Auslandsaufenthalt sehr einsam?

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9 Antworten

Das ist anfangs völlig normal. Wenn Du in Deutschland in eine andere Stadt ziehst, dann wäre das kaum anders. Also erstmal: Durchatmen.

Dann ist es aber auch Deine Aufgabe und letztendlich auch Dein eigenes Interesse aktiv zu werden. Was man in einem Auslandsjahr lernt ist, dass man nicht darauf warten kann, dass andere einen bespaßen. Es ist ja schon gut, dass Du die angebotenen Sportarten an der Schule probiert hast, aber da gibt es sicher noch mehr. Frag doch mal Deine Gastfamilie nach anderen Aktivitäten auch außerhalb der Schule. Vielleicht gibt es Dinge im Stil der hiesigen Volkshochschulen, oder Wandertreffs am Wochenende, falls Du mit Religion kein Problem hast, dann bieten Kirchengemeinden häufig auch so einiges. Oder Du schaust nach Jugendangeboten vor Ort.

Du wirst nicht drumrum kommen Kontakt aufzunehmen, auch wenn Sprache immer ein Thema ist, versuche zu sprechen. Nur so wirst Du einerseits besser und knüpfst andererseits Kontakte. Nur Mut, keiner wird von Dir perfektes Englisch erwarten. Im Zweifel überlege Dir, was Du erzählen willst. Ist Dir irgendetwas aufgefallen, was Du nicht verstehst in Neuseeland? Warum Leute hier irgendwas auf eine bestimmte Art machen zum Beispiel. Oder frage doch einfach, ob Deine Mitschüler noch irgendwelche Aktivitäten kennen.

Dann würde ich versuchen näheren Kontakt zu den anderen Austauschschülern herzustellen. In der Regel sitzen da alle in einem Boot, vielleicht ist von denen der eine oder andere auch noch nicht lange da und langweilt sich am Wochenende genauso wie Du. An sich bilden Ausländer im Ausland eine natürliche Zweckgemeinschaft. Klar will man vor allem die Einheimischen kennenlernen, aber die "Kollegen" bieten eine gute Basis.

Dann überlege Dir warum Du Dich gerade für Neuseeland entschieden hattest, was Dich genau an diesem Land interessiert hat und dann beginne mit der Organisation dieser Highlights. Ein Jahr ist schneller rum als man denkt und manche Dinge brauchen etwas Vorlauf.

Nimm Dir eine Karte zur Hand und schau, was es in Deiner Umgebung so zu sehen gibt. Nationalparks? Museen? Tierparks? Wandertouren? Wasserfälle? Seen? Städte? Sehenswürdigkeiten? Ich nehme an, Du hast noch keinen Führerschein? Dann versuche rauszubekommen wie Du Dich auf anderem Wege bewegen kannst.

Ein Jahr im Ausland ist fordernd und man lernt viel über sich selbst. Man wird selbstständiger und überlegt sich mehr was man will. Man lernt sich zu organisieren und sich seine Abenteuer zu suchen. Das geht wahrscheinlich den meisten so, dass es da anfangs die "Und jetzt" Phase gibt. Du würdest es bereuen abzubrechen, gibt der Sache mindestens 3-4 Monate. Momentan bist Du ja noch nicht mal so lange weg wie andere Leute im Urlaub sind. Das ist zu kurz um einen anderen lebensstil einschätzen zu können und sich an die Unterschiede zu gewöhnen.

Immer nur Du, Du...Du solltest Dich mal  fragen wie es den anderen geht, bestimmt genauso wie Dir. Aber sie jammern nicht herum, sondern machen das beste aus der Situation. Du kommst aus Deutschland da hat man gewiss eine Menge zu erzählen, evtl. auch Vorurteile abzubauen. Vielleicht bietest Du denen mal an eine deutsches Essen zu kochen. Momentan benimmst Du Dich ein kleines Kind, die Sportart magst Du nicht, die andere ist auch nichts für Dich. Dann lerne halt die Kultur usw. näher kennen, irgend wann ist die Zeit vorbei, also mach was. Ansonsten hast Du zu Hause nichts zu erzählen, nur über Dein jammern aus der Ferne.

AndreasWinkler 28.02.2017, 06:36

Man merkt du hast keine Ahnung. Sowas hilft doch keinem! Mach dochmal sinnvolle Vorschläge. Was glaubst du wie komisch es rüberkommt wenn du die aus dem nichts fragst ob du den was deutsches kochen kannst.

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SangSom 28.02.2017, 07:07
@AndreasWinkler

Was meinst Du denn mit deiner Kritik?

Genau so schaut es nämlich auch. Du, Du, Du, Ich, Ich, Ich, ...

Einfach verwöhnt.

Allein die Abneigung gegen eine Schuluniform! Habt ihn ja nicht aus der Masse heraus.
 

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Zeig Dich offen, knüpf Kontakte! Ich weiß, dass das nicht so einfach ist. Aber Dich jammernd verkriechen ist ja nun auch keine Alternative.

"Muss noch 4 1/2 Monate durchhalten." Das Wort "durchhalten" hat etwas Passives, Ausharrendes an sich. Unternimm etwas - kann auch allein sein! Wer sichtbar ist, wird auch gesehen.

Mach Deine Klassenkameraden neugierig auf ein Leben in D! Erzähl, wie die eine oder andere Situation in D gewesen wäre. Aber bitte ohne Jammern! Nicht "Bei uns wäre das nicht passiert", sondern einfach eine andere Sichtweise einbringen. Vielleicht bemerkst Du ja, dass es auch Dinge gibt, die dort besser sind. Das kannst Du ja auch sagen.

Hallo,

du musst irgendwie besser Kontakte knüpfen bzw. deine Freundschaft mit deinen Kameraden vor Ort verbessern, versuch vllt. etwas über gemeinsame Interessen herauszufinden. Sport verbindet natürlich auch. 

Wenn es gar nicht mehr geht brich ab wenn du 4 weitere Monate traurig bist. Tu dir das nicht an. Rede mit deinen Eltern rede dir deine Probleme vom Leib dann gehts dir erstmal besser :) und dann schöpfst du neuen Mut/Kraft lernst freunde kennen und packst das :)

Das ist ganz normal bei einem Auslandsaufenthalt. Es gibt da mehrere Stadien, die man durchlaufen muss, bis man sich einigermassen angekommen fuehlt und dann auch etwas fuer sich davon mitnehmen kann. Das geht von Aufgeregtsein, bis hin zu Frust, Traurigkeit und starkem Heimweh, und endet dann spaeter beim Angekommensein und einem Leben, wie es die Einheimischen fuehren. Von dem Negativen darf man sich aber nicht besiegen lassen, sondern man muss dem Ganzen trotzen und einfach immer weitermachen und daran wachsen.

Was du nicht machen solltest, ist vorzeitig abbrechen oder dich zu Skype und deinen Kontakten nach Hause retten. Dann war alles umsonst und dir wird eine tolle Erfahrung vorenthalten bleiben.

Ich rate dir ein bisschen aktiver zu werden. Du wolltest doch unbedingt nach Neuseeland. Mach doch zuerst einmal das, was du in Neuseeland unbedingt mal machen wolltest. Am Wochenende kannst du zum Beispiel die Gegend unsicher machen (und wenn du es am Ende alleine oder mit jemandem aus der Gastfamilie machst). Dann hast du am naechsten Tag in der Schule was zu erzaehlen und kannst vielleicht jemand symphatischen einladen das, was du da am Wochenende gemacht hast, an einem Nachmittag mit dir zusammen zu machen.

Geniesse die Gelegenheiten, die sich dir jetzt bieten. Dazu hat nicht jeder Chance.

SangSom 28.02.2017, 06:59

Wir sind der gleichen Meinung. Habs halt anders ausgedrückt. Weniger diplomatisch.

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SangSom 28.02.2017, 07:05
@SangSom

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Komische Frage.

Du bist Austauschschüler. Was hast Du Dir vorgestellt?

Du fühlst Dich einsam, hast keine Freunde? Naja. Das ist halt so, wenn jemand in ein fremdes Land zieht. Aller Anfang ist schwer. Es liegt an Dir! Du nervst? Sie mögen Dich nicht? Frag Dich mal warum?

Ich hab nämlich den Eindruck, Du bist ein verwöhntes Ding. Das der Meinung ist, ich bin der Größte. Bist Du nicht !!

Dein Beispiel: Schuluniform! Du fühlst Dich unsicher? Warum? Weil Du mit deinen nicht mehr vorhandenen Designerklamotten nicht mehr angeben kannst? Weil Du plötzlich an deiner Persönlichkeit und deiner Leistung gemessen wirst? Die muß sich jeder erarbeiten!

Kein Wunder, wenn Du traurig bist.

Du hast noch 4 1/2 Monate. Zieh sie durch. Lerne. Die Sprache, den Stoff, versuche Freunde (fürs Leben) zu finden, sei nicht überheblich, akzeptiere die Anderen wie sie sind.

Akzeptiere auch den Sport. Rugby ist sicher nicht jedermanns Sache. Volleyball? Naja. Aber es ist doch völlig unerheblich, ob Du sie magst oder nicht. Versuch wenigstens, mit zu machen. Das kleine Geheimnis ist für alle: Egal wie gut oder ungeschickt Du dich dabei anstellst, die anderen Jungs werden das akzeptieren. Sie sehen, Du bemühst dich wenigstens.

So schließt Du dich selbst aus. Damit auch aus der Gemeinschaft.

Weiß ja nicht, welche Sportarten Du bevorzugst. Fußball? Versuch doch mal, ein Klein-Klein zu organisieren. Sollte doch kein Problem sein, 10 Spieler dafür zu gewinnen. Tennis, Surfregatta, was auch immer.

Sei deinen Eltern dankbar, daß sie Dir die Möglichkeit geben, in einem weit entfernten Land ein paar Monate den Aufenthalt zu ermöglich.

Bringt Erfahrung, Selbstsicherheit, Freunde, Feude und stärkt deinen Charakter. Damit meine ich auch die Akzeptanz anderen, weniger gut situierten Personen gegenüber. Niemand hat sich seine Herkunft ausgesucht.

Verwöhnte, weinerliche Weicheier gibt es genug.

Probier, das Beste daraus zu machen. Werde langsam erwachsen.


 

Zu Hause ist auch langweilig. :) 

Vielleicht kannst du ja den Ort wechseln. Ansonsten versuch dich damit zu arrangieren. Andere schaffen das auch. In 4 Monaten tut sich noch einiges. Schön da bleiben. 

Hallo Sleepy2701,

ich hoffe, dass ich dir weiterhelfen kann, denn vor 2,5 Jahren war ich in einer ähnlichen Situation. Ich habe ein High School Jahr in den USA gemacht und hatte total hohe Erwartungen, die im Nachhinein wohl eher unrealistisch waren. 

Am Anfang habe ich mich auch oft mal einsam gefühlt, aber aller Anfang ist schwer und man hat sich erst nach 3 Monaten richtig eingelebt. Gib der ganzen Sache einfach Zeit. An meiner Schule gab es auch nicht so viele Sportarten, die mich auch nicht so interessiert haben (Volleyball und Fußball) und ich habe dann einfach Fußball gespielt, weil viele Mädels aus meinen Kursen in diesem Club waren. Das schweißt enorm zusammen und es ging viel schneller mit dem Freundschaften knüpfen, auch wenn ich in Deutschland nicht einmal im Traum daran gedacht hätte, einem Fußball Verein beizutreten. 

Diese Erfahrung ist auch dazu da, dass man aus seiner Komfortzone raustritt und über seinen eigenen Schatten springt. Aber es lohnt sich und wird besser! 

Häng doch mit den anderen Austauschschülern ab :) es muss nicht an dir liegen! An meiner ehemaligen Deutschen Schule wurde Austauschschüler auch total egnoriert und es war nicht deren Schuld. Also mach dir keine Vorwürfe -vllt hast du einfach Pech gehabt. Ich war 1 Jahr in den USA und hatte sehr Glück!
Vielleicht könntest du mit Leuten auf facebook Kontakt aufnehmen. Vllt findest du da Leute mit den selben Interessen wie du. Oder du hängst ein bisschen mit den anderen Austauschschülern ab ;)

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