Ausgleichsmandate Bundestagswahl 2017?

2 Antworten

CDU/CSU ist nicht eine Partei, sondern zwei Parteien, die lediglich eng zusammenarbeiten. Die CSU hat durch die Direktmandate in Bayern allein schon sieben Überhangmandate erlangt, die dann auch für die CDU ausgeglichen werden mussten, damit die Verteilung der Sitze proportional dem bundesweiten Zweitstimmenanteil entspricht.

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Aber es wird doch nach Bundesländern ausgeglichen, das heißt, dass die CDU nur in Bayern aufgrund der CSU hätte ausgeglichen werden müssen und dort ist sie ja bekanntlich nicht angetreten.

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@JonasF55

Nein, es wird nach der bundesweiten Zweitstimmenverteilung ausgeglichen, denn es handelt sich um eine Bundestagswahl.

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@JonasF55

Wie hätte sie dann ausgeglichen werden sollen, wenn sie gar nicht antreten darf so weit ich weiß? Das ist unser an sich recht kompliziertes Wahlsystem. So weit ich weiß steht es sogar im Grundgesetz das keine andere Partei so was wie die CDU / CSU machen darf.

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@HansImGlueck178

Nein, wird es nicht, es geht nach Ländern. Deshalb die Frage. Ich weiß dass es eine Bundestagswahl ist, aber trotzdem gehen die Zweitstimmen an Landeslisten und innerhalb des Bundeslanders gibt es dann Überhang- und Ausgleichsmandate.

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@ch62718ris

Das meine ich ja. Es wird innerhalb des Bundeslandes ausgeglichen, man wählt ja auch mit der Zweitstimme keine Bundesliste, sondern eine Landesliste. Innerhalb des Bundeslandes gibt es dann Überhang- und Ausgleichsmandate, die in den Bundestag kommen.

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@JonasF55

Ich glaube du verwechselst hier etwas. Die Ausgleichsmandate werden nach dem bundesweiten Zweitstimmenverhältnis vergeben um dieses möglichst genau im Bundestag abzubilden, das hat mit den Landeslisten erstmal nichts zu tun. Was du wohl meinst: Nach den Zweitstimmenanteilen der Länder werden diese Ausgleichsmandate dann auf die Landeslisten innerhalb einer Partei aufgeteilt. Auch nachzulesen auf der Seite des Deutschen Bundestags oder komplizierter beschrieben im BWahlG (dürfte § 6 sein).

Die Überhangmandate entstehen natürlich innerhalb der Länder, da sie von den Erstsimmensiegen in den Wahlkreisen bestimmt werden.

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@HansImGlueck178

Ahh ok, danke.

Trotzdem erklärt das nicht die 15 Mandate die die Union zusätzlich zu den Direktmandaten bekommen hat.

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@JonasF55

Ich habe nochmal nachgeschaut, weil ich mir nicht mehr sicher war: Die ergeben sich daraus, dass die Mindestzahl der Mandate im Bundestag einer Partei wiederum nach den Landeslisten entschieden werden. Dabei hatte die CDU durch ihre Erst- und Zweitstimmenverteilung einen Vorteil (zum Beispiel standen ihr in NRW 43 der Landesmandate nach Zweitstimmenverhältnis zu, aber sie hat nur 38 Direktmandate erlangt) und hat sich damit 200 Mandate mindestens sichern können (davon 36 der 46 Überhangmandate im Bundestag). Durch die 46 Überhangmandate hatte der Bundestag damit zunächst 644 statt der ursprünglichen 598 Sitze. Dann wurden alle Ergebnisse daran angepasst, wodurch nochmal 65 Ausgleichsmandate vergeben wurden, weil sonst CDU und CSU überrepräsentiert gewesen wären. Somit kommt man auf die 709 Sitze im aktuellen Bundestag. Hier nochmal genau ausgerechnet.

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CDU und CSU sind zwei eigene Parteien.

Und die CSU hat viele Überhangmandate bekommen.

Dadurch stehen auch der CDU Ausgleichsmandate zu.

(Vereinfacht gesagt)

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Aber die Ausgleichung erfolgt nach Bundesländern, das heißt, dass die CDU nur in Bayern hätte ausgeglichen werden müssen und da ist sie bekanntlich nicht angetraten...

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