Ausbildungsabbruch, hilfe vom Staat?

8 Antworten

Jeder hat ein Grundrecht auf freie Berufswahl - das steht in der deutschen Verfassung. Deshalb hast du immer die Möglichkeit, mit einer Frist von vier Wochen zu kündigen, wenn du die Berufsausbildung aufgeben und/oder den Ausbildungsberuf wechseln willst (§22 Berufsbildungsgesetz). Es genügt, wenn zum Zeitpunkt der Kündigung der ernsthafte Wille zur Berufsaufgabe oder zum Berufswechsel vorliegt. Das bedeutet aber nicht, dass du die Ausbildung in diesem Beruf nie wieder fortsetzen kannst. Du kannst deine Meinung auch wieder ändern, dich erneut bewerben und die Berufsausbildung in demselben oder in einem anderen Betrieb fortsetzen. Zum Zeitpunkt der Kündigung muss aber der ernsthafte Wille zur Berufsaufgabe vorliegen und du solltest diese Kündigung nicht verwenden, wenn du nur den Ausbildungsplatz wechseln willst. Wenn du ordentlich kündigst aber nur den Ausbildungsplatz wechseln willst und dein ehemaliger Betrieb dahinter kommt, kann er dich unter Umständen auf Schadensersatz verklagen. Zudem kann es zu Problemen mit der zuständigen Kammer beim Eintragen deines neuen Ausbildungsverhältnisses kommen.

Unabhängig von der Kündigungsart stehen dir nach der Kündigung alle Leistungen zu, auf die du dir einen Anspruch erworben hast, zum Beispiel Restgehalt, Urlaubsansprüche die ausbezahlt werden müssen, Arbeitszeugnis. Überlege dir die Kündigung gut. Kündige nie in Situationen, in denen du unter Druck gesetzt wirst

1 Wen du aus gesundheitlichen gründen Kündigen musst dan steslt du eine Antrag auf alg 1 und auf Aufstockung im jobcenter

2 Wen das etwas aus beruflichen gründen ist warum du da aufhören must dan Kann es sein das die Berufsgenosenschaft dir helfen kann zb mit einenr umschulung!! Das ginge auch durch das Arbeitsamt.

Wende Dich ans Arbeitsamt. Vlt. steht Dir ja ALG 1 zu.

Ansonsten: Für ALG II musst Du 3 Stunden täglich arbeiten können - egal was. Kannst Du das nicht, bekommsst Du Sozialhilfe,

Was genau ist der Unterschied zwischen ALG1 und ALG2 ? hab halt absolut keine Ahnung keiner meiner Familie bezieht sowas

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@olofcss

ALG 1 ist eine Versicherungsleistung. D. h., der Arbeitnehmer (also Du) hat dafür eingzahlt. Vom Lohn werden z. B. Krankenversicherungsbeiträge und andere Beiträge wie für die Arbeitslosenversicherung bezahlt (steht auf dem Lohnzettel).

ALG II kann jeder bekommen, der mind. 3 Stunden täglich arbeiten kann.

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Kernfrage/n - liegt ein ärztliches Attest vor, dass eindeutig ! bescheinigt, dass Du Deine bisherige Ausbildung gesundheitsbedingt abbrechen musst? Sind alle Rehamassnahmen ausgeschöpft?

Hast Du bereits mit dem AA Kontakt aufgenommen, um zu klären ob diese Kündigung dann entsprechend akzeptiert wird, ohne dass Dir wegen selbst verursachter Arbeitslosigkeit eine 12-wöchige ALG-1 Sperre auferlegt wird?

Wie hoch ist Deine Miete - sprich wird sie in den Augen des SB des JC als angemessen gelten?

https://harald-thome.de/oertliche-richtlinien/

Wie hoch ist Dein derzeitiges Bruttoauszubildendenentgelt ?

Melde dich einfach mal im Arbeitsamt und besprech es dort. Dort wird man dir schon weiterhelfen und sagen, was alles möglich ist.

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