Auslandsjahr Japan nach Realschule und "Pause"?

2 Antworten

Warum muss man sich heutzutage immer leichtsinnig grosse Loecher in den Lebenslauf reissen? Nach der Realschule hast du nichts; d.h. wenn du nicht gerade fuer einen teuren Sprachkurs bezahlst, machst du in Japan ein halbes Jahr Urlaub (wenn du ueberhaupt solange im Land sein wirst) und verschwendest wertvolle Zeit.

Mach dein Abitur, mindestens Bachelorstudium oder eine Ausbildung, lerne fleissig Japanisch und spare Geld, dann hast du danach Zeit fuer einen sinnvollen Auslandsaufenthalt, der nicht zu 100% in die Hose geht.

ja klar, das geht bestimmt. du könntest ja auch in japan das halbe jahr schon sein und dort arbeiten, dann lernst du gleuich alles besser kennen. in welche stadt gehst du?

Danke für die Antwort! :)Dieses halbe Jahr gleich in Japan zu verbringen, wäre natürlkch toll, allerdings ist Japan ziemlich teuer und es ist schwer ein längeres Visum zu bekommen, deswegen wohl eher nicht. Achso, und ich gehe nach Fukuoka auf Kyushu. ^^

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du könntest ja auch in japan das halbe jahr schon sein und dort arbeiten

Er/Sie hat weder eine vernuenftige Ausbildung (Schulabschluss), noch genug Japanischkenntnisse, noch wird er/sie ein Arbeitsvisum, bzw. eine Zusatzerlaubnis zu einem moeglichen Studentenvisum bekommen. Und selbst wenn gibt es tausende Japaner, die einen Nebenjob besser ausfuehren koennen. Da macht man sich nicht den Stress, einen Auslaender, der nichts kann und mit dem man sich nicht unterhalten kann, einzustellen. Hinzu kommt, dass er/sie zu dem Zeitpunkt erst 16 sein wird.

Der ganze Plan an sich ist unzureichend durchdacht. Ohne ausreichende Finanzierung, sind selbst Schulbesuch (da bezweifle ich, dass das ueberhaupt einen Sinn macht, wenn man im eigenen Land selber gar nicht zur Schule geht) oder Besuch eines Sprachkurses nicht machbar, da in der Regel Geld fuer den gesamten Visumszeitraum bei Beantragung nachgewiesen werden muss (weil man mit einem Studentenvisum nicht arbeiten darf).

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@M1603

Naja, aber es ist ja "nur" ein Auslandsjahr, um Land u Leute ein bisschen besser kennenzulernen und weil ein Jahr in einem fremden Land zur Schule gehen einfach eine tolle Erfahrung ist ,Vorallem wenn man so jung ist. :) Auch wenn ich mir natürlich bewusst bin, dass es nicht immer einfach wird, grade in Japan. Danach würde ich auch gerne wieder normal zur Schule gehen und mein Abitur machen, deswegen hab ich die Frage ja überhaupt erst gestellt.

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@Minmii

Ja, ein Auslandsaufenthalt kann sich sehr gut im Lebenslauf machen; muss er aber nicht. Man ist aber auch mit 25 noch jung genug dafuer.

In deiner Planung sind viele Luecken, die deinem Lebenslauf das Genick brechen koennen und die du ganz sicher in Vorstellungsgespraechen erklaren musst. Beispielsweise ist da die von dir geplante halbjaehrige Luecke, waehrend der du ja im Grunde gar nichts machen willst. Das muss nicht sein, zumal es total egal ist, wann du in Japan auftauchst. Ein Austauschschueler an einer japanischen Schule kann naemlich sowieso nicht am regulaeren Unterricht teilnehmen. Der sitzt die meiste Zeit in der Bibliothek und lernt fleissig Japanisch, um gegen Ende des Aufenthalts einigermassen gut mit seinen Mitschuelern sprechen zu koennen.

Was deshalb noch sehr viel wichtiger ist, ist der Support waehrend und nach dem Aufenthalt. Du musst den Aufenthalt so planen, dass du danach sofort lueckenlos ins deutsche Schulsystem zurueckgehen kannst und, dass im Falle, dass du vorher (aus welchen Gruenden auch immer) abbrichst, gewaehrleistet ist, dass du die Schule in Deutschland sofort weitermachen kannst, damit du nicht noch mehr Zeit verlierst.

Dann ist es wichtig, dass nachbereitender Japanischunterricht in Deutschland eingeplant ist, damit der Aufenthalt nicht ganz nutzlos war. Austauschschueler in Japan, die sich gut integriert haben, koennen Dialekt auf Grundschulniveau -- zu mehr reicht so ein Jahr nicht. Niemand braucht einen Dialektsprecher, d.h. dass du in Deutschland wieder von 0 anfangen musst Japanisch zu lernen, damit du die gewonnenen Erfahrungen richtig nutzen kannst. In das, was du in Japan aufgeschnappt haben wirst, muss Struktur rein (die dir in Japan nicht gegeben werden wird) und es muss eine Standardsprache entwickelt werden, die jeder versteht.

Zu den ganz praktischen Fragen muss geklaert werden, woher die 10.000Euro (+) kommen, die man auf jeden Fall haben sollte, welche Schule in Japan dich aufnehmen wuerde, wo du unterkommst, wie die Eingliederung zurueck ins deutsche Schulsystem funktioniert (was am Ende sehr viel wichtiger ist, als der Aufenthalt selbst) etc.

Ich schreibe das uebrigens nicht, um dir das alles zu vermiesen. Es ist nur wichtig, dass das alles gut durchdacht ist, damit es nicht das Gegenteil von dem wird, was es eigentlich werden soll. Oftmals lohnt es sich, zu warten, bis man wirklich alles perfekt geplant hat.

Um kurz ein Beispiel zu nennen: Ein Studienkollege ist nach seinem Bachelor (Japanologie) fuer ein Jahr nach Japan gegangen (Working Holiday). Genutzt hat es ihm nichts, denn mit einem Bachelor hat man nicht wirklich viel nachzuweisen. Seinem Japanisch hat es nur gering etwas genutzt und wirklich dort arbeiten konnte er auch nicht. Er hat es am Ende bereut das Visum nicht erst nach dem Master genutzt zu haben.

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