Ausgliederung der Logistik als spin off Unternehmen?

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3 Antworten

Du schreibst an anderer Stelle von Deiner Verantwortung als jetziger Arbeitgeber und dafür erst einmal mein Beifall.

Genau aus dieser Richtung würde ich die Sache auch betrachten. Nämlich wie tragfähig ist diese Ausgründung. Wobei ich ohne Prüfung der Geschäftsidee 'Versandlagerhaltung für Online-Shops' natürlich auch im Nebel stehe.

Aber ein paar Ideen oder Varianten möchte ich einfach mal in den Raum stellen. Was in soweit problematisch ist, weil man die Personen nicht kennt. Und da wird dann schnell auch fabuliert.

Variante 1 - Du gliederst selber aus und gründest ein eigenes Unternehmen dafür. Das wäre eine unselbständige Gewerbeeinheit. Vermutlich wären die Gewinn in Deinem Zielland steuerpflichtig.

Variante 2 - Ist die von Dir genannte. Für die Scheinselbständigkeit sind aber auch so Dinge zu prüfen wie: Benötigt das zu prüfende Unternehmen (hier der Versanddienstleister) selber sozialversicherungspflichtige ArbeitnehmerInnen?

Denn das ist ein gutes Argument gegen die Scheinselbständigkeit.

Weiterhin ist die Möglichkeit Expansion nicht von der Hand zu weisen. Daher in der Vorrede auch das Wort von Geschäftsidee. Sicherlich gibt es einige Internet-Shops, die das nicht mehr aus den eigenen Räumen leisten können.

Variante 2 mit einem Dreh: Die Rechtsform könnte hier durchaus es erschweren eine Scheinselbständigkeit zu erkennen.

Soweit jetzt nur aus dem Handgelenk einige Ideen. Ratsam wäre auch eine kostenpflichtige Prüfung durch die Rentenkasse. Dazu müssen aber schon eigentlich endgültige Verträge usw. vorliegen. Nur unterschreiben braucht man die nicht.

Ich sehe hier ganz herausragende Gestaltungsmöglichkeiten. Die allerdings eine Hinzuziehung von drei Berufsgruppen ratsam erscheinen lassen. Natürlich (gucke auf meine Berufsbezeichnung) einen Unternehmensberater. Dann können auch Steuerberatung und Rechtsanwalt wichtig werden.

Klar ist das nicht die Variante kostenlos. Aber wer ein besseres Auto fahren will, der sollte vielleicht auch nicht die 'Billigmarke mit der Grundversion eines günstigsten Fahrzeugs' probieren. Und der Vergleich stimmt auch weiter: Weil auch mit der teuersten Variante kann man ganz unwirtschaftlich auf die Nase fallen.

Aber Do-It-Yourself birgt einfach zu viele Risiken bei so einer Entscheidung.

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Kommentar von FrankSteinmetz
15.05.2016, 11:09

Vielen Dank. Ich sehe das ganz genauso. Wer arbeiten will braucht  gutes Werkzeug. Es muss halt auch bezahlbar sein. Deine Antwort hört sich sehr kompetent an. Ich würde gerne Deine Dienstleistung in Anspruch nehmen wenn ich einen Kostenüberblick bekomme. Danke schön zunächst einmal.

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Die Antwort kommt vielleicht ein wenig spät:

Ich würde eine uG mit dem betreffenden MA zusammen gründen. Ihn als Geschäftsführer einsetzen (oder ihm die Anteilsmehrheit überlassen) und das Stammkapital durch die min. Anteile am Gewinn mit den Jahren auffüllen (Haftungsbeschränkung - auch für den MA interessant). Damit würde die Scheinselbständigkeit direkt wegfallen. Ob es als Tochterunternehmen oder nur als assoziierte Form (%-Anteil entscheidend) läuft ist dann euch überlassen. Ich würde aber genug Anteile halten, um mein Vetorecht gelten machen zu können. So könnte man über Expansion (weitere Kunden) sogar aus der Ausgliederung noch weitere Erlöse erzielen bzw. daran anitizipieren.

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wurde das komplett outsourcen, dienstleister wie DHL oder andere speditionen.. übernehmen das einlagern und versenden komplett. ansonsten hast du das problem wie du schon richtig schreibst mit der scheinselbständigkeit das könnte euch auf die Füße fallen.

 

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Kommentar von FrankSteinmetz
13.05.2016, 18:35

Das geht leider so nicht. Wir haben ca 100 verschiedene Lieferanten und Dienstleister (Atelies). Wenn es sich so lösen ließe könnten wir drop shipping anbieten aber unsere Kunden machen Sammelbestellungen. Und DHL oder Andere könnten die Artikel nicht zusammenstellen und zuordnen. Und unserem Mitarbeiter können wir auch nicht einfach im Regen stehen lassen.

Auf der Seite der Arbeitsagentur steht unter der Rubrik Existenzgründung Folgendes:

"Bei einem

Spin-off

wird ein Teil eines Unternehmens aus der bestehenden Firma ausgegliedert. Dies können zum Beispiel eine Forschungsabteilung eines Instituts oder eines Großunternehmens, aber auch Bereiche wie Lager, Versand, Wartung, Montage, Marketing, EDV und Zulieferbereiche sein. Der ausgegliederte Teil wird damit zu einer eigenständigen Firma. So können sie eigene Gewinne erzielen. Meist besteht weiterhin eine enge Verbindung zur Mutterfirma."

Allerdings Stand 2013.  Über die Agentur finde ich keinen Mitarbeiter welcher dazu Ausführungen machen kann.

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