem ist es für einen Autohändler leicht Schäden wie die Manschette im Vorfeld zu erkennen.

Achte im Kaufvertrag darauf, ob der Händler wirklich der Verkäufer ist und nicht ein Vermittler zwischen 2 Privatpersonen, denn dann gilt natürlich nicht das geschriebene. Deine Rechte wirst du wohl, wenn der Händler sich weigert, anwaltlich eintreiben, allerdings stehen die Chancen sehr gut.

Ein Händler kann die gesetzlich vorgeschrieben Gewährleistungspflicht nicht ausschließen. Viele behelfen sich aber damit, Autos in Kommision zu verkaufen, d.h., sie treten offiziell nur als Vermittler auf, der Verkäufer ist eine Privatperson. Das ist unseriös, bei solchen Händlern kauft man nichts.

Bei so einem altem Auto mit dieser Laufleistung muß man mit solchen Mängeln rechnen. Du hast ja bei der Probefahrt schon festgestellt, daß die Schaltung nicht ganz richtig funktioniert. Auf Beteuerungen von Händlern ist gesch..., immer schriftlich geben lassen.

Zurückgeben geht gar nicht. Verbuch es unter Lehrgeld. Nimm beim nächsten mal einen Fachmann mit, wenn Dir etwas nicht richtig vorkommt, lass die Finger davon und kauf am besten bei einem seriösem Händler, nicht bei einem mit bunten Fähnchen. Zahl lieber etwas mehr, aber verzichte nicht auf die Gewährleistung. Etwas Garantie wär auch nicht schlecht.

Der gesamte Kaufvertrag ist nichtig, es sei denn irgendwo im Kleingedruckten steht die salvatorische Klausel.

Der Ausschluss der Gewährleistung ist ein Rechtsfehler den man mit der salvatorischen Klausel mildern kann. Ist diese Klausel nicht vereinbart, dann ist eben der gesamte Vertrag ungültig. Ich würde das Auto zurückgeben.

Was möchtest Du wissen?