Ausbildungen psychisch bedingt abgebrochen - noch Chancen?

5 Antworten

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Erfahrungen habe ich damit keine. Aber wenn du mit der richtigen Einstellung und Arbeitsmoral rangehst, hast du IMMER gute Chancen.

Was in der Vergangenheit war, ist egal. Wichtig ist: Was tust du jetzt? Was kannst du jetzt?

Natürlich wird es Firmen geben, die dich aufgrund der Historie per se ablehnen. In solchen Firmen willst du aber auch nicht arbeiten!

Kümmere dich erstmal um dich. Wenn du fit bist, kommt der Rest von alleine. Du machst das alles richtig.

Sehr gut geschrieben. Ich bin hier Experte für Psychologie und wollte gern Deine Antwort bestätigen. Ich kann das Thema "Psychologie" leider nicht zu den Themen hinzufügen - ich weiß nicht, warum. Tut mir leid! Ich bestätige hiermit Deine Antwort!

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Danke für die motivierenden und aufbauenden Worte!

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Du musst zunächst lernen, Dich selbst so zu akzeptieren wie Du nunmal bist. Es nützt Dir gar nichts, jemand anderes sein zu wollen. Wenn Du nicht belastbar bist, dann ist das so und da ist Akzeptanz angesagt - nicht Ignoranz. Denn damit würdest Du Dir nur noch mehr selbst schaden! Und damit ist niemandem geholfen, weil das ein weiterer Schritt auf der Abwärtsspirale ist: Du zweifelst an Dir, Du erkennst "ich kann nicht weiter", andere machen Dir einen Vorwurf - und Du bist weiterhin auf dem Weg in den Keller.
Lass es!

Ich bin wie ich bin. Und das ist O.K.

Dann kann ich eben keine 8 Stunden arbeiten. Na und? Bin ich deswegen weniger wert? NEIN!!

Lerne, Dich kennenzulernen! Lerne, Dich zu mögen, so wie Du bist. Lerne, Dich zu akzeptieren: Dann kann ich eben kein Salto. Na und? Ich bin gut.

Und dann kannst Du all das machen, was Du wirklich machen kannst. Mehr nicht. Das ist nicht schlimm! Nicht jeder kann alles. Und Du wirst Dich in der nahen Zukunft gut beraten lassen, was alles für Dich denkbar und machbar wäre. Und dann informierst Du Dich und entscheidest Dich.

Aber Du machst Dich - bitte! - nicht selbst fertig! Davon hat nämlich keiner was.

Ich wünschte, ich hätte in meinem damaligen Umfeld wen gehabt der mir so eine gelassene und unaufgeregte Einstellung wie deine näher gebracht hätte. Danke für deinen aufbauenden Ratschlag!

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@maxib29

Ja, ich weiß. Die wenigsten Menschen denken menschlich. Wir leben nunmal in einer Leistungsgesellschaft. Das hat Gutes und Schlechtes.

Aber wir leben auch in einer Solidargemeinschaft. Mein Rat an Dich also: Du bist in psychischer Behandlung - das ist gu! Mach einen Termin mit der Agentur für Arbeit und lass Dich beraten. Und wenn Dir geraten wird, einen Behindertenausweis zu beantragen - dann scheue Dich bitte nicht! Solch ein Ausweis öffnet Dir neue Türen, aber er behindert Dich nicht, was das Arbeitsleben angeht!

Ich spreche aus Erfahrung. Es betrifft nicht mich, aber eine liebe Person, die mir sehr nahe steht. Meine Person ist jetzt mental stark. Und genau das wünsche ich Dir demnächst auch!

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@AriZona04

Mir ist die Leistungsgesellschaft zwar recht unsympathisch, aber wie du sagst gibts überall zwei Seiten.

In meinem Fall wäre es zwar dann das österreichische Pendant der Arbeitsagentur, aber selbst dort wird wohl hoffentlich so eine Beratung möglich sein.

Wirst sicher einiges mit solchen Worten bewirkt haben :)

Danke nochmals!

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Da hilft aus meiner Sicht nur gnadenlose Ehrlichkeit, was die ganze Situation angeht. Irgendwelche konstruierten Stories machen dir das Leben unnötigerweise nur noch schwerer.

Versuch es in kleineren Betrieben, wo der Fokus auf der Persönlichkeit des Bewerbers und der Zusammenarbeit liegt. Das ist bei großen, überlaufenen Firmen und Ausbildungsberufen nicht immer der Fall - denn die können sich die besten Bewerber mit der weißesten Weste aus ihrem Stapel an Kandidaten rausziehen.

Mit einem Praktikum kannst du einen Fuß in die Tür bekommen. Oftmals finden Stellensuchende mit einem nicht ganz so geraden Lebenslauf über diesen Weg einen Zugang zur Ausbildung.

Dein Alter sollte übrigens tatsächlich kein Problem darstellen. Während meiner Ausbildung hatte ich in der Berufsschule eine Mitschülerin, die weit Ü30 war. Die hatte zuerst ihre Kinder bekommen und sich dann für eine Ausbildung beworben. Auch nicht der klassische Weg, aber es geht.

Mir wurde bei misslungenen Bewerbungsgesprächen danach immer von Bekannten nahelegt, dass ich zu ehrlich gewesen sein soll. Andererseits würd mich so ein Lügenkonstrukt eh sehr widerstreben.

Die Idee mit dem Praktikum werd ich wenns soweit ist auf jeden Fall ausprobieren.

Dankeschön!

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@maxib29

Du kommst eben als die Person an, die du nun mal bist, und du bringst die Geschichte mit, die du erlebt hast. Das ist eine Tatsache.

Man kann darüber diskutieren, ob du psychische Gründe für die Abbrüche angeben willst oder gesundheitliche Gründe anführst. Beide Bezeichnungen entsprechen der Wahrheit. Viele Arbeitgeber schrecken aufgrund der immer noch vorherrschenden Stigmatisierung eben davor zurück, einen psychisch erkrankten Menschen (der seine Erkrankung im Griff bzw. vielleicht sogar überwunden hat) einzustellen. Im Hinterkopf lauern da eben Horrorszenarien über lange (und teure) Ausfallzeiten...

Wenn du wieder auf dem Weg der Besserung bist und wieder arbeitsfähig bist, kannst du auch mit verschiedenen Kammern (IHK, Handwerkskammer, etc.) Kontakt aufnehmen. Die haben einen guten Überblick darüber, wie viele und welche Ausbildungsplätze derzeit verfügbar sind. Es ist übrigens auch möglich, eine Ausbildung in Teilzeit zu absolvieren. Lass dich da am besten vor Ort beraten.

Ich wünsch dir alles Gute für die Genesung und dann viel Erfolg für den Weg ins Berufsleben. Kriegst du hin! 🍀

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@LisaAusPisa

Hoffe, dass das so in Österreich auch möglich sein wird, aber da werd ich mich einfach mal erkundigen.

Danke nochmals! :)

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Jede einzelne abgebrochene Ausbildung wird es die schwerer machen. Ich wünsche dir ganz viel Glpck auf deinem Weg und viel Genesung. Ich hoffe dir werden die Chancen gegeben die du auch wirklich verdient hast. Ich kann mehr zu der Frage leider nicht sagen...

Befürchte ich leider auch. Dennoch danke für die nette Anteilnahme!

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Kümmer dich erstmal um deine Gesundheit und wen danach möglich versuche eine berufliche Rhea zu machen wo auch deine Leistungsunfähigkeit wider gesteigert werden soll!

Selbst wen du Dan 25 sein solltest kannst du eine normale Ausbildung machen oder die Nummer über das Arbeitsamt zu machen den die beiden Ämter haben eine Möglichkeit geschaffen für menschen ab 25-33 noch eine Ausbildung zu machen! Auch könnten sie dir zur not eine Ausbildung bei einem träger bezahlen!

Es gibt zb auch sowas wie eine Teilzeit Ausbildung wo man ja testen könnte wie belastbar du da bist! Und sie später in eine normale umwandel wen der Chef das Dan mitmacht! Oder Massenarmeen in bestimmten berufe wo du dich ausprobieren kannst wen du schon eine berufliche Richtung hast!

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