Ausbildung zur Bürokauffrau, darf mein Chef von mir erwarten was er will?

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14 Antworten

Solang ihr keinen Vertrag unterschrieben habt, endet deine Ausbildung mit Bestehen der Prüfung. Auf soche mündlichen Vereinbarungen kann man nicht viel geben, denn im Streitfall steht Aussage gegen Aussage und dann ists als wäre nichts vereinbart.

Wegen den Überstunden usw.: Das MUSST du nicht tun.

Es ist immer schwer, als Arbeitnehmer, vor allem als Azubi, nein zu sagen...
Aber wenn du nicht ausgenutzt werden willst, musst du das.

Zur Not meldest du das bei der zuständigen Kammer, da solltest du Hilfe bekommen.

Aber: du willst ja irgendwann vielleicht noch ein Ausbildungszeugnis, und da wärs nicht so praktisch, wenn du deinen Arbeitgeber gemeldet hast.

Ich würd dir empfehlen: Wenn er wegen Samstag oder so kommt, sagst du einfach: Samstag kann ich nicht. Punkt. Wieso du nicht kannst, brauchst du ihm nicht sagen.

Ansonsten: Ar...backen zusammen kneifen, die letzten Monate durchziehen und das Leben nach der Ausbildung genießen :)

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Wenn Dein Chef Dich so behandelt, muss er sich nicht wundern, dass Du Dir einen anderen AG suchst.

Als "Mobbing" würde ich das nicht bezeichnen, Dein Chef nutzt Dich schlicht und einfach aus. Das würde sich meiner Meinung nach auch nicht ändern, wenn Du Deine Ausbildung beendet hast.

Die tägliche Arbeitszeit darf auf keinen Fall länger als 10 Stunden sein. Wenn Dein Chef solche Arbeitszeiten anordnet ist das strafbar (§ 23 Arbeitszeitgesetz).

Überstunden sollten die Ausnahme und nicht die Regel sein, bei Azubis sowieso.

Schau mal hier:

http://www.azubi-azubine.de/mein-recht-als-azubi/arbeitszeit.html

Warte mit der Mitteilung an den AG bis Du einen Arbeitsvertrag in einem anderen Betrieb unterschrieben hast. Lass ggf. Dein Zeugnis auch prüfen.

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Kommentar von bidaik
05.04.2016, 11:44

Ich danke für die Antwort.

Er würde mich auch ausnutzen wenn ich angestellte bin.
Ich muss desöfteren auch mal die Firma fegen oder wischen, die Tür putzen oder einfach auch mal mit dem Hund spazieren gehen.

Ich habe gelesen das Überstunden von Auszubildenden nur freiwillig gemacht werden können. Stimmt das ? Oder kommt es wieder drauf an wo man arbeitet ?

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Also keine Exptertenantwort. Ich bin mir nicht sicher, was der gerichtlich kann, meine Meinung ist nur, dass für sowas keine mündliche Vertragsform geben dürfte. Das denkst du dir sicherlich auch.

Zu Mobbing hab ich jetzt eine Sendung gesehen, dass Menschen meinen gemobbt zu werden kurz nachdem sie sich in dem Umfeld nicht wohl fühlen, aber sobald sie schon den Entschluss gefasst haben nicht mehr dort zu arbeiten, aber nicht aus dem Entschluss heraus auch die Stelle gewechselt haben.

Was da zusammentrifft ist, seit du gedacht hast dass du dir einen Vorteil verschaffst um drüber nachdenken zu können, macht er sich das auch zum Vorteil, dass du dich seiner Überlegung nach sicher anstrengst um in die Firma zu kommen. Sowas läuft auch zum Teil 'unterbewusst' ab, aber lassen wir das.

Also Mobbing ist einerseits Auslegungssache, andererseits meistens um einiges schlimmer. Chefs vergessen schnell dass da Menschen arbeiten und Menschen Kunden sind. Andererseits macht er das vielleicht als Test schon immer so..?

Also weil ich ja davon ausgehe, dass eine mündliche Zusage nicht gültig ist, (aber keine Ahnung, da schreibt bestimmt wer anders was dazu), denke ich dass du gut durch die Angelegenheit kommst, das ganze bis zu den Prüfungsergebnissen durchzustehen.

Wenn er wirklich gegen dich 'vorgehen' würde, hätte er ja wegen den Arbeitszeiten ziemlich schlechte Karten.

Ausserdem könntest du noch eine Aufsichtsbehörde / Gewerbeaufsicht kontaktieren, die die Einhaltung der Arbeitszeiten mal kontrolliert (Behörde für sozialen Arbeitschutz)

Die Adressen der Behörden:
http://www.baua.de/cae/servlet/contentblob/677886/publicationFile/

So und weil du ja noch lernen musst und dir keinen Burnout zurechtschustern willst, solltest du den Spaß bei den Überstunden auch nicht verlieren... ;/

Sofern du mit dem Chef auch mal auf Augenhöhe reden kannst, also wenn er nicht immer irgendwie über den Angstellten 'schwebt' kannst du auch mit ihm ein ehrliches Wort wechseln, damit ihr euch nich gegenseitig ausnutzt und die Sache is erledigt. Sofern man bei den Vorgesetzten bis auf eine 'menschliche Ebene' durchkommt.

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Fairer Weise würde ich ihm das erst sagen wenn ich eine neue Stelle in Aussicht bzw. einen neuen Arbeitsvertrag unterschrieben habe. Lass dich doch erst mal übernehmen und such Dir was neues ohne arbeitslos zu sein.

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Bleib doch erstmal nach der Ausbildung im Betrieb - wenn auch mit zusammengebissenen Zähnen. Such dir was Neues und wenn du den Arbeitsvertrag in der Tasche hast, kannst du doch kündigen. Es macht sich für die Zukunft immer gut, wenn du als Azubi übernommen wurdest....


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Nein, du bist nicht verpflichtet wahrheitsgemäß zu antworten, kann ja sein, dass du dir es bis dahin anders überlegt hast.... Ansonsten hast du eine Kündigungszeit von 4 Wochen ganz normal. Trotzdem würde ich dir empfehlen erst zu kündigen, wenn du von einer anderen Firma einen Arbeitsvertrag unterzeichnet hast...

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Azubis dürfen keine Überstunden machen. Der IHK melden!

Weise deinen Chef darauf hin, dass es für Azubis gesetzlich nicht zugelassen ist, Überstunden zu machen. Er sollte das wissen aber er hat's vielleicht vergessen. Dran erinnern! Ansonsten - IHK. Trau dich, den Mund aufzumachen.


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Hast Du denn eine andere Stelle in Aussicht? Vorher würde ich keine Entscheidung gegen Deinen jetztigen Arbeitsplatz schaffen. Denn nach der Ausbildung in die Arbeitslosigkeit gehen, macht auf künftige Arbeitgeber keinen guten Eindruck.

Halte durch!

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Kommentar von bidaik
05.04.2016, 11:48

Nein leider noch keinen anderen Arbeitsplatz. Jedoch kann ich  hier nicht bleiben, ich fühle mich sehr unwohl und habe schon immer Bauchschmerzen wenn ich morgens aufstehe.

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Um übernommen zu werden bedarf es ja eines schriftlichen Arbeitsvertrages. Den muss dir der Arbeitgeber ja erstmal vorlegen. Spätestens dann musst du die Karten auf den Tisch legen. Vorher würde ich das nicht machen.

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du scheinst noch nicht begriffen zu haben, dass du nun im arbeitsleben stehst. die zugewiesene arbeit muss fertig gemacht werden und dann geht man erst nach hause. wenn man die arbeit nicht innerhalb der normalen bürozeit schafft, muss man halt länger bleiben oder aber mit dem chef reden und sagen das man zuviele aufgaben hat.

darf ich fragen, was denn deine aufgaben sind?

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Kommentar von bidaik
05.04.2016, 11:59

Nein, ich scheine es ziemlich gut begriffen zu haben.

Auszubildende haben jedoch Rechte sowie auch Pflichten.

Klar, wenn man die Aufgabe zuende machen muss, kein problem. Aber er verlangt von mir eine Arbeit die nicht nur 2/3 Std. dauert ... sondern die mehrere Tage beansprucht.

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Bist du aus Deutschland? Bei uns in Österreich ist es gesetzlich verboten in der Ausbildung (also Lehre) Überstunden zu machen.

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Kommentar von bidaik
05.04.2016, 12:01

Ich bin aus Deutschland.

Wie ich gelesen habe ist es für Auszubildende freiwillig Überstunden zu machen, aber ich bin mir da nicht so sicher.. bevor ich was falsches sage, informiere ich mich lieber.

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Damit machst du dir keine Freunde...
Und sollte einer deiner zukünftigen Arbeitgeber den jetzigen kennen oder anrufen und dann sowas erfahren...

Sei ehrlich, zumindest was die Übernahme angeht.
Kannst ihm ja sagen, dass du nach der Ausbildung noch Verwandte Besuchen musst/möchtest oder sonst was.
Du musst ihm NICHT sagen, warum du nicht bleiben willst. Aber sag ihm zumindest, dass du nicht dableiben willst...

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Meiner Ansicht nach ist das definitiv Mobbing - ich würde ihm auch sagen, dass ich nicht vorhabe, länger als nötig im Unternehmen zu bleiben. Ich finde, das könnte er schon wissen dass er nicht denkt, den Hampelmann mit dir machen zu können. Aktuell ist er nämlich offenbar der Meinung, er kann dich von vorne bis hinten verarschen.

Sei froh, wenn du dort weg kommst. Aber bis Juni ist ja glücklicherweise nicht mehr lange. Ich habe meine Lehre damals mit einem Aufhebungsvertrag beendet, nicht regulär bis August/September, sondern schon zum 31. Mai hin. Hatte allerdings bereits eine andere Arbeitsstelle. Die Prüfung habe ich dann im Juli normal absolviert und Ende war.

So etwas muss man sich nicht gefallen lassen!

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Kommentar von TrudiMeier
05.04.2016, 09:49

ich würde ihm auch sagen, dass ich nicht vorhabe, länger als nötig im Unternehmen zu bleiben.

Bedenke aber bitte, dass der Chef auch ein Zeugnis ausstellen wird......

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Kommentar von Treueste
05.04.2016, 09:50

Das mit der neuen Arbeitsstelle ist der wichtige Punkt, oder?

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Ich verstehe dein Chef schon, solange er nicht bescheid weiss kann er die Arbeitsstelle nicht ausstellen, ich würde es ihm jetzt schon sagen.

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