Auseinandersetzungsversteigerung

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4 Antworten

Die Versteiegerung zur Auseinandersetzung der Erbengemeinschaft ist die "ultima ratio", wenn alle Versuche zuvor gescheitert sind, sich innerhalb der Erbengemeinschaft über das Objekt und dessen Verwertung zu einigen. Jeder an der EG Beteilgte kann diese Vesteigerung beantragen, die sich natürlich auf das ganze Objakt, nicht etwa nur auf den Anteil des Antragstellers, erstreckt. Bei der Versteigerung kann jeder Miterbe mitbieten und wenn er Meistbietender ist, das Objekt auf diese Weise ganz erwerben. Er muss dann sein Versteigerungsgebot anteilmäßig an seine Miterben ausbezahlen, gerade so wie wenn sich die EG dahin geeinigt hätte, dass das Objekt von einem Miterben zu Alleineigentum übernommen und die anderen "ausbezahlt" werden. Grundsätzlich ist jede einvernehmliche Regelung sinnvoller als eine Versteigerung, die zudem auch Gerichtskosten enstehen lässt..

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Kommentar von mottenmaus
23.06.2011, 17:17

Glaube mir, ich würde mich liebend gern im Guten einigen. Leider macht der Miterbe allen Versuchen einen Strich durch die Rechnung. Vielen Dank für die umfangreiche Antwort!

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Kann die eine Partei ihren Anteil versteigern lassen ohne dass das Haus letztendlich versteigert wird, oder ist mit der Versteigerung das Haus weg, auch wenn die beiden Parteien das nicht wollen?

Zu einer Auseinandersetzungsversteigerung kommt es nur, wenn sich die Parteinen nicht einig sind. Bei einer Auseinandersetzungversteigerung wird das gesamte Objekt versteigert. Ziel ist es ja, eine unteilbare Sache zu verteilen. Natürlich können alle drei mitsteigern und so das Haus behalten. Es wird regelmäßtig sogar so sein, das die 3 die einzigen ernsthaften Bieter sind. Daher ist eine Auseinandersetzngsversteigerung für den Dritten nur sinnvoll, wenn er selbst auch mitbietet, oder jemanden hat, der dies tut. Die Frage ist hier schlicht, wo die Immobilie steht.

nur ist ihr das Geld nicht genug.

Ja letzlich ist es nur eine Frage des Geldes. Allerdings ist die Auseinandersetzngsversteigerung eine ungüstigste Variante. Das Positive daran ist aber, das vor Versteigerung ein Wertgutachen erstellt wird.

Glaube mir, ich würde mich liebend gern im Guten einigen. Leider macht der Miterbe allen Versuchen einen Strich durch die Rechnung.

Naja die Situation ist wahrscheinlich recht einfach. Er will Betrag X und ihr wollt aber nur Betrag Y < X zahlen. Die einfachste Lösung des Problems wäre, wenn er einen Käufer sucht, der bereit ist das Haus für Betrag Z zu kaufen.

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Kommentar von mottenmaus
24.06.2011, 20:47

Naja die Situation ist wahrscheinlich recht einfach. Er will Betrag X und ihr wollt aber nur Betrag Y < X zahlen. Die einfachste Lösung des Problems wäre, wenn er einen Käufer sucht, der bereit ist das Haus für Betrag Z zu kaufen.

Wenn es so einfach wäre... nee, wir wollen das Haus behalten, renovieren und dort selber wohnen. Der Miterbe will dort nicht wohnen - er will nur möglichst viel Geld - wie viel hat er allerdings bisher noch nicht gesagt. Er hat nur durch einen Anwalt mitteilen lassen, dass das "Angebot inakzeptabel" ist. Was er will hat er nicht gesagt. Verabredungen mit Datum und Uhrzeit hält er nicht ein und läßt sich Tage später durch seinen Anwalt entschuldigen, stellt Forderungen nach Dingen, die er abholen will und erscheint nicht... Das ist alles sehr zermürbend!

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Unterstellt, das Haus ist schuldenfrei, müsste sich doch eigentlich eine Bank finden, die eine Hypothek über 30% des Hauswertes gibt? Zumal, wenn da gleich zwei Eigentümer gemeinschaftlich für einstehen, ist das Risiko genau in dem Rahmen, in dem Banken Geschäfte tätigen! Hier würde ich mal intensiv Anbieter suchen.

G imager761

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Kommentar von mottenmaus
24.06.2011, 20:51

Klar würden wir das Geld von der Bank bekommen. Allerdings muß man sich dafür erst mal einig sein, wie viel 30% des Hauswertes sind... Das ist momentan der Knackpunkt. Dem Miterben wurde vorgeschlagen (vor ca. 5 Monaten), einen Schätzer seines Vertrauens zu beauftragen, der den Wert bestimmt. Leider hat er das noch nicht gemacht. Wenn wir einen Schätzer beauftragen, fürchte ich, dass der Miterbe Betrug schreien würde und wieder nicht einverstanden wäre...

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das haus kann man schätzen lassen und dann den anteiligen betrag auszahlen.

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Kommentar von mottenmaus
23.06.2011, 17:13

Ja, darüber haben wir auch schon nachgedacht. Anscheinend reicht es dem 3. Erben aber nicht, das Haus schätzen zu lassen - er scheint erst zufrieden zu sein, wenn es der Familie nicht mehr gehört... ;(

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