Ausgesteuert, Arbeitsverhältnis ruht,Widerspruch läuft bei DRV wegen LTA,wer unterschreibt Wiedereingliederungsantrag? Agentur für Arbeit oder AG?

2 Antworten

Eine Wiedereingliederung ist nur bei einem Arbeitgeber möglich. Dieser muss zustimmen. Wenn der Arbeitgeber nicht mitspielt, kommt es nicht dazu.

Anspruch auf eine Erwerbsminderung-Rente hast du nicht, weil du auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt mehr als 6 Std. vermittelbar bist. Eine stationäre Reha scheint nicht erfolgversprechend, weshalb sie abgelehnt worden ist. Ohne deinen Fall zu kennen scheint mir die Teilhabe am Arbeitsleben sinnvoll zu sein.

Erstaunlich finde ich, dass du bereits seit fast einem Jahr ausgesteuert bist und bisher nichts entschieden wurde.

Ich vermute, du bist nach 1960 geboren? Wenn du früher geboren bist, hättest du Anspruch auf eine Teilerwerbsminderungs-Rente wegen Berufsunfähigkeit.

Du solltest dir Hilfe bei einem Anwalt für Sozialrecht suchen. Dieser kann dir vielleicht helfen, die Entscheidung der Rentenversicherung zu beschleunigen.

Woher ich das weiß:
Berufserfahrung
29

PS: Der Fragesteller hat dir als Antwort Deine gute Antwort kommentiert.

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Vielen Dank für die Antwort!

Ich habe einen RA für Arbeitsrecht eingeschaltet, da mein Arbeitgeber eine Wiedereingliederung aus fadenscheinigen Gründen abgelehnt hat. Es war auch bereits eine Güteverhandlung vor dem Arbeitsgericht. Der Richter hat meinem AG empfohlen , eine vernünftige Lösung für mich zu finden. Es wurde ein Termin gesetzt für ein Beschäftigungsangebot. Dieser ist mittlerweile verstrichen. Ich sollte zum Vorstellungsgespräch in einem Tochterunternehmen meines Arbeitgebers eingeladen werden, ist noch nicht geschehen.

Jetzt stellt sich die Frage, wer zahlt die Wiedereingliederung, falls es doch noch dazu kommen sollte. Da ich ausgesteuert bin, muss mein Arbeitgeber von Anfang an die Wiedereingliederung zahlen oder macht das die BA? Der Arbeitsvermittler meinte, ich muss auf alle Fälle meinen Wiedereingliederungsplan in der BA zur Genehmigung vorlegen. Es geht ständig hin und her und ein Träger schiebt die Verantwortung dem anderen zu. Seit März 2018 warte ich auf irgendeine Entscheidung, seitdem könnte ich wieder arbeiten.

Inzwischen habe ich auch Sozialklage eingereicht, da mein Widerspruch auf Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben von der DRV abgelehnt wurde. Diese LTA wurden ausdrücklich von der REHA-Klinik und von einem Gutachter des medizinischen Dienstes empfohlen. Ich soll wieder arbeiten, aber mir fehlt einfach eine entsprechende Qualifizierung.

Das Theater geht jetzt schon seit 2015, damals wurden mir LTA`s bewilligt. In Absprache mit dem BEM sollte ich eine Weiterbildung machen, 1 Jahr in Vollzeit. Darüber war ich richtig happy. Meine Vorgesetzte hat dies in ihrer grenzenlosen Einfältigkeit abgelehnt und mir einen Arbeitsplatz angeboten, auf dem ich auch nur angelernte Tätigkeiten machen musste. Dieser wurde von der DRV ein halbes Jahr gefördert. Danach kam die Insolvenz. Ich bin durch Betriebsübergang vom neuen Unternehmen übernommen worden. Als erstes wurde mein Arbeitsplatz wegrationalisiert, obwohl dies ein von öffentlichen Mitteln geförderter Arbeitsplatz war. Hat meine Vorgesetze nicht interessiert. Mir wurde eine Beschäftigung angeboten, die ich laut Gutachten nicht mehr ausüben kann. Jetzt kämpfe ich einfach um einen Arbeitsplatz, den ich mit meinen Leistungseinschränkungen bis zur Rente noch gut ausführen kann. Mein AG ist ein großes Unternehmen im sozialen Sektor.

Woher ich das weiß:
eigene Erfahrung
33

Während der Wiedereingliederung muss der AG nicht zahlen. Deshalb hast du weiterhin Anspruch auf Entgeltersatzleistungen (da Krankengeld ausgelaufen ist, auf ALG I).

Gut, dass du dir Hilfe von einem Anwalt geholt hast - manchmal geht es leider nicht anders. Die KK ist damit raus, den WE-Plan musst du der BA vorlegen. Denke auch daran, weiterhin Krankenscheine einzureichen, da du ja nicht vermittelbar bist.

Ich wünsche dir viel Kraft und einen leidensgerechten Arbeitsplatz. Gibt es keinen Reha-Berater in deiner Nähe, der dir helfen kann?

P.S.: Wenn du auf eine Antwort reagieren willst, mache das bitte unter „Kommentar“, nicht als „Antwort", denn dann antwortest du dir selbst und der Adressat bekommt keine Nachricht darüber. Ich habe das nur durch den Hinweis von @abcStefanie erfahren.

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Ich habe dieses Jahr 25jähriges Dienstjubiläum und bin mit 80 % schwerbehindert, öffentlicher Dienst. ausgesteuert, die Wiedereingliederung wird durch die Agentur für Arbeit finanziert.

Darf die Betriebsleitung so eine lange Wiedereingliederungsphase anordnen, oder ist es Sache der Ärzte das Ende der Wiedereingliederung zu bestimmen?

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Danke schon mal für Eure Antworten.

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