Ausgleich für Schulung außerhalb der Arbeitszeit?

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Meine Frage wäre nun, ob es berechtigt ist dass ich mich aufrege

Schlicht und einfach: Ja!

ob die Kompensation in Form eines halben Tages von meinem Chef ausreichend ist

Genauso schlicht und einfach: Nein!

Die genauen Erklärungen und Bedingungen für mein "Ja!" und "Nein!":

Unter der Voraussetzung, dass "ich arbeite ganz normal eine 40-Stundenwoche" bedeutet, dass Du von Montag bis Freitag arbeitest und am Samstag frei hast, und dass der Arbeitgeber sich nicht vertraglich die Möglichkeit freigehalten hat, Dich auch am Samstag zur Arbeit zu beordern, bist Du nicht verpflichtet, an dieser Schulung an Deinem freien Tag teilzunehmen, auch wenn der Arbeitgeber sie in eigener Machtvollkommenheit für "verpflichtend" erklärt.

Was den Ausgleich betrifft:

Der Arbeitgeber hat - wenn denn Arbeitnehmer an dieser Veranstaltung teilnehmen außerhalb ihrer Arbeitszeit teilnehmen - die aufgewendete Zeit 1:1 durch Freizeit oder Geld auszugleichen (oder mit Zuschlägen, wenn diese arbeits- oder tarifvertraglich vorgesehen sind).

Jedenfalls besteht ein Anspruch nach dem Bürgerlichen Gesetzbuch BGB § 612 "Vergütung".

Dieser Anspruch besteht nur dann nicht, wenn - unabhängig von der Frage "Verpflichtung zur Teilnahme oder nicht?" - ein betroffener Arbeitnehmer ein "herausgehobenes" Arbeitsentgelt erhält (das ist ein Entgelt über der Beitragsbemessungsgrenze zur gesetzlichen Rentenversicherung: 6.350 €/mtl. West, 5.700 €/mtl. Ost) oder wenn es eine Vertragsklausel gibt, dass Überstunden bis zu einem bestimmten Umfang (maximal 15-20 % der vereinbarten Arbeitszeit) mit dem vereinbarten Arbeitsentgelt bereits abgegolten sind, also bis zu dieser Grenze nicht zusätzlich bezahlt werden.

An dieser Stelle auch noch einmal vielen Dank, für die tolle und ausführliche Antwort! Ich habe vorher auch schon versucht mich schlau zu machen, habe aber nie eine so gute und einfache Antwort wie deine gefunden. Mein Arbeitgeber hat nämlich, wie du schon so schön schreibst, in der Email an mich und meine Mitarbeiter geschrieben "die Teilnahme ist für alle Pflicht". Dann ist da wohl noch nicht das letzte Wort gesprochen und wir werden uns dagegen wehren. 

Wie gesagt, tausend Dank für die super Erklärung, diese hilft mir wirklich sehr weiter!

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Hallo.

In Rechtlicher Hinsicht hat der Kollege natürlich recht.
Aber wenn du dich mit deinem Vorgesetzten mit Krach anlegen.
Wenn es mir sonnst im Betrieb gefällt wäre ich auch mürrisch aber hätte unter den Arbeitsaspekt  zur Versammlung gegangen.
Das ist aber deine Entscheidung.

Mit Gruß

Bley 1914

Am besten du rufst bei einem fachanwalt für arbeitsrecht an, das sind zwar kostenpflichtige hotlines, aber länger als 2-3 minuten dauert das gespräch auch nicht. Mit 1,99€ pro minute kommst du günstig weg und hast eine kompetente auskunft erhalten. Ich habe diese hotlines schon ein paar mal genutzt und habe positive erfahrungen damit machen dürfen. Hier auf gf.net, bekommst du evtl die verschiedensten aussagen und dann weißt du im endeffekt doch nicht ob es korrekt ist.

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