Ausbildungszeugnis - beurteilung gut oder schlecht?

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7 Antworten

Man kann ein Zeugnis nur dann halbwegs vernünftig beurteilen, wenn man es im Zusammenhang liest, also vollständig von der Überschrift bis zum Ausstellungsdatum. Denn überall dort können Informationen enthalten sein, die für die Einschätzung des Zeugnisses wichtig sind.

Zu dem Auszug aus deinem Zeugnis kann man folgendes sagen:

Die Formulierungen zur Leistungsbereitschaft, Arbeitsweise usw. schwanken zwischen "sehr gut" und "gut", die Zusammenfassung ("in jeder Hinsicht unsere volle Anerkennung") entspricht einem "Gut".

Sein Verhalten zu Vorgesetzten, Kollegen und Kunden war stets einwandfrei.

Das ist "gut"

Nach Beendigung der Berufsausbildung verlässt er unser Unternehmen auf eigenen Wunsch

Der Satz sollte zwar hier enden, problematisch sehen ich den Zusatz allerdings nicht. Dass sich Pläne ändern können, weiß jeder AG. Wenn dich das trotzdem stört, frage deinen Chef freundlich nach einer Änderung.

Aber nochmal: wenn du eine vernünftige Einschätzung deines Zeugnisses willst, musst du es vollständig (aber anonymisiert) hier einstellen. Alles andere ist Kaffeesatzleserei.

OK, jetzt liegt das Zeugnis annähernd vollständig vor. Als Ergänzung noch folgendes:

Auch wenn das wohl selbstverständlich sein sollte, fehlt mir ein Hinweis, dass du die Ausbildung erfolgreich abgeschlossen hast. Außerdem fehlt m. E. ein Satz wie "Im Rahmen seiner Ausbildung wurden ihm sämtliche in der Ausbildungsordnung vorgeschriebenen Kenntnisse und Fertigkeiten vermittelt worden" (sinngemäß).

Wie lautet das Ausstellungsdatum? Es muss unbedingt mit dem letzten Beschäftigungstag (in deinem Fall also 11.01.16) übereinstimmen. Alles andere gäbe Anlass zu ggf. unangenehmen - und sicher ungewollten - Nachfragen.

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@DarthMario72

... und außerdem wimmelt es von Rechtschreibfehlern, die hoffentlich im Original nicht vorhanden sind.

Nebenbei: Wenn geändert wird, würde ich auch das Wort "Urteilungsvermögen" in "Urteilsvermögen" ändern lassen.

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Doch, das Zeugnis ist eine 2 (in Schulnoten), zwar keine 1 aber eben eine 2 und du kannst schon damit zufrieden sein.

Das mit dem Studium sehe ich jetzt nicht so sehr als Problem. Wenn es dich so sehr stört, kannst bitten, es herauszunehmen.

Was doch ein wenig stört, ist das die Formulierung über das Ausscheiden bedauert wird. In dem Zeugnis hört es so an, als ob du doch keine so große Lücke in der Firma hinterlässt. Auf der anderen Seite: Da es eben um ein Ausbildungszeugnis handelt, kann eben gar keine große Lücke entstehen als wenn du als ausgelernte Kraft da arbeitest.

Was aber fehlt und ich darauf bestehen würde: Es ist keinerlei Inhalt und Aussage, in welche Abteilungen und deren Ziele du warst. Dies halte ich im Zeugnis eine Azubis für zwingend notwendig.

Ja, das dürfen die da hineinschreiben. Ansonsten  hast du doch gar keinen "zukünftigenn Arbeitgeber", da du doch nun studieren gehst, studierst, wenn du dir mal einen Nebenjob oder ein Praktikum organisierst oder das Studium vermutlich beendet haben wirst, wenn du dich um die nächste Dauerbeschäftigung bewirbst.

Insofern ist dein Gemaule über diese Formulierung reichlich albern und kindisch. Die wiederum drückt lediglich ein gewisses Bedauern deines AGs aus, dass du nicht bei ihm weitergearbeitet hast und klingt daher eigentlich sehr positiv.

Extrem negativ fällt an dem Arbeitszeugnis aber auf, dass es rein gar nichts über deine Ausbildungs- und Tätigkeitsinhalte konkret aussagt. Das sind alles nur abstrakte Standardformulierungen. Den meisten Personalchefs dürfte das überhaupt nicht gefallen und die kämen vermutlich auf die Idee, es sei gefakt...


Danke für die schnelle Antwort. Das Problem an der ganzen Sache ist, dass sich meine Pläne geändert
haben. Kann mich auf ein Stipendium bewerben und würde deshalb gerne
eine Vollzeitanstellung antreten, daher bin ich gerade arbeitssuchend
und befürchte das zukünftige Arbeitgeber mich aufgrund dieser Aussage
nicht zum Vorstellungsgespräch einladen.

"Extrem negativ fällt an dem Arbeitszeugnis aber auf, dass es rein gar
nichts über deine Ausbildungs- und Tätigkeitsinhalte konkret aussagt."

Steht alles mit drin, hab lediglich einen Auszug aus dem Ausbildungszeugnis genommmen.

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@Hindenburg1994

Wenn doch über Inhalte und Ziele der Ausbildung was drinsteht, ist doch alles gut. Ohne dies bin ich der gleichen Meinung wie @atzef: Das muss zwingend rein.

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@Hindenburg1994

Wenn das enthalten ist, sehe ich keine Probleme mit dem Zeugnis.

Ansonsten möchtest du deinen neuen AG über deie Zukunftspläne täuschen. Moralisch see ich darin keine Probleme. Vielmehr ist das die wechselseitige! Grundbedingung, die den Handel mit der Ware Arbeitskraft begleitet...:-)

Aber dann sollte es dir nicht schwerfallen, diese Zukunftsorientierung deien Interesse gemäß so darzustellen, dass esfür dich vorteilhaft erscheint.

Ansonsten kannstdu vielleicht ja auch mit dem Ausbildungsbetrieb reden, ob die dich nicht doch noch weiterbeschäftigen...?!

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a) was ist jetzt das Drama, dass sie das Studium als Grund für Weggang reinschreiben? Das ist ein klassischer Grund dafür und nichts verrucht verbotenes.

b) Das Zeugnis fängt so an,d ass ich es mit 2 mit Tendenz nach oben lesen würde, allerdings schreiben sie ja "Insgesamt verdienen die Leistungen von Herr ... in jeder Hinsicht unsere volle Anerkennung"


Das ist laut dieser Quelle dann wohl eine 1


https://www.staufenbiel.de/ratgeber-service/arbeitsrecht/zeugnissprache/arbeitszeugnis-leistungsbeurteilungen.html


Die Quelle ist wohl nicht aktuell. "volle Anerkennung" ist eine 2. "stets unsere vollstes Anerkennung" dagegen eine 1.

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Konzentrier dich! :-) Ist er nun Gebäudereiniger? Kranken- oder Altenpfleger? Verwaltunngsfachangestellter? Tischler? Dieses Zeugnis sagt überhaupt nichts über seine Ausbildungsinhalte, seine Tätigkeiten, seine praktischen Fähigkeiten etc. aus. Insofern ist das eher für erfahrene Personaler "vergiftet"...

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Das ist laut dieser Quelle dann wohl eine 1

Diese Quelle ist m. E. veraltet. Ich schätze das als "gut" ein.

Abgesehen davon liegt hier ja ganz offensichtlich nicht das vollständige Zeugnis vor.

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wieso nicht, das ist doch nichts Negatives?

außerdem kann er das doch nur von dir selber wissen u. hat wenig damit zu tun, ob es ihn interessiert?

mir diesem Arbeitszeugnis kannst du dich guten Gewissens überall sehen lassen!

Das Problem an der ganzen Sache ist, dass sich meine Pläne geändert haben. Kann mich auf ein Stipendium bewerben und würde deshalb gerne eine Vollzeitanstellung antreten, daher bin ich gerade arbeitssuchend und befürchte das zukünftige Arbeitgeber mich aufgrund dieser Aussage nicht zum Vorstellungsgespräch einladen.

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auch wenn sie am ersten januar 2016 geboren sind :

alles oder nichts !  nur halbabsätze ergeben kein bild , weder vom job noch von den arbeiten .

ansonsten waren sie dort wohl ein guter lehrling ,so wie man sich das wünscht .


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