Ausgaben im Gründungsjahr eines Kleinunternehmens ins neue Jahr übertragen?

4 Antworten

Du kannst im ersten (und auch in allen anderen) einen Verlust erleiden. Dieser Verlust wird im gleichen Jahr mit anderen Einkünften verrechnet und du zahlst dadurch im Verlustjahr weniger Steuern.

Sollten geringe weiteren Einkünfte vorhanden sein, wird dieser Verlust evtl. vom Grundfreibetrag "aufgefressen". Der Teil, der dann noch als Verlust übrig bleibt wird in das Folgejahr übertragen.

  1. Beispiel:

Verlust aus dem Unternehmen   -10.000

Lohneinkünfte    +25.000

--> Die beiden werden miteinander verrechnet und nur die Differenz ist dann steuerpflichtig (nach Abzug anderen steuerlich abziehbaren Aufwendungen).

  1. Besipiel:

Verlust aus dem Unternehmen   - 10.000

Lohneinkünfte   + 12.000

--> Verrechnung 10.000 Verlust mit 12.000 Lohn ergibt 2.000 Einkommen.

abzüglich Grundfreibetrag (alle anderen Sachen lasse ich mal weg) ca. 8.000 ergibt

ein negatives Einkommen. und der Verlust geht dadurch teilweise ins Leere, weil die 8.000 sowieso steuerfrei wären.

Grundsätzlich sind Verluste in dem Jahr anzusetzen, in dem diese Angefallen sind.

Liebe Grüße

Ana

Kleinunternehmer ist ein Begriff aus dem Umsatzsteuerrecht und betrifft daher nicht die Einkommensteuer.

Wenn aus dem Gewerbe Verluste entstehen und diese im Veranlagungszeitraum nicht mit positiven Einkünften aus anderen Einkunftsarten ausgeglichen werden können, besteht die Möglichkeit diese als Verlustvortrag in folgende Jahre mitzunehmen. Der vorgetragene Verlust mindert dann das Einkommen im nächsten Jahr und folglich auch die Steuerlast.

Grundsätzlich stellt sich hier die Frage nach deiner Gewinn-Ermittlungsart. Bei Einnahme-Überschussrechnung erfolgt keine Verrechnung mit dem Folgejahr, bei Bilanzierung hingegen schon.

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