Ausreiten im Winter - Was beachten?

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Na ich hoffe, dass du nicht so durch den Wald heizt, dass du die Decke bräuchtest. Barhuf, wenn sie gut bearbeitet ist und einen vernünftigen Tragrand hat, ist eh deutlich besser als mit Eisen, da klumpt kein Schnee rein und ins Rutschen kommt man so auch kaum.

Man trabt und galoppiert nur auf Wegen, die man in- und auswendig kennt (unterm Schnee können sich allerlei Haxenbrecher verstecken), geht lange genug Schritt zum Aufwärmen und auch danach lange genug Schritt, um Körpertemperatur und Atmung wieder zu normalisieren - dann braucht man auch keine Abschwitzdecke mit. Die brauch ich im Winter höchstens, wenns Pferd unterm Sattel feucht ist, da kommt die dann kurz drauf und noch 10 min an der Hand Schritt, dann ist das Pferd auch da trocken und darf wieder seiner Wege gehen.

Bitte erfrag das trotzdem nochmal vom Besitzer - ich wär schön angeschleimt, würd meine RB nur im Internet fragen, wie sie mit meinem Pferd umgehen soll und nicht mich...

Danke für den Stern :)

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Ich persönlich reite im Witner grundsätzlich nicht ohne Reflex-Decke fürs Pferd aus. Sicherheit geht vor, und man kann sich sehr schnell mal mit der Uhrzeit verschätzen. Außerdem noch Reflex-Klettis für die Pferdebeine.

Ansonsten musst du halt auf den Boden achten - reite am besten erstmal nur Wege, die du sowieso schon kennst. Vermeide unbekannte Wege, wenn diese im Tiefschnee sind & da keine Hufspuren von anderen Pferden zu sehen sind.

Passe dein Tempo dem Boden an - d.h. viel Schritt. Im Zweifelsfall bei stark gefrorenem Boden (rutschig), auch mal absteigen.

Eine Abschwitzdecke brauchst du nicht, wenn das Pferd auch nicht eingedeckt ist. Meine Reflex-Decke ist innen mit Fleece, ich nehme sie trotzdem mit, auch wenn meiner diesen Winter nicht eingedeckt wird. Sollte das Pferd trotzdem eingedeckt sein, würde ich schon eine Decke auf den Ausritt mitnehmen.

Achtung bei deinen Füßen - der Wind ist sau kalt... Am besten so Wärme-Einlagen in die Schuhe packen. Und warme Handschuhe anziehen.. Wenn du oft & lange raus gehst, empfehle ich dir die langen Western-Chaps - die halten richtig gut den Wind von den Beinen ab. Wenn sie über die Schuhe gehen auch von den Füßen. Sehr praktisch, aber nicht jedermanns Sache.

Woher ich das weiß:Eigene Erfahrung – über 20 Jahre Reiterfahrung und 2 eigene Pferde

Hm, wenn sie Hufeisen hätte, würde ich Stollen empfehlen, doch da dies nicht der Fall ist, musst du sehr darauf achten, nicht auf Eisplatten zu kommen. Ich denke du kennst die möglichen Folgen (Beinbruch etc.)

Das Pferd auf keinen Fall nass reiten! Deswegen hat meine ex-RB richtig Ärger mit mir bekommen... das lange Fell braucht ewig um zu trocknen und eine Abschwitzdecke kann da zwar helfen, aber erstens schwitzen die Pferde häufig nach und zweitens brauchst du 2, da du die Decken wechseln musst, du musst also dabei bleiben.

Wie wohnt das Pferd denn? Mit Abschwitzdecke kann man sie nicht einfach in einen Auslauf stellen und dann nach Hause fahren. Wenn sie im Offenstall wohnt, siehe oben.

Außerdem musst du das Pferd länger warm reiten, je kälter und auch je älter das Pferd ist. Das Minimum sind ohnehin 10 Minuten, im Winter besser 20. Auf dem Rückweg solltest du Schritt reiten, damit das Pferd nicht verschwitzt am Stall ankommt.

Gerade weil sie nicht geschoren ist, muss du ihr nach dem reiten eine abschwitzdecke drauf machen! Das dicke Fell braucht sehr lange bis es trocken ist, deswegen solltest du im Winter drauf achten, dass du sie sehr lange trocken reitest, dass kommt individuell aufs Pferd an, manche Pferde trocknen schnell, andere nicht. Außerdem muss du die Decke wieder abziehen, wenn sie wieder trocken ist, eine abschwitzdecke eignet sich nicht zum Warmhalten! Alternativ kannst du sie trockenföhnen, hört sich blöd an, klappt aber Super! Wenn sie schon immer Barhufer geht, musst du nicht mehr beachten, als bei beschlagenen Pferden auch, logischerweise nicht auf hartem Boden traben oder galoppieren... Barhufer laufen auf Schnee besser, weil Eisen oder Hufschuhe sehr rutschig sein können.

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