Auskunft über einen arbeitsunfall?

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5 Antworten

Ein epileptischer Anfall wirkt zwar für andere schlimm, ist es aber nicht. Die Kollegin wird wieder voll o. k. sein und sich an nichts erinnern. Ich habe schon viele Anfälle miterlebt und keinen seelischen Schaden. Es ist eine Krankheit, die sich oft gut medikamentös einstellen lässt.

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Hoi.

Ja, dass war ein Arbeitsunfall. Genauso wie es einem Lokführer oder Straßenbahnführer "an die Nieren" geht, wenn er jemanden überfahren hat. Das kann sich bis zu einer "posttraumatischen Belastungsstörung (PTBS)" ausweiten.

Aber ob du insgesamt Leistungen aus der Unfallversicherung bekommst, wird man genau abklären müssen. Dein Trauma liegt ja eher im privatem Bereich(Tod deines Mannes) und dieses Ereignis geschah nur zufällig auf der Arbeit - Menschen erleiden solche Anfälle aber überall.

Warum solltest du eine Abfindung erhalten(wäre ja auch ein arbeitsrechtliches Thema, müsste man in den Arbeitsvertrag schauen)? Erhoffst du dir eine Berufsunfähigkeit, willst du evtl. noch Schadensersatz von der Kita oder der Kollegin?   

Warte doch erst einmal die weiteren Behandlungen ab.

Ciao Loki

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1. Arbeitsunfall?

siehe Antwort von Lokicorax (da möchte ich nur ergänzen).

Hier ist zumindest der Vorschaden unstrittig. Deshalb ist eigentlich nur zu klären, ob das neuerliche Ereignis eine Verschlimmerung der bestehenden Erkrankung bewirkt hat oder ob dem Unfall "nur" die Qualität einer Gelegenheitsursache zukommt. Eines von Beiden kommt in Betracht.

Ich gehe nach meiner Erfahrung ncht davon aus, dass das Ereignis alleine (ohne den Vorschaden) in der Lage war, eine psychische Erkrankung über wenige Tage hinaus zu verursachen.

Wir werden das an dieser Stelle nicht klären können, weil das ohne genaue Fallkenntnis überhaupt nicht zu überblicken ist. Hier wird eine nervenärztliche Zusammenhangsbegutachtung notwendig sein. Diese wird von der BG im Rahmen der Arbeitsunfallprüfung veranlasst, falls die BG dies für notwendig hält.

2. Weitere Behandlung?

Unstrittig ist, dass hier eine Behandlung dringend notwendig wird. Hierbei sollte erstmal egal sein, wer der Kostenträger sein wird. Auch wenn ein Arbeitsunfall
abgelehnt werden sollte, besteht ein Leistungsanspruch gegen die
Krankenkasse. In der Luft hängen wirst Du also nicht.

3. Arbeitsrechtliche Erwägung (Abfindung)?

Dazu nur eine Frage: Hast Du eine Kündigung bekommen? Falls nein, dann mach Dir erstmal keinen Kopf. Du hast nach Ende der Entgeltfortzahung Anspruch auf Verletzten- oder Krankengeld (je nach Leistungsträger). Beides hat grundsätzlich eine Bezugsdauer von 72 Wochen, also ist genug Zeit wieder gesund zu werden.

Von einer Eigenkündigung würde ich aber dringend abraten. 

Viele Grüße

Lumbago

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Hallo afstory,

nein, das zählt nicht als Arbeitsunfall. Im übrigen kann Dir eine Traumatherapie sehr gut helfen - das wäre der richtige Weg, auch mit dem Tod Deines Mannes fertigzuwerden, denn dieses Ereignis war ja der Auslöser für Deine aktuellen Beschwerden.

Gute Besserung

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Kommentar von Lokicorax
29.08.2016, 15:34

Vorsicht - nicht nur körperliche Schäden sind versichert! Bedenke den Schock bei einem Banküberfall oder bei Selbstmördern im Bahnverkehr. 

Ich denke jedoch auch, dass hier wohl keine dauerhaften Leistungen der Berufsgenossenschaft folgen werden.  

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Als Arbeitsunfall zählt dies natürlich nicht. Es ist eine Krankschreibung.

Eine Abfindung würdest du auch kaum kriegen, wieso auch, letztlich kann er dich ja während der Krankheit üblicherweise nicht kündigen.

Irgendwann wirst du wieder zur Arbeit müssen, wenn der Neurologe keine körperlichen Ursachen findet. Du kannst natürlich auch kündigen und dir eine andere Stelle suchen, aber dann eben ohne irgendwas.

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Kommentar von Lokicorax
29.08.2016, 15:33

Vorsicht - nicht nur körperliche Schäden sind versichert! Bedenke den Schock bei einem Banküberfall oder bei Selbstmördern im Bahnverkehr. 

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