Ausnutzung von Azubis

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15 Antworten

Ich würde abwarten,die schlimmste Zeit ist in der Landwirtschaft fast vorbei,schau erstmal was jetzt noch kommt.Vielleicht hat er ja über die Wintermonate mehr frei.Die Probezeit würde ich auf alle Fälle noch abwarten.

Einfach mal krank machen....der Körper hölt sonst irgentwann die Ruhe.

Aber 60 Stunden ist zu viel.

Gut ist es immer, wenn man einen Vorwand hat, wenn man einfach sagt "Ich will nicht" ist es blöde.

Aber das weiß man auch vorher, was man sich aussucht "Erntezeit ist Erntezeit"...

Jeder ist zu ersetzen! Er ist halt günstig, darum ist er nicht zu ersetzen. Und da das Fahren mit den Trecker, eh nicht als 100% arbeit angesehen wird, ist es nartürlich möglich, das sich der Arbeitgeber sagt, das mit den 60 Stunden ist ok und nicht schlimm. Ich kenne das, habe LKW gefahren, dort sehen das einige AG ähnlich..

Ich würde aufpassen, kenne da die Bauern, komme aus den Millieu. Da gibs einige, die sind geizig wie Sau, aber wollen rund um die Uhr jemanden haben der am besten für 5 Euro arbeit. Umsonst holen die sich nicht alle die Leute aus Polen. Selber aber sacken Sie die dicken Prämien vom Staat ein, und wenn da nicht ein Mercerdes oder ein neuer Trecker bei über ist, dann stimmt was in Ihrer Welt nicht.

Eurer Sohn ist Quasi ein moderner Knecht. Muss man bald so sagen, bei diesen Arbeitsbedingungen, aber man muss auch sehen, wenn da nirgentswo was anderes ist.

Aber auch ist es so "Lehrjahre sind keine Herrenjahre"...mann muss sich schon was gefallen lassen. Gibt ja welche, die wollen heute nicht mal mehr fegen. Das geht nartürlich nicht.

Es kann auch sein, das der AG das absichtlich macht, um Euren Sohn zu testen..wie strebsam er ist, dann ist es nartürlich negativ, wenn man gleich sagt ich will nicht.

Am besten man nimmt sich hin und wieder durch einen Trick selber die Freizeit. Mal zur Beerdingung...Mal einen Arztermin abmachen, denn alles ist gut in Maßen! Gruß

Sein Chef ist momentan für 2 Wochen in der Karibik. Soviel auch dazu.

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Ich würde die Probezeit noch abwarten und dann aber das Thema noch einmal ansprechen, wenn es bis dahin nicht besser geworden ist. Wenn er noch 16 ist hat er klare Regeln wie viele Stunden er arbeiten darf und was ihm an Freizeit zusteht. Es ist klar das gerade in der Landwirtschaft zeitweise reingeklotzt werden muss aber ich denke ein Azubi darf da nicht als voller Arbeiter behandelt werden.

wenn ihr wollt das er seinen ausbildungsplatz behält habt ihr, solange er in der probezeit ist, leider nicht allzuviele möglichkeiten. erst einmal wäre es sinnvoll sich genau über die jugendschutzbestimmungen schlau zu machen,sprich in wie weit seine arbeitszeiten schon unter "nicht erlaubt" fallen und dann vlt. (mit logischen argumenten) ein freundliches gespräch mit dem ausbilder suchen. allerdings wäre es ratsam wenn euer junior das erst einmal allein versucht, macht ein besseres bild! und ich würde ehrlichgesagt bis zum ende der probezeit warten, sonst kann es mit einer kündigung ganz schnell gehen

Ich würde es meinem Sohn überlassen, was und wieviel er leisten möchte oder zu leisten imstande ist. Landwirtschaftliche Arbeiten sind nun mal nicht auf wenige Stunden zu begrenzen, zumal jetzt auch noch extra viel Arbeit anfällt. Ich sehe das nicht als ausgenutzt werden.

Ich kann ja verstehen, dass es ein harter Arbeitsbereich ist. Aber dürfen die sich einfach so über gesetzliche Regelungen zur Berufsausbildung hinwegsetzen? Eher nicht.

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@Ody85

Bei mancher Ausbildung weiß man das im Voraus. Ich würde da jetzt nicht den Aufstand proben, es ist jetzt viel zu tun in der Landwirtschaft. Im Winter wird es erheblich ruhiger zugehen.

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Druck wegnehmen, nicht aufbauen. Macht ihm klar, dass es völlig in Ordnung ist, wenn er weniger machen würde. Mehr solltet Ihr meiner Meinung nach nicht tun. Wenn er eine "Heißdüse" sein will, lasst ihn doch. Aus eigener Erfahrung weiß ich: lieber zuviel Ehrgeiz als zuwenig :-).

In der Ausbildung mit unter 18 Jahren MÜSSEN Überstunden ZEITNAH abgefeiert werden! Wenn er statt 40 std. 60 std. in der Woche macht, hat er damit 2 1/2 Tage in der Folgewoche frei zu nehmen.

UND!! Mit 16 ist es NICHT ihm überlassen! Er MUSS (lt. Ausbildungsgesetz, §§ hab ich aber grade nicht zur Hand) Überstunden abfeiern.

Natürlich wird niemand etwas sagen, wenn deinem Sohn das nichts ausmacht, erinner ihn aber daran, dass eine Ausbildung länger geht als nur ein paar Monate.

Natürlich wird man sich, grade in der Probezeit, nicht dem AG gegenüber stellen und sagen "Hör mal, ich hab zu viele überstunden, ich mach jetzt frei", aber DEIN SOHN sollte mal ein Gespräch suchen, und nachfragen, wie die denn ausgeglichen werden sollen.

Theoretisch ja, aber nicht alles ist in der Realität praktikabel. Außerdem kommt es auf den Beruf an. Lerne ich einen Bürojob oder ist es ein Beruf wo Termine eingehalten werden müssen. Das macht oft den Unterschied.

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@carsten1979

Nach JArbSchG darf er max. 45h pro Woche arbeiten!!! ... Der AG macht sich somit strafbar! ...

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@carsten1979

Trotzdem muss mit < 18 Jahren nicht länger gearbeitet werden, bzw. es muss einen zeitnahen Ausgleich geben.

Die Arbeitszeit ist schließlich im Ausbildungsvertrag geregelt, darf aber nie schlechter sein, als wie im Gesetz. 60 Std. die Woche sind definitiv zu viel.

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@deFleescha

Richtig, irgendwie so hatte ich das auch noch im Kopf.

Allerdings gibt es nur folgen, wenn der Azubi die Straftat zur Anzeige bringt. Außerdem ist das nunmal ein Beruf der von den Witterungsverhältnissen und den Jahreszeiten abhängt. Das sieht der Junge ja schon ein, hoffen wir für ihn, dass er zu anderer Zeit dafür deutlich weniger arbeiten muss.

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wenn er den Job WIRKLICH behalten will... die Probezeit auf jeden Fall durchhalten!

Eigentlich darf er unter 18 auch noch keine überstunden machen! Das sollte sein Arbeitgeber eigentlich wissen, nur das wird in vielen Betrieben einfach nicht ernst genommen. Nach der Probezeit ruhig mal ansprechen ...

Mein Mann ist LKW-Fahrer. Da kommen auch 60 - 70 Stunden in der Woche zusammen. Er ist aber erwachsen und wir hoffen, dass er da bald weg kann.

Ein Jugendlicher ist dafür nicht geschaffen. Da muss das Jugendschutzgesetz eingehalten werden. Vor allem bei dem geringen Verdienst.

Die Überstunden sollten nicht nur, sondern müssen abgegolten werden. Das ist gesetz.

Nach der Probezeit sollte das der Sohn unbedingt beim Chef ansprechen.. kann doch nicht sein für 325€ 60 stunden die woche zu arbeiten.

wie du selbst schon sagst: es ist erntezeit.

das ist die in der landwirtschaft wichtigste zeit des jahres, da müssen gutwetterperioden unbedingt genutzt werden.

so weiss er auch gleich, was auf ihn zukommt.

seine arbeitsstunden sollte er natürlich festhalten und zeitig klären, mit welcher art von vergütung er für geleistete überstunden rechnen kann.

  1. Das sollte der Sohn entscheiden, ob es ihm so Spaß macht und nicht über seine Kräfte geht.
  2. Die Überstunden sollten allerdings irgendwie abgegolten werden.

nicht nur "irgendwie"! In der Ausbildung mit unter 18 Jahren MÜSSEN Überstunden ZEITNAH abgefeiert werden!

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zu 2: müssen

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@Ody85

Zu 2: Habe mich deshalb so ausgedrückt, weil mir nicht bekannt ist, wie das Ausbildungsgesetz in diesem Bereich gestaltet ist.

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@Ody85

Vielen Dank für alle eure schnellen Antworten,wir wollen doch nur das Beste für unseren Grossen,es war schon immer sein Wunsch einen Beruf in der Landwirtschaft zu ergreifen er hatte auch mehrere Ausbildungsangebote durch gute Beurteilungen in vielen Praxiswochen auch auf freiwilliger Basis in den Sommerferien.Es schmeichelt ihm unheimlich als vollwertiger Arbeiter angesehen zu werden.Und er nimmt sich dann so wichtig als ob ihm der Laden gehört.

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@asti40

Da es heute eher selten ist, dass man sich mit Freude in das Berufsleben stürzt, wäre bei mir die Freude an erster Stelle. Natürlich sollten die Eltern ein Auge darauf haben, das es dem Kind gut geht. Aber ich denke, dass es in eurer Lage eher zu sachlichen (und nicht Streit-)Gesprächen kommt. Er sollte halt darauf achten, dass er nicht ausgenutzt wird (das andere wurde schon gesagt), damit seine Zufriedenheit anhält. Ich wünsche im weiterhin viel Glück und Zufriedenheit.

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Der Arbeitgeber deines Sohnes, sollte sich mal ganz dringend mit dem JArbSchG (Jugendarbeitschutzgesetz) auseinandersetzen. Er macht sich strafbar ... Er verstößt gegen § 8 und wahrscheinlich auch gegen §§ 11, 13, 15, 16...

Da kannste nix tun...Solange er gerne hinfährt,werdet ihr immer die Bösen sein,wenn ihr ihn abhalten wollt...

denk ich auch, und die ernte ist ja fast vorbei...dann werden die stunden weniger.

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