Aussage vom Anwalt wegen Katze?

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9 Antworten

Ausschlaggebend ist das, was in eurem Mietvertrag steht.

Wenn da steht, dass Tierhaltung generell verboten ist, so ist die Klausel unwirksam. Dann könnt ihr Tiere halten wie ihr wollt - vorausgesetzt, sie richten keine nachweisbaren Schäden an und es entsteht keine unzumutbare Belästigung der Nachbarn. Bei einer (besser: zwei!) Katzen kein Thema.

Wenn da sinngemäß steht, dass die Tierhaltung außer Kleintieren der Zustimmung des Vermieters bedarf und dieser sie euch nicht geben will, wird die Sache knifflig. 

Ihr könnt natürlich auf Zustimmung zur Katzenhaltung klagen, die Kosten können aber schon beträchtlich sein. Der Streitwert, nach dem sich die Anwalts- und Gerichtskosten bemessen, wird auf eine bestimmte Anzahl Monatsmieten festgesetzt. Die Versicherung wird erfahrungsgemäß gerne versuchen, nicht zu zahlen, also fragt sie lieber vorher. Es gibt Wartezeiten und Ausschlussklauseln.

Dann kommt es mehr oder minder auf die Ansicht und Laune des Richters an. Es gibt da ein deutliches Nord-Süd-Gefälle: im Norden sind die Richter eher mieterfreundlich, im Süden halten sie es eher mit den Vermietern. 

Ich würde erstmal zum Anwalt gehen, eine bloße Beratung kostet nicht die Welt, selbst wenn ihr das selber zahlt (schätzungsweise 100 Euro). Oder ihr wendet euch an den Mieterverein.

Und dann würde ich an eurer Stelle mittelfristig eine neue Wohnung suchen. Wer will schon bei einem Katzenhasser leben?

Wir haben erfahren, (haben mit einem Anwalt bei einem Gespräch darüber geredet) dass uns unser Vermieter nicht einfach so kündigen muss. Die interessieren sich sowieso nie für uns. Nur wenn die Miete nicht pünktlich da is, aber das war noch nie der Fall. Sonst rufen die an oder kommen auch nie vorbei. Die wohnen in einem ganz anderen Ort als wir.

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@billchen94

Aber die Kündigung könnte erfolgreich sein, wenn er sich darauf beruft, dass z.B. die Nachbarn eine Katzenallergie haben (denen kann er ja etwas dafür geben). Dann kann er eure Wohnung mit einem sehr kräftigen Aufschlag weiter vermieten. 

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Die Rechtschutzversicherung übernimmt meist nur die Kosten, wenn eine Klage Aussicht auf Erfolg hat und in dem Fall urteilen die Gerichte ganz unterschiedlich, deshalb muss auch die Kostenübernahme vorher von der Versicherung zugesagt werden, andernfalls bleibt ihr darauf sitzen.

Dein Anwalt wird dir mitteilen, dass der Vermieter das zu entscheiden hat, ob du Katzen halten darfst oder nicht. 

Da du EINE Katze halten willst, hoffe ich, der Vermieter ist dagegen. Katzen hält man mindestens zu zweit, da Einzelhaltung nicht artgerecht ist (Ausnahme, sie bekommt sofort nach der Eingewöhnung von 6 Wochen Freigang).

Deine Rechtschutzversicherung greift übrigens nur, wenn du auch Mietrecht drin hast. Das kostet extra und ist nicht unbedingt mit drin.

Ansonsten muss man auch wissen: Lebt die Katze schon lange in der Wohnung, und der Vermieter kommt jetzt erst drauf? Dann mag ein Gewohnheitsrecht greifen. Oder ist die Katze neu und wurde ohne Zustimmung angeschafft?

Im Übrigen kostet der Anwalt nichts, wenn deine Rechtsschutzversicherung greift. Wenn nicht, sind gleich ein paar hundert Euro zu bezahlen, bei Gerichtsverhandlung noch mehr.... . 

Also erst klären, ob die Versicherung überhaupt bezahlt!

Und ich würde mir gut überlegen, ob ich mich mit dem Vermieter vor Gericht streite. Der Schuss kann auch nach hinten losgehen.

Wir haben das alles in der Versicherung drin. Ja wenn der anwalt an dem Fall nichts verdient hat es sich erledigt.

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@billchen94

Sehe ich auch so... . 

Der Anwalt verdient übrigens schon, aber du bezahlt nichts. Das bezahlt dann eben die Versicherung. Der Anwalt schickt die Rechnung an die Versicherung und nicht an dich.

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Katzen können durchaus eine Belästigung werden, da finden sich für den Vermieter ausreichend Gründe, die er angeben kann und mit denen er durchkommen wird.

Wenn Katzenhaltung nicht erlaubt ist, dann lasst es. Eurem Mieterfrieden wegen und der Katze wegen, die dann sonst evtl. doch wieder weg muss. Zieht um, wenn ihr unbedingt eine Katze möchtet. Die Rechtschutzversicherung greift nicht zwingend bei solchen Fällen. Da bitte vorher eingehend informieren.

Meine Freundin hat auch ne Katze und einen Anwalt und sie wohnt in einer Wohnung. Sie hat gesagt fast jeder Vermieter verbietet dir sowas. Finde ich garnicht in Ordnung!

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@billchen94

Es steht sicher nicht im Mietvertrag, dass die Haltung eines Anwalts verboten ist.

Und wenn die Freundin sich eine Katze hält und einen Anwalt dann hat sie sich oder deren Eltern sich einen Vermieter ausgesucht, dem das alles nichts ausmacht.

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Ich weiß, dass des des Vermieter definitiv was ausmacht... Da die ne Katze halten. Aber tut jetzt nichts zur Sache. Wir machen des alles schon richtig.

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Stimmen Sie die Anschaffung einer Katze im Vorfeld mit Ihrem Vermieter ab!

Sagt der Nein, dann können Sie sich die Lauferei zum Anwalt sparen!

Handeln Sie der Entscheidung des Vermieters zuwider, werden Sie recht schnell die Kündigung Ihrer Wohnunng erhalten.

Der Bundesgerichtshof hat im Jahr 2013 wie folgt entschieden:

Eine Allgemeine Geschäftsbedingung in einem Mietvertrag über Wohnräume, die den Mieter verpflichtet, "keine Hunde und Katzen zu halten" ist wegen unangemessener Benachteiligung des Mieters unwirksam.

https://openjur.de/u/613567.html

Wenn die Klausel so oder so ähnlich lautet und Dein Anwalt Deinen Mietvertrag prüft, wird er - sofern auf den Mietvertrag AGB-Recht anwendbar ist und der Anwalt im Mietrecht tätig ist - binnen kurzer Zeit feststellen, dass Du Katzen halten darfst und die Klausel unwirksam ist.

Dann brauchst Du Dir über Gründe gar keine Gedanken machen, sondern kannst die Katze einfach holen und gut ist.

Viel Glück.

Schreiben Sei den Leuten keinen Unfug, der letztlich zur Kündigung des Mietverhälnisses führen kann.

Sie sollten wissen, das normale Mietverträge die Tierhaltung grundsätzlich gestatten; lediglich die Haltung von Katzen und Hunden wird von der Zustimmung des Vermieters abhängig gemacht.

Ihrer pseudojuristischen Exkursion bedarf es nicht; die dient allenfalls der Verwirrung!

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@schelm1

Ich habe den Mietvertrag nicht gesehen, insoweit kann ich nicht beurteilen, ob es ein "normaler" Mietvertrag ist. Auch ist mir nicht bekannt, ob der Mietvertrag das Halten von Katzen und Hunden gestattet bzw. von der Zustimmung des Vermieters abhängig gemacht wird. Liegt Ihnen etwa der Mietvertrag vor?

Von "normalen" Mietverträgen sprechen und mir "pseudojuristische Exkursion" vorwerfen. 

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Dann findet der Vermieter im Gegentum sicher auch was nettes, um der Familie  zu kündigen... . 

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@polarbaer64

also ich gebe aber n3opr3n Recht. In unserem Mietvertrag steht drin, dass man tiere (mit ausname von kleintieren halten darf) nur mit zustimmung halten darf. Aber in dem Link den "n3opr3n" geschickt hat, stimmt es, dass der Verbot von Katzen wegen unangemessener Benachteiligung des Mieters unwirksam ist.

Satz kopiert: Eine Allgemeine Geschäftsbedingung in einem Mietvertrag über
Wohnräume, die den Mieter verpflichtet, "keine Hunde und Katzen zu
halten" ist wegen unangemessener Benachteiligung des Mieters unwirksam.

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@billchen94

aber billchen94 - Vorsicht - jetzt wo ich das mit der "Zustimmung" in Deinem Vertrag weiß, kannst Du das von mir genannte Urteil nicht ohne weiteres verwenden. 

In deinem Fall ist ein sog. Erlaubnisvorbehalt geregelt. 

Demzufolge ist die Haltung also generell nicht einfach verboten (wie in dem von mir genannten Urteil), sondern von der Zustimmung des Vermieters abhängig. Eine solche Klausel ist wirksam.

Der Vermieter muss also dann tatsächlich hergehen und die konkreten Interessen von Vermieter und Mieter, anderer Mieter und Nachbarn gegeneinander abwägen und sich dann entscheiden, ob er die Zustimmung erteilt oder nicht.

Diese Entscheidung kannst Du dann gerichtlich überprüfen lassen. Das Gericht wird dann beurteilen, ob die Begründung ausreicht oder eben nicht.

Eine solche Entscheidung solltest Du auf jeden Fall - wenn es soweit ist - herbeiführen, andernfalls riskierst Du eine außerordentliche Kündigung. Aber darauf wird Dich dann Dein "Anwalt" bestimmt hinweisen, wenn er Dir rät, wie Du vorgehen sollst.

Viel Erfolg.

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@billchen94

die HAltung darf nicht pauschal verboten werden - es sei denn, es gibt besondere Gründe (2-FAmilienhaus MIT dem Vermieter zusammen o.ä.)

aber der Kniff mit dem direkt Fragen müssen, ob man darf, ist eben: a) der vermieter kann  nein sagen oder b)eben die Miete reell erhöhen wg. der oben beschriebenen teuren Folgekosten...

p.s.

DU könntest ja auch gleich eine Höhere Miete anbieten, wenn's dir sooo wichtig ist.

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Ein Anwalt ist nicht allein maßgebend. Damit kann man keinen erfahrenen Vermieter beeindrucken. Noch dazu jemand, der schon Erfahrungen mit Katzen gemacht hat.

Wenn ihr eine Katze halten möchtet und im Mietvertrag steht, dass die Haltung von Tieren (außer Kleintiere) der Zustimmung des Vermieters bedarf, müßt ihr so vorgehen:

1. Vermieter fragen (schon gemacht, hat abgelehnt)

2. Anwalt gehen und ihm auftragen, er möge den Vermieter auf Zustimmung verklagen.

3. Vor Gericht Eure Argumente vortragen - Vermieter trägt seine vor.

4. Urteil abwarten und wenn es positiv ist

5. Katze kaufen

6. Nicht wundern, wenn es eine kräftige Mieterhöhung daraufhin gibt.

Übrigens, Dein Satz

die Schäden beheben wir selber.

ist eine bodenlose Frechheit, denn er enthält durchaus, dass ihr Schäden wohlweislich einkalkuliert. Genau das will aber der Vermieter mit Recht nicht. Niemand hat das Recht, jemand zu schädigen. Die Pflicht zum Schadensersatz kommt natürlich, wenn was passiert ist, aber dazwischen liegt leider allzu häufig der Streit, ob und wieviel der Geschädigte überhaupt an Schadensersatz bekommen hat.

Ein Beispiel:

In der Wohnung sind sehr gut erhaltene Türen, die noch keinerlei Schäden aufweisen, aber schon über 20 Jahre alt sind. Nun fällt einer Mietpartei ein, sich eine Katze anzuschaffen und diese hat nichts besseres zu tun, als ihre Krallen ausgerechnet an den Türen zu schärfen. Wenn die Mieter dann irgendwann ausziehen oder der Vermieter die Wohnung besichtigt, wird er die Schäden feststellen und garantiert bekommt er dann zu hören, es wird alles der Versicherung übergeben, aber die Versicherung zahlt nicht, weil sie der Meinung ist, dass über 20 Jahre alte Türen den Wert 0 haben, also längst abgeschrieben sind. Somit bleibt der Vermieter auf seinem Schaden sitzen und und Deinen o. g. Satz kann er sich in die Haare schmieren. Bestimmt seid ihr dann auch nicht bereit, die Türen selbst abzuschleifen, ggf. zu verspachteln und neu zu lackieren, sodass sie wieder wie vorher sind.

Anderes Problem von Katzen ist oft deren Hinterlassenschaft, die vorzugsweise in den Ritzen zwischen Fußboden, Bodenleiste und Estrich rein sickert und fortan bestialisch stinkt. Während der Katzenhalter natürlich nichts riecht, riecht der Vermieter und alle seine Mietinteressenten das natürlich schon und wieder bleibt der Vermieter auf seinem Schaden sitzen.

Überlegt Euch gut, ob das mit dem momentanen Katzenwunsch wirklich sein muss oder sucht Euch dafür eine Wohnung, die schon versifft ist.

So reden schwäbische Vermieter gern daher. Jahrzehntelang nix in die Wohnimmobilie investiert, aber immer das mögliche Maximum an Mieteinnahmen rausgequetscht. Am besten man kündigt jedem Mieter nach ein paar Jahren, einen Grund findet man schon, und der nächste zahlt dann das Doppelte.

Nur mal so dazwischengestreut:

Katzen sind kein Stallvieh. Sie sind saubere Tiere, die nicht einfach auf den Boden pinkeln. Eine normal verarbeitete Tür ist für eine Katze kein Krallenwetz-Instrument und kann von Katzenkrallen nicht zerspänt werden - es sei denn, sie besteht aus sehr minderwertigem, rauem Material.

Ein Boden, der Ritzen hat, in denen sich <irgendetwas> absetzt, stellt per se einen Mangel an der Wohnung dar. Normalerweise gibt es dafür Abdichtungsmaterial und Fußleisten.

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@Luzie9

Warum gerade schwäbische?

Und warum jahrelang nichts getan?

Weder bin ich Schwabe, noch gehöre ich zu den Vermietern, die jahrelang nichts tun und dann viel Geld verlangen. Ich weiß aber vor allem, wie unangenehm es ist, wenn man eine Wohnung vermieten will und das zarte Näschen der nächsten Mietinteressentin riecht die Katzenpisse, die immer noch irgendwo rausdünstet, obwohl schon alles neu gestrichen wurde.

Ritzen an der Wand entlang abdichten? Wer macht das schon? Niemand! Es sei denn es gibt einen besonderen Grund, nämlich, wenn ein Eigentümer Katzen halten will und befürchtet, dass hier was passieren könnte.

Aber in Mietwohnungen? Und dann wird immer nach günstigen Mietwohnungen gefragt und mit solchem Unsinn sollen sie nun auch noch verteuert werden?

Dass es nicht die Tiere sind, die unsauber sind, ist mir klar. Insofern, nichts gegen Katzen. Die Menschen, die Katzen halten, sind das Problem. Ich kenne beides: Wohnungen mit Katzen, denen überhaupt nichts fehlt und Wohnungen, in denen Katzen große Schäden hinterlassen haben.

Nicht Vermieter sind durch Materialauswahl und Bauweise verantwortlich dafür, dass Katzen keine Schäden anrichten, sondern die Katzenhalter für die richtige Haltung der Tiere.

Wer schon mal schlechte Erfahrungen gemacht hat, weiß was er sich antun kann, wenn er die Haltung von Katzen erlaubt. Wenn man dann bestimmte Mieter eine gewisse Zeit kennen gelernt hat, kann man auch eher abschätzen, ob die Haltung von Katzen in einer Wohnung angebracht ist oder nicht.

Man sollte also schon differenzieren.

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Ihr habt doch erst Rennmäuse angeschafft,die jetzt wieder weg sollen und dafür soll eine süße kleine Katze her?Katzen in einer Wohnung zu halten ist sowieso nicht artgerecht.

Wir haben die rennmäuse verkauft! Das is unsere Sache. Wenn man eine Katze in einer Wohnung hält, is das auch normal.

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@polarbaer64

Leider wird die Wohnungshaltung immer " normaler".Der angestammte Lebensraum einer Katze ist aber nie und nimmer eine Wohnung in der Stadt.

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@billchen94

"Wenn man eine Katze in einer Wohnung hält, is das auch normal."

Nein, das ist nicht normal! Eine Katze ausschließlich in einer Wohnung zu halten, ist nicht artgerecht und nur eine Katze ist Tierquälerei.

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Wenn Tierhaltung im Mietvertrag verboten ist,kann auch kein Anwalt was dagegen machen.


Also erstens darf man Tiere halten die die anderen Leute nicht belästigen!

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@billchen94

Nein....Katzen gelten nicht als Kleintiere.

Kleintiere sind Vögel,Meerschweinchen, Hamster...aber keine Hunde und Katzen !

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